HEAVEN #769 Die offene Himmelstür
DIE OFFENE HIMMELSTÜR
Denke nicht, dass dein Leben, wenn dein Körper abtritt, blitzartig an dir vorbei zu rauschen hat, bevor du zum Himmel zugelassen bist. Der Durchgang, den du Tod nennst, handelt nicht von einer Rückschau auf dein Leben. Tod und Eintritt in den Himmel drehen sich nicht darum, all das zu sehen, was du getan hast, bei dem es besser wäre, wenn du es nicht getan hättest, oder nicht um all das, was du nicht getan hast, und was du gerne getan haben wolltest. Dein Eintritt in den Himmel handelt nicht in einem größeren Maße von Augenblicken, die du verfehlt hast, als von Augenblicken, die du gerne rückgängig gemacht wissen möchtest. Es existiert keine Nachfrage nach einem Aufrechnen, um deinen Eingang in den Himmel zu zensieren. Absolut nicht.
Stellt das nicht ebendas dar, was du dein ganzes Leben lang getan hast. Hast du nicht dein Leben mit einem vergangenen Aufrechnen dessen, was du bereust, gefüllt. Denkst du wirklich, du wirst gebeten, vor der Zugangserlaubnis zum Himmel ebendas noch einmal zu tun? Sollte ein derartiges Buchführen eine Vorbedingung zum Himmel sein, so hast du das bereits über und über während deines Aufenthalts auf der Erde erfüllt. Wieso sollte es ein weiteres Mal von dir erbeten werden? Zu welchem Zweck? Du bist bereits mit alldem bestvertraut, was du Fehler nennst. Du brauchst sie nicht noch einmal aufzunehmen. Du hast sie, wie es aussieht, ohnehin schon allzu gewissenhaft aufgenommen.
Ums Himmels willen, der Eingang in den Himmel lässt all das zurück! Du brauchst keinen Pass, um den Himmel zu passieren. Du brauchst keine Absolution. Setze dich selbst jetzt von der Vergangenheit los, und du wirst dich im Himmel befinden, während du auf der Erde weilst. Lasse diese ungeziemende Vergangenheit los. Sei mit ihr durch. Es ist die Vergangenheit.
Lasse diese unter einem schlechten Stern stehende Vergangenheit los. Ich sage dir nicht, dich durch ihre Seiten aus der Ruhe bringen zu lassen. Ich sage dir, wirf dieses alte Buch hinaus. Wieso solltest du es immer wieder durchgehen, und wieso sollte Ich, dein Schöpfer, dir aus dem Weg gehen, damit du ebendas tun kannst? Wieso sollte Ich DAS zu deinem Pfad zum Himmel machen?
Wer erhielte Zugang zum Himmel, falls alle angesammelten Fehler in Betracht genommen würden? Welches Menschenseinswesen in menschlichen Bezügen würde hineingelangen? Der Himmel ist nicht ausschließend. Er ist dort, wo es für dich zu sein gilt. Er ist ohne weiteres Aufheben ganz rechtmäßig der deine. Der Eintritt in den Himmel macht kein Examen erforderlich, auch keinen Nachweis einer Klassenstufe. Der Himmel ist eine offene Tür. Alles, was es benötigt, ist Liebe, und davon habe Ich genug für Alle. Trete in meine Liebe ein, und sodann ist sie die deine. In den Himmel passieren ist in Meine Liebe passieren. Das ist euch immerfort zugänglich. Ich kenne euren Wert. Ihr kennt ihn nicht.
Bloß weil dein Kind Tinte verschüttet, hältst du es nicht draußen vor der Tür. Es hat sein Zuhause bei dir, keineswegs auf der Grundlage seines Auftretens, sondern auf der Grundlage der Tatsache, dass es da lebt. Zuhause ist dort, wohin es gehört, Tinte verschüttet hin oder her. Das Kind in deiner Obhut ist dein Kind in deiner Obhut. Du schickst es nicht ins Exil dafür, weil es ein Kind ist. Sein Wert liegt in der Liebe, nicht in der Auszeichnung des Auftretens. Und Ich bin deine Eltern, und dein Zuhause ist bei Mir. Nirgendwo sonst als bei Mir ist für dich ausreichend zuhause. Nirgendwo sonst bist du so willkommen, wie du es bei Mir bist. Ich schließe niemanden von Meinen Armen der Liebe aus. Bejahe das.
Das mal beiseite gelassen - du bist wegen nichts schuldig. Deine Übertretungen traten auf, weil du es nicht besser wusstest, und das nächste Mal wirst du die Vergangenheit überragen, denn aus der Unwissenheit entkommt Wissen. Beschwere dein Herz nicht mehr länger. Du befindest dich jetzt auf dem Weg zu Mir.
Genau jetzt, anstatt all deine Sünden und Unterlassungen zusammen zu packen, beginne all das Gute zur Kenntnis zu nehmen, das du in deinem kurzen Durchgang des Lebens getan hast. Sofern du eine Aufzeichnung machen musst, dann handelt sie davon. Viel Gutes, was du getan hast, wurde nicht bemerkt. Bezeichne es jetzt.
Erwäge in deinem Geist, dass du an einem langen Zaun entlang läufst, und du fasst mit den Fingern an jede Zaunlatte in stillem Eingedenken an all das Gute, das du getan hast. Du wirst diesen Gang nie zuende bringen, denn das Gute, das du getan hast, ist endlos. Doch beginne jetzt damit, markiere die Gütigkeit, die du ausgerichtet hast. Behalte deine Gütigkeit laufend in deinem Gemüt. Dann bist du in deiner Wahrheit, und in der Meinen.

