HEAVEN #768 Nimm den gewissenhafteren Weg
NIMM DEN GEWISSENHAFTEREN WEG
Allzu oft denkst du vielleicht in Begriffen von Kosten, anstatt von Nutzen. Und somit denkst du in Begriffen der Angst, anstatt des Glückes. Und mithin hältst du dich selbst ab.
Wenn du eine Idee hast, was hast du mit ihr angestellt? Wie viele Ideen hast du aufgegeben?
Sobald du einen Impuls hast, brauchst du dich nicht getrieben zu fühlen, aber du kannst ihm einen Anlauf geben. Du kannst etwas probieren, was du bisher noch nicht versucht hast. Was hält dich deiner Vorstellung nach dort, wo du bist? Wo du bist, ist gut, aber Mir scheint es, dass du dich gerne in Bewegung setzen möchtest. Um dich zu bewegen, hast du einen Start zu machen. Rücke auf. Im Leben aufrücken ist wie eine Treppe hinauf springen. Du möchtest hinaufgehen, und deswegen machst du das. Du wartest nicht darauf, dass das Ende der Treppe zu dir herunter kommt. Du steigst hoch.
Unbesehen dessen, du befindest dich auf einer Rolltreppe, und sie führt nach oben. Wenn du dich allerdings in deine eigene Schwungkraft hinein lehnst, wird dein Aufstieg dynamischer, und er wird womöglich eine Überraschung für dich. Dein Leben öffnet sich wie eine Blume. Das Langerwartete erscheint jetzt.
Hast du nicht etliche Bestreben hin und her überdacht im Hinblick auf Gefahr, Risiko und Sicherheit? Und damit hast du dich weggedreht. Lasse dich nicht so leicht von etwas abbringen.
Zum Wenigsten, sofern du ein Bestreben ausprobiert hast, und dein Ansporn hat dich auf der Strecke verlassen, nun, das ist so, denn du hast es versucht, und du weißt darum, du hast es versucht. Du hattest den Ausgang nicht zu haben, den du angestrebt hast. Du hattest nicht die ganze Strecke zu laufen. Das Heranziehen eines Augenblicks, bevor er erlischt, galt es innezuhaben, denn du kannst in kein Rennen eintreten, nachdem es gelaufen worden ist.
Ich sage, ein wenig mehr Respekt für deine Impulse innezuhaben. Gib ihnen eine Chance. Sieh, wohin sie dich nehmen oder wohin nicht. Probiere das Leben ein wenig mehr aus. Wage dich hinaus. Der Kreis, den du rund um dich selbst gezogen hast, ist vielleicht nicht die Sicherheit, wie du es dir gedacht hast. Vielleicht befindest du dich jetzt in der Wildnis, und die Sicherheit liegt womöglich außerhalb der Linien, die du gezogen hast. Das Vertraute ist vertraut, doch das ist alles, was du über es sagen kannst.
Begrenzungen warten darauf, dass du sie durchbrichst. Wie lange warten sie und wie lange wartest du? Wartest du, oder betrittst du die Partie?
Du bist mutig genug. Du hast allerdings auf einen Horizont geschaut, der, wie du es gedacht hast, mit Gefahr befrachtet war. Die Wahrheit ist, es gibt kein Spießrutenlaufen, das du zu durchmessen hast, um das zu erreichen, was das Leben dir hinhält. Vielleicht ist alles, was du zu tun hast, hinausstrecken. Vielleicht warst du so geschäftig darin, mögliche Hemmnisse aufzuzählen, dass du vergessen hast, was jenseits von ihnen liegt. Wer wäre nicht zögerlich, wenn er all die Hemmnisse sähe, die du siehst? Du musst nicht dauernd auf Hindernisse schauen. Das ist nicht so weise, wie du es gedacht hast. Es ist so leicht, an alle Hindernisse zu denken, während du genauso leicht über sie hinaus denken kannst.
Zuweilen bist du dir nicht recht sicher, was es festzuhalten und was es los zu lassen gilt. Mache mit dem Loslassen jener Ängste den Anfang, die dich gefangen halten. Bejahe die Freiheit. Was für eine andere Sache, schlicht die Idee der Freiheit! Stelle dir vor, wann du die Freiheit selbst hast. Lasse dich nicht von der Gefahr packen. Lasse dich von Möglichkeiten packen. Dann bist du von der Vergangenheit und ihren Ängsten frei, die dich von dem Horizont vor dir abgehalten haben.
Etliches Denken legt deinen Ausdruckswunsch still. Etliches Denken öffnet ihn. Sei auf dem Ausschau nach einem Denken, das sich ausdehnt, das dich nicht umzäunt. Alle die Warum-nicht-dies-zu-tun legen dich still. Lasse deine eigenen Gedanken oder diejenigen Anderer dich nicht von mehr und von weiter, und von mehr und von umfassender abschneiden. Mache das Wort Mehr zu einem Refrain.
Derjenige Ratgeber ist rar, der dir sagt, aus den Grenzen auszubrechen. Doch Ich bin Derjenige.
Ich sage dir nicht, alles zu riskieren. Ich sage dir, dass du nichts riskierst.
Sei nicht spröde und textsicher.
Sei das beste Du. Das beste Du ist derjenige, der dir bereits zugestoßen ist zu sein. Wer du bist. Nimm den gewissenhafteren hohen Weg. Wage es, abzuweichen. Nimm eine neue Straße. Lasse dich durch deinen eigenen Pfad leiten.
Ich sage dir jetzt, so zwischen Uns - dir steht die offene Straße auf den Leib geschrieben.

