HEAVEN #756 Wonach jagst du?
WONACH JAGST DU?
Dein Leben ist in zahlreichen Strömen gemacht, um darin zu fischen. Manchmal hängst du derart viel in einem einzigen Strom des Lebens herum, dass du die anderen übersiehst, und dir selbst keinen Glauben schenkst. Manchmal legst du deine Aufmerksamkeit auf den einzigen Strom, der deinem Empfinden nach mangelhaft ist. Du erstrebst ihn mehr, weil er mangelhaft ist, als um seiner selbst willen. Manchmal bist du um des Erfolges der einen oder anderen Art halber derart aufgedreht, dass du vergisst, wer du bist, und was du hier auf dem Planeten tust. Der alleinige Strom des Lebens auf der Erde ist aus vielen Strömen, die zusammenlaufen, gemacht.
Alle Ströme sind schön. Genieße das Bad. Alle Ströme bewahren Schätze. Es gibt keinen Bedarf, ausschließlich nach einem einzigen Schatz zu tauchen. Wenn du geschäftlichen Erfolg oder Erfolg in der Karriere oder beim Geld als deinen hauptsächlichen oder einzigen Zweck erstrebst, versagst du dich womöglich dir selbst gegenüber. Manchmal bist du getrieben, unterdessen du der Einzige bist, um treibend zu sein.
Was motiviert dich? Und wieso hast du das Gefühl, du müsstest das verfolgen, was du verfolgst? Manchmal eilst du Straßen entlang, die dich in kurzen Abständen zum Stoppen bringen, und dennoch hast du das Gefühl, du müssest sie entlanggehen. Vielleicht sind es kurze Straßen, und sie gehen nicht weiter. Was ist es, was dich dazu bringt, dass du derart schnell rennst und hechelst?
Vielleicht hast du das Gefühl, du seist getrieben, dir selber etwas zu beweisen. Oder vielleicht hast du jemandem gegenüber etwas zu zeigen, was du tun kannst, was auch immer. Etwas, bei dem du das Gefühl hast, dass du es beweisen musst, ist ein roter Hering.
Dasjenige, was dich antreibt - ist es inwendig oder auswendig? Ist es eine Gepflogenheit? Oder hast du das Gefühl, du musst hinter etwas herrennen, und befürchtest du, dass es für dich etwas anderes, um dahinter herzurennen, nicht gibt?
Lasse dein erstes Ziel im Leben die Freude sein. Freude ist das Mittel, um alles zu erlangen. Nicht das Ringen.
Du kannst die gleichen Handlungen wie ein Anderer ausführen und nicht die gleichen Entlohnungen ernten. Kopierst du die Töne eines Anderen oder deine eigenen? Das Herz hinter der Handlung zählt. Lasse es dein eigenes Herz sein. Lasse dein eigenes Herz zum Vorschein kommen und genügend sein. Lasse es glücklich sein.
Ich sage euch nicht, euren Traum aufzugeben. Ich sage euch, sicherzugehen, dass es der eure ist. Oder er kann der Meine sein, genauso wie der eure. So oder so, ihr werdet Freude über alle Maßen haben. Sofern ihr euer Leben bemessen müsst, bemesst es in Freude und nicht in Leistung. Oder lasst die Freude eure Leistung sein.
Manchmal befindet ihr euch beim Rennen in eine einzelne Richtung, und ihr bemerkt, ihr seid auf einem Wagen einer Musikkapelle festgesetzt, und werdet entlang gezogen. Ihr könnt nicht richtig mithalten, und dennoch wisst ihr nicht so recht, wie ihr da runter kommt. Ihr wisst nicht, wie ihr da hoch gekommen seid oder warum, und gleichwohl rennt ihr immer noch in die gleiche Richtung, eure Füße brennen euch, aber euer Herz erlahmt. Es ist nicht so, dass ihr euer Herz dort einzubringen habt. Es ist so, dass ihr finden müsst, wo euer Herz ist.
Segelt nach euren eigenen Sternen und nicht nach denjenigen Anderer. Sonst tragt ihr eine Kleidung, die euch nicht ansteht, und ihr befindet euch auf einer Leerfahrt.
Ehrgeiz ist ein Geltungsbereich. Ihr seid mit ihm nicht verheiratet. Ihr könnt euren Ehrgeiz verwandeln. Ihr könnt ihn abliefern. Und ihr könnt euch ausruhen. Und ihr könnt es euch leicht machen.
Das Leben ist keine Beute, die ihr jagt. Du bist kein Windhund. Und es gibt kein Ziel, das du erreichen musst.
Vielleicht gehst du schneller, sobald du langsamer machst. Ganz bestimmt gehst du besser.
Lasse Freude dein Ziel sein. Gib ihr statt, bei dir anzulangen. Sammle sie ein. Hebe sie überall auf. Und lasse sie überall fallen. Dein Lustwandeln auf dem Pfad des Lebens ist von Belang. Dort wo du rennst, zählt nicht so viel, jedoch wohin du steuerst, das zählt.
Und somit muss Ich dich fragen: Wohin des Wegs?

