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HEAVEN #732 Für Jene, die zu viel übernehmen

FÜR JENE, DIE ZU VIEL ÜBERNEHMEN

Dieser Heavenletter ist nicht für Jeden gemeint. Er ist für Etliche bestimmt. Vielleicht wirst du dich selbst hier an dieser Stelle erkennen. Jedoch ist diese Botschaft vielleicht nicht für dich. Aber für etliche von euch.

Es gibt Leiden. Dein eigenes, und dasjenige eines Anderen. Das Leiden eines Anderen gehört ihm zu. „Gehören“ ist nicht das richtige Wort, weil Leiden niemandem gehört. Leiden ist etwas Hinzugefügtes. Wie auch immer, mache den Schmerz eines Anderen nicht zu dem deinen. Übernimm ihn nicht. Du erweist niemandem einen Dienst, indem du ihn übernimmst. Du erweist ihm einen schlechten Dienst.

Das bedeutet nicht, gegenüber dem Schmerz eines Anderen unempfindsam oder gleichgültig zu sein. Mache ihn bloß nicht zu deinem eigenen. Übernehme ihn nicht. Du kannst ein guter mitempfindender Mensch sein, ohne den Schmerz eines Anderen zu absorbieren. Du verringerst den seinen nicht. Du verdoppelst ihn, weil du ihn gleichfalls zu dem deinen gemacht hast.

Hilf dem Hungernden, aber das bedeutet nicht, selbst zu hungern. Hilf dem Kranken, aber nimm seine Krankheit nicht auf dich.

Wenn du den emotionalen Schmerz eines Anderen übernimmst, versuchst du, ihn an seiner Stelle zu lösen, unterdessen es ihm obliegt, ihn zu lösen. Du mischst dich ein. Du bringst dich in seinem Wachstum dazwischen. Du versuchst, deren Leben umzuordnen. Du sagst ihnen, was zu tun und wie es zu tun ist. Du übernimmst.

Womöglich mögen sie das und du magst das, früher oder später allerdings hast du dich der Musik zu stellen. Du hast bei dir eine Bombe versteckt. Du bist zu weit gegangen. Plötzlich findest du dich selbst verantwortlich und dennoch bist du es nicht. Anstatt dass sie in ihrem Leben vorankommen, sind sie in das deinige eingebettet. Du möchtest, dass ein Anderer vorankommt, aber er hat seine eigenen Bewegungen auszuführen. Komme du mit den deinen voran.

Die Tentakel des Schmerzes eines Anderen bringen keine Freundschaft zu Wege.

Sei ein echter Freund und schätze die Befähigung eines Anderen, das zu überragen, dem er sich gegenübersieht. Öfters ist es so - dem er sich gegenübersieht, ist seine Vergangenheit. Du kannst sie für ihn nicht umbrechen. Er muss aus seiner Vergangenheit herauskommen, und du hilfst ihm dabei nicht mit Bemitleidung, nicht indem du mit der Zunge schnalzt, und nicht damit, auf seiner Seite wie verrückt herum zu flitzen.

Weil jemand eine schlimme Kindheit hatte, stehst du deswegen bei ihnen in der Schuld? Weil jemand Striemen auf dem Rücken hat, musst du dann ebenfalls in deinen Rücken schneiden? Musst du ihren Schmerz an den deinen leimen? Du kannst nicht der Retter eines Anderen sein.

Manchmal freilich möchtest du dich lieber den Problemen eines Anderen gegenübersehen als deinen eigenen.

Manchmal stellen etliche unter euch, keinesfalls alle, dein eigenes Leben bloß. Du machst sozusagen ein anderes Individuum zu deinem Leben, zu deiner Berufung, zu deinem Hobby. Und du hast vergessen, dein eigenes Leben und deinen Ort im Kosmos zu schätzen.

Du bist nicht hier, um bei einem Anderen eine gründliche Veränderung durchzuführen. Du bist nicht hier, um ihr Leben auf Kosten des deinen zu bergen.

Christus hat nicht den Schmerz der Anderen übernommen. Er sah über ihren Schmerz hinaus, und das auch musst du. Er tilgte den Schmerz nicht. Er sah mit Meinen Augen die Wahrheit, die existierte. Er sah Gesundheit und loderndes Licht. Er vergrößerte das Licht im Anderen. Er verlieh ihrem Licht Glaubwürdigkeit, und nicht ihrer Unbeständigkeit. Christus übernahm nicht jemandes Bürde. Er ehrte ihn, und damit half er ihm.

Du hilfst einem Anderen wahrhaft, sobald es deine Freude ist. Du hilfst einem Anderen nicht, sobald es dein Schmerz ist.

Liebe ist nicht schmerzlich. Geben ist nicht schmerzlich. Wenn Lieben und Geben Schmerz verursachen, ist, was du tust, weniger als Liebe und weniger als Geben. Zu viel Geben ist nicht Geben. Es ist in Abrede stellen.

Du bist hier, um deinen Weg zur Freude zu finden.

Weite deine Sicht aus.

Heilige litten nicht. Sie waren nicht von der Gnade des Schmerzes eines Anderen abhängig.

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ja. Beginne mit: dich selbst lieben.