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HEAVEN #729 Wie hoch ist der Himmel?

WIE HOCH IST DER HIMMEL?

Etwas Wichtiges geht vor, aber du kannst es nicht genau ausmachen. Was du nicht genau ausmachen kannst - das ist dein Wachstum. Was du ausmachen kannst, das hast du bereits in dich aufgenommen. Das was du nicht ausmachen kannst, ist etwas, was empordringt, etwas was dir soeben um die Ecke herum ins Gesichtsfeld gerät. Es ist am Horizont, noch nicht so recht zu unterscheiden, und dennoch streckst du dich nach ihm aus.

Freue dich über das, was du noch nicht so richtig ergreifen kannst, denn es ist die Weite. Das, was du noch nicht in deiner Hand hast, lässt dich erkennen, dass es da Mehr gibt. Du magst ja diese Spalte Konfusion nennen. Sofern es ein Mahlstrom ist, ist es ein Mahlstrom von Partikeln des Lichts. Ein neuer Stern erscheint, und er wartet darauf, dass du ihn ergreifst.

Du sehnst dich danach, dich niederzulassen. Du wärest gerne ein Siedler, bist eingezogen, bleibst an einer Stelle, aber du bekommst heraus, dass du ein Pionier bist, einer, der sich immer in ein neues Territorium begibt. Aber, ah, ist es das Territorium, das neu ist, oder bist du es, der die noch nicht entdeckte Ebene ist? Bist du, du, der du der Entdecker bist, auch die Entdeckung? Bist du der Reisende oder bist du auch die Reise und der gesamte Weg dabei? Was suchst du zu entdecken, und wer sucht es? Vielleicht sucht es dich.

Attraktion ist wechselseitig. Die ganze Pracht des Lebens sucht dich, und du tastest nach ihm herum, denn das stellt eine Art und Weise des Suchens dar. Das ist gut so. Du grabscht. Auf diese Weise wirst du etwas finden. Du wirst das Licht finden.

Ich suche dich, und du suchst Mich. Wir sind Sucher voneinander. Wir suchen die Anerkenntnis voneinander. Wir suchen das, was Wir bereits haben, indes nicht besitzen. Ich habe Mein volles Gewahrsein von dir inne, aber Ich suche aufs Emsigste dein Gewahrsein von Mir. Ich habe dich wohlgeborgen direkt neben mir an Meinem Herzen, indessen du noch nicht richtig weißt, wo du bist. Und demnach suchst du deinen Ort im Leben. Du suchst, eingesessen zu werden, und dennoch hast du dieses Grübchen an Gewahrsein, dass du schweben musst.

Du bereitest dich auf den Flug vor. Du bereitest dich auf Sprünge des Bewusstseins vor. Du schwingst dich über Masten, und jedes Mal kommst du höher. Den Himmeln sind keine Grenzen, so wie es auch für dich keine Grenze gibt. So weit das Auge sehen kann, es ist überhaupt nicht weit. Komme näher, und du wirst anheben, über den Horizont zu sehen. Lehne dich ein bisschen hinüber. Mach dir keine Sorgen, du wirst nicht fallen. Du kannst nur emporsteigen.

Dass es keine Richtung außer nach oben gibt, bedeutet nicht, dass du dich unten befindest. Du bist weit oben, als du gestartet hast, und du kannst niemals nach unten gehen, denn dein Bewusstsein ist dir eigen. Du bist ein Seemann auf den Himmlischen Meeren. Zu Land oder zur See, du bist ein Seefahrer, ein Segler. Du schaust nicht so richtig zur Küste hin. Du suchst nicht nach einer sicheren Bucht. Du schaust nicht zum Land hin, obschon du im Blick hast, niederzugehen. Du suchst nach den Hohen Meeren, um darauf zu segeln, denn dort bist du Zuhause.

Du schaukelst auf den Wellen des Lebens, und du erhebst dich über sie desgleichen.

Für dich gibt es keine gerade Linie. In der Natur gibt es bloß Krümmungen, und du bist ein Teil der Natur. Die Erde ist rund, ist zuguterletzt rund. Überall wo du bist, bist du genauso nahe am Zentrum. Du bist sehr nahe am Herzen des Lebens. Es kann dir nicht entkommen. Du hörst seinen Puls. Es pulsiert dich in Wellen. Die Wellen regen dich. Aber du kannst dich nicht an den Wellen festhalten.

Indes halte Ich dich, und Ich halte dich hoch.