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HEAVEN #723 Erinnern und Vergessen

ERINNERN UND VERGESSEN

Ich spreche oft mit dir über das Loslassen der Vergangenheit. Loslassen ist mit Vergessen verwandt. Zum Mindesten ist Loslassen etwas von der Vergangenheit zur Seite legen. Einen Gutteil des Restes der Zeit spreche Ich mit dir über das Erinnern.

Was du vergisst, ist unwichtig. Du brauchst es nicht bei dir zu behalten. Du brauchst keine große Menge Informationen mit dir herumzutragen. Damit stopfst du deinen Kopf voll. Ich rate dir, ihn aufzuräumen. Nimm eine Menge Vergessen vor. Lasse Fakten und große Haufen des Wissens los, denn es verwirrt deine Arterien.

Unerlässlich zu erinnern ist Unsere Verbundenheit. Ja, erinnere dich Meiner. Erinnere dich Meiner Existenz. Erinnere dich Meiner Präsenz bei dir. Dich Meiner erinnern reinigt deine Adern. Du wirst klarer-denkend. Du kannst dich nicht an alles erinnern und klar-denkend sein.

Du kannst deinen Schrank nicht bis Oberkante vollpacken und ihn aufgeräumt halten. Du wirst dich durch einen vollgestopften Schrank hindurch zu hamstern haben, bevor du findest, was du suchst. Immer und immer wieder. Jedes Mal. Das gleiche bei deinem Kühlschrank. Du hast Dingen Bewegung zu verschaffen, um zu finden, was du möchtest, oder gar um zu sehen, was du hast. Behalte nur wenige Dinge, nicht alles. Dann kannst du sehen.

Und so ist es gut, dass du deine Pfade in deinem Geist sauber hältst.

Lange Zeit deines Lebens wurdest du darin unterwiesen, dich dieser und jener Sache zu erinnern. Nun sage Ich dir, zu vergessen. All die Leckerbissen des Wissens, die du hast, es ist in Ordnung, sie zu vergessen. Dein Leben ist keine Quizshow. Genauso wenig ist es eine Gerichtsverhandlung. Du brauchst kein Zeugnis für deine Existenz oder für deinen Wert herbeibringen. Fakten und Einzelheiten sind bloß Fakten und Einzelheiten, und sie stellen nicht das dar, woraus du gemacht bist, und sie stellen nicht das dar, wofür du gemacht bist.

Dich Meiner entsinnen ist deinen Pfad säubern. Dich Meiner entsinnen ist eine Schneeschaufel. Dich Meiner entsinnen beseitigt den Schutt.

Also, wiewohl Ich sage: „Entsinne dich Meiner“, ist das nicht genau das, was Ich meine. Ich kenne in deiner Sprache kein Wort dafür, was Ich meine. Ja, es ist gut, einen Gedanken an Mich zu haben, aber Ich meine keinen Gedanken alleine.

Was Ich sagen möchte, ist womöglich: „Nimm eine Anerkenntnis von Mir ein.“

„Wende dich Mir zu.“

„Denke mit deinem Herzen an Mich.“

„Suche nach Mir.“

„Schau, wie nahe Ich bin.“

„Schau dich nach Mir in einer Menge um.“

„Halte, Tag und Nacht, Ausschau nach Mir.“

„Sei klar damit, dich näher an Mich zu begeben.“

„Erwarte Mich.“

„Mache dich selbst wieder mit Mir bekannt.“

„Heiße Mich willkommen.“

„Begleite Mich.“

„Halte unsere Verabredung ein.“

Ich meine alldas, wenn Ich sage, dich Meiner zu erinnern. Demnach siehst du, Ich meine im Eigentlichen nicht, in deinem Kopf Gedanken an Mich zu halten. Ich meine eigentlich, indes Meiner eingedenk zu sein. Besinne dich selbst Unseres ewigen Bestands.

Meine Ich auch, Mich zu lieben? Liebe ist kein Befehl, den Ich erteile. Genauso wenig eine Anweisung. Mich anerkennen ist genug. Selbstverständlich kannst du Liebe nicht von Anerkennung trennen. Jedes Mal wenn du Mich entdeckst, eilt die Liebe herein, Liebe begegnet Liebe, Liebe plumpst in sich selbst, Liebe quillt über, Liebe um ihrer selbst halber, Liebe aus Anlass für Liebe, Liebe am Hüpfen, schlafende Liebe, die aufwacht, sodass sie sich selbst überall sehen kann.

Wir begegnen uns einander jetzt soeben in diesem Augenblick. Unsere Herzen berühren sich. Wo befinden sich deine Gedanken jetzt? Unsere Unverzüglichkeit der Liebe lässt nicht viel Raum für Gedanken. Wer möchte in Meiner Umarmung denken? Welche Einkaufsliste ist wohl in deinem Sinn, während Wir in Unserer Liebe füreinander eingetaucht sind? Was etwa kann weggelassen werden? Was gibt es außer Uns auf der Erde, um sich daran zu erinnern?