HEAVEN #721 Gott weiß
GOTT WEISS
Versuche Folgendes: Wenn du morgens aufwachst, dann sage zu dir selbst: „Gott schaut sich jetzt soeben nach mir um. Gott schaut sich immer nach mir um.“
Erinnere dich im Laufe des Tages an diese Worte, und lasse sie durch dich laufen. Sie sind ein entschieden stärkerer Wachmacher als Kaffee. Sie sind weitaus nahrhafter als Krapfen.
Wenn du abends zu Bett gehst, ruhe in jenen Worten. Lasse sie die Decke sein, die dich zudeckt. Lasse sie dich einpacken. Nimm diese Worte, und sie werden dir förderlicher sein als alle Schlafmittel. Oder als alle Schmerzmittel, die du nehmen kannst. Das Angedenken, das Mir in deinem höchsten Interesse am Herzen liegt, ist eine Multi-Vitamin-Tablette, und Mineralien dazuhin.
Wenn du abends zu Bett gehst, ja, erinnere dich, du gehst zu Bett zu mehr als zum Schlafen. Du gehst zu Bett, um in Meinen Armen zu ruhen. Was anderes als das kannst du tun, während du abends deinen Kopf niederlegst. Diejenigen, die es schwer haben, einzuschlafen, fürchten womöglich ihre Gedanken, ersetzt sie demnach durch die Gedanken, die Ich euch gebe. Die Angst davor, welche Gedanken euch überkommen, beruht auf der tieferen Angst davor, vermeintliche Kontrolle los zu lassen. Kontrolle los lassen ist das gleiche wie in Meinen Armen ruhen. Es ist nichts mehr als das. Wieso sollte jemand Angst haben oder zögern, in Meinen Armen der Liebe zu ruhen? Und erinnere dich dessen, während du aufwachst, du bist nach wie vor in den gleichen Armen der Liebe.
Kontrolle los lassen ist deine Arme zum Himmel hochheben und dich nach den Meinen ausstrecken. Kontrolle los lassen ist Kontrolle (eingebildete) gegen Zutrauen (echtes) eintauschen. Habe Zutrauen in Mich. Falls nicht Zutrauen, dann habe die Vorstellung, dass du stets in Meinem Herzen und Sinn weilst. Ganz bestimmt ist es so, du bist nie außerhalb von ihnen.
Anstatt zu Mir zu beten, dass Ich deine Seele bewahre, wisse, dass Ich eben das tue, und dass Ich das ohne Versagen und ohne erinnert zu werden zu müssen, tue. Du bist derjenige, der erinnert zu werden braucht. Ich möchte sagen, ja, in völliger Korrektheit sagen, du bist derjenige, der erinnert zu werden braucht, dass du dich entschließt, dein Schicksal mit Mir zu teilen. Es gibt sonst niemanden, mit dem du dein Schicksal teilen könntest, außer du ziehst es vor, dem Aufruhr vor dem Frieden den Vorzug zu geben.
Ich bin alles was ist. Das sollte ein ermunternder Gedanke, kein Angst machender Gedanke sein. Außer Mir, was gibt es sonst, um sich darauf zu verlassen? Die Schwächen der Welt?
Auf Mich vertrauen ist nicht mehr als wissen was ist.
Ich bin in deinem Leben ein permanentes, fest eingebautes Teil, so wie du in dem Meinigen. Wir sind unwiderruflich einander anvertraut. Ich bin dir zur Verwahrung anvertraut, so wie du der Meinen. Du ruhst in Mir, und Ich ruhe in dir. Anders kann es nicht sein. Wer wollte es anders haben? Kannst du an etwas denken, was du demgegenüber vorziehen möchtest?
Die ganze Zeit über hast du gesagt, dass du dir, wenn du Gott wärest, eine andere Welt ausdenken würdest. Gestehe dir das ein. Du hast Vorstellungen darüber, was du hinzutun, und was du wegnehmen würdest, worauf allerdings beruhen deine Ideen? Auf momentanen Ängsten, auf Kummer, auf Wünschen; das allerdings ist nicht genug, um darauf eine Welt zu errichten. Vielleicht würdest du dir eine aufgebahrte Welt ausdenken, eine ohne Ungewissheit, völlig auskartiert, keine irrigen Wendungen, eine voller Blumen, ein leichtes Leben, Freude und nie Schmerz, Gesundheit und nie Krankheit, Wahrheit und nie Irrtum, einzig Leben, nie Tod. Das ist die Welt, die Ich zeichnete, aber du hast sie nicht so gesehen.
Du würdest eine Welt ohne Schmutz aufzeichnen, so dass du nie zu putzen hast, worin allerdings würde die Nahrung wachsen? In welchem Boden würden bloß Blumen wachsen? Und das Gute, was Unkräuter ausrichten, was würde sie in deinem Plan ersetzen? Sage Mir, wie weit vermag eingedämmtes Denken dich zu nehmen?
Demnach also, Ich erinnere dich daran, dass Ich Mich in jeder Minute nach dir umsehe, und, Ich weiß, was Ich tue.

