HEAVEN #617 Glücklichsein ist eine Entscheidung
GLÜCKLICHSEIN IST EINE ENTSCHEIDUNG
Sieh die Menschen, die zu dir kommen, wie Blumen, die zu ihrer vorbestimmten Zeit aufblühen. Werimmer vor dir in Erscheinung tritt, ist eine besondere Blume, an dich gesandt zu einem bestimmten Moment des Raumes oder der Zeit – oder, vielleicht, bist du die Blume, die einem Anderen gesandt wird. Wer immer in dein Leben hineinschneit, er sollte so hineinschneien. Und wo immer du bist, da sollst du sein.
Ziehe deine Füße nicht hinter dir her oder kicke nicht. Widersetze dich nicht. Es muss nicht die Blume sein, die du gerne gepflückt hättest.
Alles, was zu dir kommt, ist ein Segen. Gleich wie ummantelt oder verborgen, es ist eine Segnung. Dein Widerstand hält den Segen weg.
Du meinst, für Mich sei das einfach zu sagen, denn Ich sei im Gegensatz zu dir nicht zu verletzen. Schmerz ist kein Indikator für Wahrheit. Es ist kein Adel, dass es schmerzt. Im Schmerzenhaben liegt kein Verdienst. Das Ausmaß deines Leidens ist schier das Ausmaß deiner Unkenntnis.
Du wunderst dich – wie kann jemand in einem Kerker angekettet sein und nicht leiden?
Ich entgegne – wie kann jemand in einem Palast leben und nicht glücklich sein?
Und du bist der Palast.
Gegebenheiten sind nicht der Parameter von dir. Doch bestehst du darauf, dass sie es sind. Du sagst immer und immer wieder – wie kann jemand unter diesem oder jenem Umstand glücklich sein?
Sogar bei den sogenannten schweren Zeiten, wenn du so zurückblickst, siehst du ihre angenehmen Seiten. Und du vermisst diese Süße. Worauf allerdings lag deine Aufmerksamkeit, als du in jene Zeit verwickelt warst?
Wann hast du angefangen, das Leben derart ernst zu nehmen? Wann wurden Ausgänge und Umstände zum Argument von allem und jedem? Wann hast du beschieden, dich von der Freude weg zu begeben?
Glücklichsein ist eine Entscheidung, die du fällst. Sie kommt nicht insgesamt wohlverpackt zu dir. Welche Entscheidung hast du getroffen? Was waren deine Gedanken?
Vielleicht bist du schlecht behandelt worden und du kannst das nicht los lassen. Falls das der Fall ist, hast du Schlechtbehandlung zu deinem Meister werden lassen. Vielleicht hast du vergessen, dass du der Herausgeber deiner Gedanken bist. Ändere deine Gedanken. Löse dieses Bild von dir selbst als einem still-leidenden, unterbewerteten Partner im Leben auf. Ändere die Zeichnungen deiner selbst. Hole dir neue Kreiden. Hole dir neues Papier.
Folge dem Bild, das Ich dir gab. Sogar dann, wenn du es nicht ganz glaubst, glaube es, folge ihm trotzdem. Auf diese Weise wirst du so groß wie die Welt. Sei eingedenk, wohinimmer du gehst, Ich gehe dir nach. Oder Ich führe an. Du befindest dich in hoher Gesellschaft. Du bist auf Erden eine Persönlichkeit. Du bist kein Eindringling. Du gehörst hierher. Du gehörst mit vollem Recht hierher.
Dieses Leben ist kein Urteil, das du absitzt. Auf der Erde sind deine Ferien, allerdings genießt du deine Ferien nicht dauernd. Genieße sie. Genieße die Strecke, auf der du dich soeben befindest. Auf diese Weise wirst du die nächste Route deutlicher genießen.
Sicher, es gibt Kehren und Wenden in der Straße. Was aber haben sie mit dir zu tun? Die Art und Weise, wie du sie durchläufst, haben mit dir zu tun. Du bist kein Aufständischer. Du bist kein Schlepper. Du kehrst nicht um. Du gehst voran. Du bist ein Vertreter Gottes. Daran musst du dich erinnern.
Du bist von kleinen Kindern umringt. All die Erwachsenen um dich herum sind kleine Kinder. Und sie schauen auf dich. Sie kopieren dich. Ihr seid alle Nachahmende.
Heute jedoch wirst du du selbst. Heute bist du weise und groß. Heute legst du alle Verkleidungen ab. Sobald du das tust, ist die Welt ungetarnt.
Ihr seid alle schlichte Leute.
Ihr seid keine Ausflucht.
Ihr seid keine Gaukler.Weder verhängt ihr etwas, noch seid ihr überstülpt.
Ihr seid Geber der Liebe, während ihr das Leben auf Erden lebt – und danach. Euer Geben ist über alle Maßen. Das ist das Leben, das ihr führt. Das Leben leben, so, als wäre es nur für euch, ist ein Mythos. Der Gehalt eures Lebens ist Liebe, die ihr in eurer Wirbelschleppe hinterlasst. Liebe ist zuvorderst. Alles weitere ist sekundär.

