HEAVEN #614 Himmel
HIMMEL
Du hast von Nahtoderlebnissen gehört, und wie schön sie sind, doch brauchst du nicht auf den Tod des Körpers zu warten, um etwas mehr davon flüchtig zu sehen zu bekommen, wonach du so verzweifelt lechzt. Genauso wenig hast es einfach zu glauben, denn Glauben ist ein schwacher Ersatz für Tatsächlichkeit.
Ich biete dir jetzt den Himmel an, nicht so eine Art Attrappe, nicht eine Art Fantasiewelt, nicht eine Art Kutsche, die dich unentwegt fortbringt, sondern die reale Sache. Inwendig in dir 'all is included'. Der Himmel ist bereits ein Teil von dir, du hast ihn bloß verächtlich abgetan. Du hast die Anerkenntnis von ihm fortgescheucht, aus Angst, dass du als Tor dastehst, oder dass du zu einem Verrückten würdest. Doch ist es Torheit, die Existenz des Himmels, und, noch mehr als das, seine Existenz inwendig in dir, nicht anzuerkennen.
Der Himmel ist wo Ich bin. Sobald dein Herz bei Mir gerührt ist, hast du einen Hinweis auf den Himmel. Jedoch hast du zumeist keinen Deut, ganz zu schweigen von Hoffnung, dass der Himmel dir innewohnend ist. Indes ist der Himmel jetzt verfügbar.
Du weißt, der Himmel ist kein physischer Ort. Was demnach ist er dann? Er ist etwas, was auf dich zukommt. In diesem Sinne nimmt er Platz ein. Nichts nimmt außerhalb von dir Platz ein. Du bist der Interpret dessen, was rund um dich vor sich geht. Du nimmst das Leben hinein, so, wie du eine Hilfe zum Kuchendekorieren in Anspruch nimmst, die den Tortenguss überzieht und ihn in unterschiedlichen Formen verteilt. Stecke den Himmelsformer hinein, und du hast den Himmel, du hast ihn, für dich herausgeschnitten.
Keine zwei Menschen erleben das gleiche Vorkommnis genau gleich. Deine Reflektion wiedererschafft die Ereignisse. Du hältst sozusagen das Ereignis in deiner Hand, und du siehst ein Stück Kohle, oder du siehst einen Diamanten oder jegliche weitere Möglichkeiten dazwischen.
Das Leben ist das, was du sagst, dass es es sei. Das Leben ist das, was dein Geist sagt, dass es es sei. Sein Wert ist, was du sagst, dass er es sei. Deine Erfahrung ist deine Interpretation deiner Erfahrung.
Drehe dein Auge des Denkens immer geringfügig herum. Das ist ein fast nicht wahrnehmbares Herumdrehen im Winkel, aus dem heraus du siehst.
Wenn du zur Zeit in deinem Leben nicht alle Vorkommnisse magst, dann lege andersartige Linsen ein und sieh von einem anderen Winkel her. Entsinne dich, das ist kein Austricksen deiner selbst. Sofern du Minderes als den Himmel gesehen hast, war das ein Trick. Das war DER Trick deines Geistes.
Was hast du für dich festgesetzt, zu sehen?
Warst du der Angeschmierte deiner Gedanken?
Du drehst die Welt. Du drehst sie bloß an einem einzigen Finger des Denkens herum. Nimm nun den Himmel in deine andere Hand, und halte ihn in deinem Handinneren.
Tritt jetzt in den Himmel ein.
Du hattest die ganze Zeit über Winke auf den Himmel. Du hast ihn gesehen. Du hast ihn erlebt. Aber du hast dich nicht auf ihm angesiedelt. Siedle dich eine Weile auf ihm an.
Wie wenn du Hunger hast, dein Geist erschafft einen Apfel. Bevor du aufstehst und wegen ihm zum Kühlschrank gehst, kannst du ihn einfach kosten und seinen Saft spüren, wie er dein Kinn hinunterläuft. Mmmmmmm!
Genauso, manifestiere zuerst den Himmel in deinem Geist. Fange an, ihn zu kosten. Male ihn dir aus. Male dir das Leben auf der Erde mit einer derartig unausdrückbaren Freude aus, dass du dich kaum zurückhalten kannst. Schau dir an, welche andersartigen Gedanken du haben wirst, und was deine Gedanken weihen werden.
Du hattest keine Vorfreuden auf den Himmel, oder doch? Warum nicht?
Nun ist es an der Zeit, dass du den Himmel auskostest. Der Himmel ist innewohnend. Bekomme des Himmels halber deine Säfte zum Fließen.

