HEAVEN #612 Die Pracht der Schöpfung
DIE PRACHT DER SCHÖPFUNG
Die Vollheit der Sonne ist Herrlichkeit. Gewisse Crescendi in der Musik sind Herrlichkeit. Gewisse Gesichter singen dir Herrlichkeit. Gewisse Gemälde. Was du spürst, während die Schöpfung zu dir spricht, ist die Herrlichkeit der Schöpfung selbst.
Das Wort „Herrlichkeit“ wurde mit Ruhm in Beziehung gesetzt, jedoch hat wahre Herrlichkeit mit Ruhm nichts zu tun. Ruhm stammt zum Großteil aus der Welt, und Herrlichkeit ist, sobald du über die Welt hinaus gehst.
In jenen Augenblicken, wann dir ein Sonnenaufgang dein Herz stiehlt, oder wann Musik deine Seele gefangen setzt, oder wann ein Kind mit solch einem Zutrauen zu dir hochschaut, dass dein Herz schmilzt, oder wann dir ein herrliches Menschenseinswesen etwas sagt, was dich erkennen lässt, es gibt einen wundervollen Gott, und dass Er dein Wohltäter ist, dass du Seine Pracht hier auf Erden bist, dass du dich auf der Schwelle zu etwas Gloriosem befindest – in jenen Augenblicken der reinen Kunst des Lebens bist du im Augenblick.
Einen Moment lang bist du aus der Zeit und dem Raum herausgetreten. Er war direkt da, unvermittelt, jener Moment. Es gab nichts, außer ihn selbst. Für einen Bruchteil einer Sekunde erkanntest du die Ewigkeit und erkanntest du den Himmel. Du sprangst zum Himmel. Du wurdest teleportiert. Du hast dich selbst teleportiert.
Zu jenem Zeitpunkt hieltest du den Himmel in deiner Hand. Das verwendete überhaupt keine Zeit. Nichts hatte zu geschehen, mit Ausnahme deines Gewahrseins. Der Himmel war immerzu in deiner Hand. Er ist immer da, du hattest ihn schier zu bemerken. Etwas im Universum entfachte deine Kenntnisnahme, und du sahst, wo du warst.
Es ist schwer, ohne diesen Funken an Wissen weiterzumachen. Und du möchtest mehr von ihm. Und wie du das möchtest!
Du kannst deinen Eintritt hier nicht erzwingen. Der Himmel erscheint deinem Gewahrsein von selbst. Er wird kommen, als ob er das aus sich selbst heraus tut, indes kannst du dafür bereit sein. Du kannst es im Sinn haben. Du kannst nach Anzeichen davon Ausschau halten. Du hast viel von dir damit verbracht, nach Katastrophen Ausschau zu halten. Nunmehr schaust du danach, was du erstrebst und was dich erstrebt.
Du wirst zu einem geduldigen Erforscher des Universums. Du hast keine Terminsetzung. Du hast keine zeitliche Beschränkung. Klar, sobald du in die Zeitlosigkeit eintrittst, hast du keine Uhr mit Minuten oder Stunden, oder keinen Kalender mit Tagen, Wochen oder Jahren, nicht einmal mit Äonen, da in der Unendlichkeit Äonen nicht existieren, genauso wenig wie Minuten existieren. In der Zeitlosigkeit segelst du auf den hohen Meeren in einem segellosen Schiff auf dem wellenlosen Raum. Nichts als Glorie existiert. Es gibt keine Nicht-Herrlichkeit.
Es ist nicht so, dass du dich auf die Herrlichkeit zu stürzen hast. Sie zu sein widerfährt dir. Du bist sie bereits. Du bist derart in ihr eingetaucht, dass du sie nicht siehst.
Es kommt dem gleich: Du musst nicht wissen, dass du rote Haare hast, um Rothaariger zu sein. Du kannst farbenblind sein, das aber ändert die Farbe nicht.
Das ist der ganze Punkt dabei. Du bist Herrlichkeit. Du bist nicht glorien-los. Du wirst dir dessen so nicht gewahr. Dein Glaube ist nicht derart. Du hast Kränkungen leichter geglaubt als der Wahrheit. Ja, wirklich, du zollst Zurücksetzungen Aufmerksamkeit. In Wahrheit ist Herrlichkeit affrontlos. Und du bist Herrlichkeit. Du bist Meine Herrlichkeit. Glaube es, du bist Meine Schöpfung. Du bist nicht deine eigene Schöpfung. Du hast indes an deine eigenen Ausfertigungen geglaubt.
Es gibt nichts, was aus dir zu machen ist, als das, was du bist. Die Wahrheit von dir kann nicht aufgebessert werden. Die Unwahrheit, die um dich herum verwoben ist, kann weggerissen werden. Du musst sie wegreißen.
Erhebe dich zu deiner vollen Statur. Anerkenne das Staunenserregende der Schöpfung, und, dass du ein Teil von ihr bist. Kein kleiner Teil, sondern ein lebenseinschneidender Teil. Du bist kein Knoten in der Schöpfung. Du bist ihr Gipfel. Alles ist inwendig in dir inbegriffen.
Beginne deinen Aufstieg. Fahre im Aufzug deiner Wissendhaftigkeit hoch. Du fährst bis zur Spitze. Du gehst auf den niederen Stockwerken nicht mehr raus. Du bist nicht mehr verschollen. Du weißt genau, wohin du gehst, und du weißt genau, woher du bist, und du weißt genau, dass es keine Höhe gibt, zu der du dich nicht zu erheben vermagst. Du bist ein höchstes Wesen. Du bist wert, Mein Kind zu sein, und dem kannst du nicht entkommen. Keiner von euch. Bejahe nunmehr deinen Wert. Ehre Mich mit der Akzeptanz deines Wertes.

