HEAVEN #580 Andere Menschen kümmern sich auch
ANDERE MENSCHEN KÜMMERN SICH AUCH
Wenn du dich durch den Willen anderer Menschen bombardiert fühlst, wenn du dich abgelehnt oder beiseite gelassen fühlst, dann ist das ein Signal, dich ein wenig zurückzusetzen, dich in eine gewisse Distanz zu dem Aufruhr zu begeben, und bei Mir zu bleiben. Was sonst kannst du tun?
Wenn du in der Welt kämpfst, bekämpfst du imaginäre Gegner. Weil jemand etwas anders als du sieht und denkt, denkst du, sie würden sich dir entgegenstellen, und dass es deswegen etwas gebe, dem du dich entgegenzustellen habest.
Zwei verschiedene Wege des Sehens und Denkens müssen nicht zwei Züge sein, die drauf und dran sind zusammenzustoßen.
Alle Dinge haben eine Art und Weise, sich zu beruhigen. Du hast das zur Ruhe kommen Lassen nicht persönlich auszuführen. Du brauchst nicht der Arrangeur der Ereignisse oder der Befrieder der Dispute sein. Du musst dich nicht auseinandersetzen. Du hast nicht die eine oder die andere Seite einzunehmen. Du musst nicht zum Gericht gehen.
Du hast deinen Gesichtspunkt, ein anderer den seinen. Jeder hat, aus seiner eigenen Perspektive heraus, recht.
Respektiere die seine. Du musst nicht mit ihr einhergehen. Du kannst ihm seinen eigenen Gesichtspunkt belassen, genauso, wie du es möchtest, dass dir der deine belassen bleibt.
Was aber tust du, wenn es eine Entscheidung zu treffen gilt, und dabei kein Einvernehmen herrscht? Zunächst, verabschiede die Idee, dass einer von euch zu gewinnen und ein anderer zu verlieren hat. Ihr müsst nicht einmal zu einem Übereinkommen gelangen. Wer sagte so etwas?
Hin und wieder siehst du, durch deutlicheres Zuhören und Hinschauen, dass eine Entscheidung bereits getroffen worden war. Deine Auseinandersetzungen sind schier eine Art herauszufinden, was bereits geschehen ist. Du hellst den Nebel auf. Die Frage lautet nicht: Wohin gehst du von hier aus? Die Frage lautet: Wo bist du soeben?
Manchmal ist dasjenige, was deines Erachtens vonstatten geht, keinesfalls was vonstatten geht.
Denke darüber nach, dass Auseinandersetzungen im Leben wie das Ordnen eines Schranks sind. Du kommst dahinter, was sich alles in ihm befindet. Einige Sachen lässt du draußen. Einige behältst du. Vielleicht magst du diese Arbeit nicht gerne tun. Aber du betrauerst sie nicht, sobald sie einmal getan ist. Du bist froh, dass der Schrank aussortiert, dass er aufgeräumt und in Ordnung gebracht ist, und dass du nun weißt, wo alles ist.
Wie können gute Menschen so verschiedenartig sehen?
Du kannst den Sinn eines Menschen nicht ändern. Aber Sinne wandeln sich.
Bleibe bei dem, was wahr ist, und lasse los, was nicht wahr ist.
Die Wahrheit wird aus sich heraus in Erscheinung treten.
Wann denn wirst du glauben, dass alles gut ist?
Du hast das Leben nicht in Form zu peitschen.
Du bist ein Beobachter.
Sieh dir an, von wo Ich bin.
Du wirst segenbringend sein.
Du wirst die Weite sehen.
Du wirst erkennen, du bist die Weite.
Du wirst das Ausmaß von dir erkennen.
Du hast nur die Seiten eines Buches durchgeblättert. Du wirst bei keiner Seite entrüstet. Du reißt sie nicht heraus. Du blätterst nur über sie hinweg. Vielleicht magst du ein ganzes Kapitel nicht. Allerdings wird es zu einem ganz anderen Kapitel, sobald du zum nächsten übergehst.
Alle schmerzlichen Debatten handeln eigentlich von der Vergangenheit. Es gäbe keinen Dissens, wäre die Vergangenheit nicht involviert. Falls nicht um der Vergangenheit willen, deine Emotionen ließen dich nicht so zerlumpt daherlaufen.
Also, schließt nun mit dem Leben Freundschaft. Liebt es, dass andere Menschen sich ebenfalls kümmern, wiewohl sie sich um andere Dinge als du kümmern.
Freue dich daran, dass Andere mit dir durch den Wald gehen, obwohl eure Wege auseinander laufen. Was von Belang ist, das bleibt. Was nicht zu Buche schlägt, das geht ab.
Die Sonne geht auf. Die Vögel singen.
Heiße die Ankunft des Lebens Willkommen.

