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HEAVEN #535 Glauben, in aller Unschuld

GLAUBEN, IN ALLER UNSCHULD

Glauben ist kein Erfordernis. Du brauchst keinen Glauben, um Zugang zu Mir zu haben. Glaube ist etwas, was hinter der Erfahrung kommt. Er ist kein Vorreiter von ihr.

Ich sage hier, du hast nicht an Mich zu glauben, bevor du Mich kennst.

Allerdings, du bedarfst der Unschuld. Sofern Mangel an Unschuld aus vorgefassten Ideen besteht, dann ist Unschuld erforderlich, nicht Glauben. Die Schwierigkeit mit vorgefassten Ideen besteht darin, dass sie dich verletzlich machen für dein Kontrollieren Meines Eintritts in dein Leben – und dementsprechend versäumst du ihn. Sobald du Mich in einer bestimmten Weise, in einem bestimmten Gewand deiner Erfindung vorhersagst, oder sobald du Meinen Eintritt durch eine bestimmte Tür vorhersagst, siehst du womöglich zur falschen Stelle oder du suchst nach einem mutmaßlichen Gott und verfehlst Mich eben dort, wie Ich bin.

Sofern du bislang nicht mit Mir aufs Tiefste vertraut wurdest, hast du deine Ansicht Meines Eintritts dirigiert. Du hast dich bemüht, die Show zu leiten. Du hast Grenzen um dich gelegt. Du hast Mich aussortiert. „Gott ist so und so, nicht so.“ Und dementsprechend hast du durchgesetzt, was du sehen möchtest.

Sieh Mich, und nicht deine Vorhersage von Mir.

Jedoch einerlei, welche Barrieren du und die Welt errichtet haben, du wirst Mich erkennen. Du hast Mich kennengelernt. Alleine die Haftung an andersgeartete Prinzipien hält dich davon ab, Mich eben jetzt anzufassen. Ich bin jetzt soeben in deiner Zugriffsweite.

In diesem Augenblick erhältst du einen flüchtigen Blick von Mir oder ein Wispern Meines Gedankens oder einen Wink Meiner Stimme. Du bekommst etwas von Mir. Dein Gewahrsein tut sich gegenüber der Möglichkeit von Mir auf. Eine lange vergessene Weise rührt in dir, und dein Erinnerungsvermögen an dieses Lied liegt einfach unter der Oberfläche. Mein Lied quillt in dir hoch und wird oben zum Vorschein kommen. Du kannst es jetzt fast summen.

Unschuld sagt nicht vorher. Unschuld ist Offenheit dem gegenüber, was direkt vor dir ist. Mangel an Unschuld ist Offenheit gegenüber bestimmten beschränkten vorhergesagten Zufahrten und Verschlossenheit gegenüber anderen. Mangel an Unschuld mutmaßt Kenntnis und wird was sein Bild von ihr anbelangt nicht überredet werden.

Sei willens, unschuldig zu sein, und das wird dir ziemlich gut tun. Sei willens, mehr hereinzulassen. Sei willens, hereinzulassen, was kommt. Sei kein Polizist, der den Verkehr regelt. Stelle keine Stopschilder auf. Winke Mich durch.

Glauben ist reines Offensein. Glauben ist keine Überzeugung. Überzeugung ist nicht viel. Überzeugungen wechseln. Glauben ist viel mehr als etwas, zu dem du dich überredest. Glauben ist keine Entscheidung. Glauben ist sehen oder wissen oder hören auf einer tiefen, tiefen Ebene. Tiefe Ebenen sind simpel.

Kehre zur Einfachheit zurück. Lasse die Komplizierung weg.

Glauben ist nicht etwas zum Lernen. Alles Studium in der Welt bringt ihn dir nicht. Er kommt unerbeten. Du lässt ihn zu, eben so wie du Mich zulässt. Du kommst mit deinen eigenen Augen über den Glauben, und dann akzeptierst du ihn. Du siehst, was du gesehen hast. Du brauchst den Glauben nicht blindlings zu kaufen.

Glauben ist mehr wie eine Speisekarte in einem Restaurant, wo du bereits einmal Gast warst. Du hast ein bestimmtes Gericht probiert, es war gut, und du möchtest es noch einmal. Du erinnerst dich an es, aber du kannst den Geschmack nicht recht heraufbeschwören, solange bis sich die Köstlichkeit nicht ein weiteres Mal in deinem Mund befindet. Das ist Glauben. Glauben ist Anerkenntnis.

Glauben ist jetzt soeben. Unsere wechselseitige Liebe ist Unser Glauben.

Die Frage handelt nicht vom Gewinnen oder Verlieren des Glaubens. Es ist eine Angelegenheit, Mich eben jetzt zu haben, wie Ich dein Herz rühre.