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HEAVEN #502 Entscheidungen

ENTSCHEIDUNGEN

Entscheidungen. Du meinst, Entscheidungen seien ein großes Unterfangen, aber Entscheidungen sind bloß Wahlen, die du triffst. Sogar Lebens- und Todesentscheidungen sind nicht Leben und Tod. Entscheidungen hängen in der Luft, und du ziehst eine davon herunter. Du kannst nie all die Gewundenheiten kennen. Du kannst weder dem Lauf der Entscheidung bis zu ihrem Ursprung folgen, noch kannst du ihr zu ihrer äußersten Schlussausführung nachgehen. Du brauchst nicht so viel in Entscheidungen zu investieren.

Deine Entscheidungen sind kleine Sachen. Sie sind nicht so groß, wie du sie machst. Dein gesamtes Leben ist nicht durch die eine oder andere Entscheidung, die du triffst, in Balance gehalten, ob es sich nun um eine sogenannte richtige oder um eine sog. falsche handelt.

Fällst du überhaupt Entscheidungen, oder sind sie vorhergegangene Schlussausführungen? Wird etwas entschieden und merkst du dann, dass es bereits entschieden ist und bezeichnest es als deine Entscheidung? Vielleicht war deine Entscheidung, das zur Kenntnis zu nehmen, was bereits gekauft und bezahlt worden war.

Wählst du den Menschen, den du heiratest, wirklich? Ist das tatsächlich eine bewusste Entscheidung, oder gehen da allerhand Unterirdische Dinge vor sich? Hattest du gewählt, oder wurdest du gewählt?

Du kannst nicht alle Gründe aller Entscheidungen, die du fällst, kennen. Und dennoch sind sie keine Münzwürfe.

Du kannst dich bei Entscheidungen entspannen. Sie waren dein ganzes Leben hindurch Krisen. Bei einigen bist du vorsichtig, bei anderen überstürzt, und du weißt nicht welche welche sind und was was ist. Welche Wendung du auf der Straße nimmst, erbringt in der Welt jedweden Unterschied, und dennoch macht es überhaupt nichts.

Entscheidungen sind folgenreich, sobald du meinst, du seist in einen Wettbewerb eingetreten. Das Leben ist kein Wettbewerb. Es ist das Ausspielen eines Spiels.

Du bist wie eine Raupe, die sich einen weiteren Zentimeter voranbewegt. Auf die lange Strecke gesehen ist es nicht so sehr von Belang, auf welchem Zentimeter du dich voranbewegst.

Manchmal scheint dein Leben wie Farbflecken zu sein. Sie sind irgendwo hin gespritzt. Wie zufällig sie scheinen!

Du bist eine Stickerei, an der du arbeitest. Du fragst dich manchmal, ob du einen der Fäden, die du eingearbeitet hast, herausziehen, zu einem früheren Ort zurückgehen und die Nadel anders führen kannst – was würde sich daraus ergeben? Welches Bild würdest du mit einer anderen Drehung des Fadens geschaffen haben? Welche Löcher hätten sich ergeben? Und welche neue Zeichen hättest du angefertigt?

Aber, entsinne dich, es bringt dich nicht voran, den Fäden der Vergangenheit nachzugehen.

Bedaure keine Entscheidungen. Du fälltest sie in gutem Glauben. Bearbeite deine Entscheidungen nicht. Sie sind in Wirklichkeit keine Absprungpunkte. Sie sind kleinere Wendungen in der Straße. Du webst dein Leben und begibst dich auf dein Leben, gleich, welche Bescheide du ausgibst, oder meinst, sie auszugeben oder nicht auszugeben!

Welche Entscheidung steht dir soeben gegenüber? Oder stehst du ihr gegenüber? Wie viel wiegt sie?

Erinnere dich daran, du bist nicht der Handhaber des Lebens und des Todes. Ich bin das. Du segelst im Leben auf einem Schiff, das Ich machte, und du segelst es auf Wellen. Die Wellen machen dir den Platz streitig, und etliche umschiffst du. Denke nicht so sehr an die Rückwirkungen der Ruder, die du ruderst. Du kannst bloß rudern. Deine Entscheidungen sind blind gefällt, gleich, wie viel Forschung und Seelensuche du betreibst.

Die schwersten Entscheidungen, die du zu treffen hast, sind jene zwischen Herz und Verstand, insbesondere während du aus zwei Verstanden und aus zwei Herzen bestehst. Demnach also, wie folgst du deinem Herzen?

Überantworte dein Herz Mir, und Ich werde dir helfen.