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HEAVEN # 4961 Haltet nicht ein, auf die Sonne zu zu gehen

HALTET NICHT EIN, AUF DIE SONNE ZU ZU GEHEN

Gott redete …

Leiden scheint jenseits eures Zugriffs zu liegen, da ihr, solange ihr euch in ihm aufhaltet, in ihm seid.

Oder ihr versucht, euer Erleben von Leiden in die Hände eines Anderen zu werfen, vielleicht in die eines Arztes, vielleicht in die eures Gatten oder eurer Gattin, in die eures Arbeitgebers oder Freundes oder Kindes, oder zu Mir hin. Ihr wälzt die Verantwortung auf jemand anderen, und mitunter besagt – aus eurer Sicht – dementsprechend Verantwortung, jemand habe euch zu retten, und mitunter besagt Verantwortung, dass jemand den Kopf für euch hinhält.

Früher oder später schnurrt das ganze Leiden zusammen, und es ist fort, wie eine Welle in einem Ozean. Wellen kommen und gehen, und ihr bleibt bestehen.

Es ist ein Wunder, wenn eine Welle des Leidens von euch wegschwemmt. Leiden wird wie ein Rechnungseintreiber erlebt, der sich nicht von deiner Tür wegbegeben möchte, und du bist verzweifelt, du weinst und hast das Gefühl, du werdest niemals mehr deine Stärke wiedererlangen und die Sonne werde nie mehr hervorkommen. Manchmal ist das Erleben von Leiden mir nichts dir nichts seiner Wege gegangen, und ein andermal scheint Leiden sich alle Zeit der Welt zu lassen.

Gewisslich hat es den Anschein, als laufe Leiden dir hinterher, und dass es sich bei dir mit oder ohne Warnung einklinke. Hier die Sache, Geliebte: Leid hat euch nicht unsanft zu behandeln. Es ist eine Sache, Leiden einen Zugriff auf euch haben zu sehen, und es ist eine andere Sache für euch, sich in die Auffassung einzukaufen, ihr wärt des Leides unglückseliges Opfer. Leidet, wenn ihr das müsst, aber tragt kein Schild in eurem Herzen mit der Aufschrift:

„Wieder einmal das Opfer. Vom Leben ausgenutzt. Eingeweiht in die Opferrolle. Zu einem Star-Opfer in der Welt gesalbt. Meistgekürtes Top-Ausgenutztes Opfer.“

Es ist keine Ehrenmedaille, sich wie ein Opfer zu fühlen. Die Opferrolle verleiht euch keinen Vorzug.

Es kann durchaus sein, dass du irgendwann einmal in deinem Leben ein Opfer gewesen bist. Du wurdest vielleicht malträtiert. Weil du einstmals ein Opfer warst, bedeutet nicht, du hast es immer zu sein. Was gilt es da zu tun? Sei es nun, du fällst in eine Grube, oder sei es, du wirst hineingestoßen, du bist die Person freien Sinnes, die herausklettert. Ich habe es euch früher zu verstehen gegeben, Geliebte: „Sei dein eigener Retter.“ Du. Komme aus dem Opfer-Modus heraus.

Ein Opfer ist hilflos. Du bist nicht hilflos. Ebenso wenig bist du ein schierer Überlebender. Oh, nein, ein Überlebender sein ist nicht gut genug. Vielleicht hattest du gestern einen schwarzen Anzug an. Wechsle heute deinen Anzug. Du behältst nicht dauernd den gleichen Anzug oder das gleiche Kleid an. Gestern, da warst du ein Überlebender. Sei heute wie das Pferd am Gatter, auf das du bei deiner Wette setzt. Du bist in dem Rennen. Du rennst heute, jetzt, nicht gestern. Bei diesem gelassener angegangenen Rennen ist Meine Empfehlung, du hast keinen Rekord zu erreichen. Du hast nicht in einen Wettstreit einzutreten, überdies nicht mit dir selber. Du hast heute einfach herauszukommen und um die Bahn des Lebens zu laufen.

Du bist nicht die Märchen-Stiefmutter, die in den Spiegel blickte und sich fragte: „Wer ist die Schönste im Lande?“ In deinem Falle gilt es dir nicht die Frage zu stellen: „Wer hatte die schwerste Zeit von allen? Wer stellt unter allen die größte Beute dar?“ Du hast der Opferrolle nicht den Hof zu machen.

Ebenso wenig ist hoffnungsvoll sein gut genug. Hoffnungsvoll belässt dich gleichermaßen den Winden ausgeliefert. Umgestaltungen treffen ein, und sie scheinen wie ein Geschenk, freilich wartest du nicht sich erbarmendes Verschontwerden ab, da dich dies zu einem halbherzigen Opfer ausarten lässt.

Desgleichen hast du nicht im Leben der Kühnste unter allen zu sein. Du musst kein umwerfender Held deines eigenen Lebens sein, allerdings hast du aus dem Welt-Modus herauszukommen, der besagt, du seist dem Leben unterworfen. Du bist derjenige, der auf dein Leben eingeht. Übernimm im Leben nicht eine Rolle, die dich auf die Gnade des Lebens angewiesen zu sein sieht. Alles, was du zu tun hast, ist, unentwegt einen Rain entlangzugehen und auf die Sonne zuzulaufen.