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HEAVEN # 4952 Tragik wird im Geist gebildet

TRAGIK WIRD IM GEIST GEBILDET

Gott redete …

Ich sage, dass alles gut ist. Ich sage, dass Tragik eine verkehrte Deutung darstellt. Tragisches existiert im menschlichen Geist. Es ist ein Fehlschluss. Oh, ja, Drama ist zugegen. Schauspiele sind farbenprächtig. Im Geistessinn der Menschheit wird Tragik ausgeformt.

Wie kann es Tragik geben, derweil Jeder bei Mir ist, derweil er geborgen, gesund und herrlich bei Mir weilt?

Tod ist nicht Tragödie. Leben ist nicht Tragödie.

Anhaftung übermittelt die starke Illusion, Tragisches sei zutreffend. Die Idee des Tragischen kommt in der Gedankenwelt des Menschengeistes auf: „Dies hätte nicht geschehen sollen.“

Es geschah. Der Körpertod ist Teil des Lebens.

Andererseits könnt ihr sagen: „Dieses und jenes sollte sich zugetragen haben, und es tat es nicht.“ Mithin wird im menschlichen Geist mehr Tragik erzeugt, ob ihr das nun mögt oder nicht, allemal bist du es, der das menschliche Leben in Kategorien von Tragik der einen oder anderen Art wendet.

Gewiss, es gibt im Leben Angelegenheiten, die du sehnlich erstrebst, und Angelegenheiten, bei denen du in erster Linie hoffst, dass sie nicht geschehen. Du bringst Plusse und Minusse am Leben an, derweilen die Geschichte die ist, dass da Leben ist. Aus deiner Perspektive her gesehen öffnen sich Türen und schließen sich Türen. Eine Fliegengittertür schlägt. Der Wind bläst sie an. In Wahrheit, Geliebte, belästigt euch das Schlagen der Fliegengittertür. Nichtsdestotrotz, das Schlagen von Fliegengittertüren oder der Tod des Körpers oder das Zuschlagen einer handgearbeiteten Eichentür ist schier, was es ist. Zum Beispiel, was sich auf der anderen Seite der Tür befindet, ist immer noch präsent, nur dein Blick wird dabei abgeblockt.

Ihr ersinnt euch Größen von Türen, Gewichte von Türen, und ihr fasst den Entschluss, oder die Welt hat für euch beschieden, welche davon riesig und welche akzeptabel sind.

Der Tod eines Körpers ist euch nicht hinnehmbar. Es spielt dabei keine Rolle, dass das, was ihr den Tod nennt, gängig ist. Es ist gewöhnlich, und dennoch, eurem Herz und euren Augen ist er unerwartet und untragbar. Der Fakt, dass er häufig anzutreffen ist, beseitigt nicht sein Gewicht von euren Schultern.

Ihr seid überzeugt, dass der Tod, unter anderen Dingen, eine Tragödie darstellt. Ich sage es anders.

Erwägt, falls das eine Hilfe darstellt, Geliebte, der Tod eines physischen Körpers ist einer Bücherverbrennung gleich. Die Konzeptionen in einem Buch, das Herz und der Geist, die das Buch niedergeschrieben haben, werden nicht zerstört. Sie bestehen weiter.

Der Ernst, die Unvergebbarkeit, in denen ihr den Tod haltet, hat mit eurer Konstruktion von Zeit zu tun. Befändet ihr euch nicht in der Knechtschaft von Zeit, so würdet ihr euch von Sorgen freistellen. Ihr würdet euch von den Konzepten des Allzu-Bald und des Zu-Spät freisetzen. Ohne das Zeitkonzept wäre euch nichts unvertretbar.

Sofern ihr in Betracht zieht, dass das Leben Spielen und Planschen in einem Wasserbecken ist, welches nie austrocknet, großer Spritzer, kleiner Spritzer, sie würden alle herumspritzen und mehr würde aus ihnen nicht gemacht werden. Worin denn sollte Tragisches zu liegen kommen mögen? Worin liegt Tragik? Sie liegt im menschlichen Geist, dem Herzen angeliefert, einem Herzen, das zerdrückt und gequetscht wird, einem Herzen, welches angelegt ist, sich zu öffnen und zu öffnen und zu öffnen, und das Alles der Liebe zu umfangen. Ihr beendet nicht das Sich-Öffnen einer Blume, der es aufzublühen gehört, und demhingegen verschließt ihr euer üppig schlagendes Herz unter Umständen, die ihr als herz-zerschmetternd auslegt. Euer menschlicher Geist bejaht das Konzept von Tragik, und billigt indes, bis jetzt noch nicht, das Konzept, dass ihr Tragisches dem, was sich als ein Aspekt des Lebens auf Erden ausweise, als Attribut beifügt.

Das Leben entfaltet sich, und das ist es. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass es sich nicht so entfaltet, wie es das deiner Aussage nach tun sollte. Du kannst sagen, Ich hätte die Schuld und demzufolge machst du dich zu einem Opfer. Ein Opfer wovon? Ein Opfer deiner eigenen Auslegungen. Du ordnest einer Anzahl natürlicher Begebenheiten in der äußeren Welt Verargen zu. Du kritisierst herum. Allzu oft, viel zu oft, bringst du Tadel an Mir an. Du bringst zum Ausdruck, dass Ich, im Grunde genommen, nicht fair bin. Das Leben ist fair, Geliebte. Der Tod des Körpers kommt jedem zu, dem Reichen oder Armen, jung oder alt. Vielleicht ist es von dir unfair, Tadel anzuheften. Punkt.

Öffne nun dein Herz und behalte es weit offen. Tragik existiert in deinem Geist. Sie ist eine Geschichte, mit blumigen Ausdrücken fantastischer Dramatik herrlich ausgeschmückt, die ausgeschmückt dargebotene Geschichte. Sie fühlt sich real an, dennoch verfehlt sie meilenweit den Punkt.