HEAVEN # 4714 So wie die Sonne auf dich scheint
SO WIE DIE SONNE AUF DICH SCHEINT
Gott redete …
Was ist heute Sache? Hat etwas Sache zu sein? Ihr freilich seid dieser Auffassung. Ihr neigt dazu, euren Morgen mit dem etwaigen Gedanken zu begrüßen: „Worum habe ich mich heute zu kümmern? Wessen habe ich mich zu erwehren? Was wird mir wohl heute am Tag zu schaffen machen? Was an fortlaufenden Schwierigkeiten habe ich, die meiner Beachtung bedürfen?“
Seid ihr nicht geneigt, einen Anflug von „Weh mir“ an euch zu haben?
Darf Ich euch antragen, an diesem Morgen mit dem Gedanken aufzuwachen: „Was für wundervolle Dinge werden sich heute begeben! Was für Wunder werde ich sehen, und was für Wunder wird Gott zur Ausführung bringen, und was für Wunder wird Gott für mich bewerkstelligen?“
Natürlich, vollbringen ist nicht das richtige Wort. Es gibt keine Darbietung, von der Ich rede. Das Wort, wonach Ich suche, ist leben. Ich, Gott, sage: „Was für wundervolle Dinge werden du und Ich heute an diesem Tag leben? Was für Wunder werden Wir mitbeobachten und uns dabei eingliedern? Was für Wunder werden diesen Tag für Mich, für dich und für Jeden, der heute vor der Welt steht, erhellen?“
Stehst du nicht vor der Welt? Und wie möchtest du heute die Welt begrüßen? Die Welt wartet auf dich. Auch Ich freue Mich heute im Voraus auf dein Debüt. Wie kommst du auf die Bühne? Komm hüpfenderweise. Komm strahlend auf die Bühne. Nicht genau mit Fanfarenstößen, aber voller Eifer. Tanze auf die Bühne. Präsentiere dich der Sonne. Scheine gleicherweise auf die Sonne, wie sie auf dich scheint.
Und wie gehst du bei Nachteinbruch von der Bühne? Genauso. Und wie erwartest du den Schlaf? Voll Staunen, was du an schönen Träumen haben wirst. Staune über die tiefe Ruhe, die du bekommen wirst. Staune über die gewaltige Wiederaufnahme von Energie. Staune über diese Zeit im Bett, während du dich neu betankst. Staune über all die Wunder, die dein sind, dein, um zu sein, dein, um sie aufzufinden.
Nimm in Betracht, dass du zu einem Laden gehst, den du als Leben bezeichnest. Wonach schaust du dich um? Was möchtest du dir heute besorgen? Was wirst du kaufen? Was bietet sich dir heute von alleine dar?
Und sei eingedenk, wo Ich bin und Wer Ich bin. Wieso, Ich bin du, und Ich bin in dir, und du bist in Mir. Was für eine Welt ist dies, wo Gott seinen Wohnsitz hat, und wo du ebenfalls deinen Wohnsitz hast. Scheinbar auf dich allein gestellt, rundherum mit freiem Willen erfüllt, und allemal in Meinen Armen, in Meinem Herzen, in Meinen Gedanken umfasst, erfüllt mit Meiner Währenden Liebe.
Was für ein Abenteuer, was für eine Freude, was für eine Fröhlichkeit, was für einen Gang nehmen Wir heute durch die Welt? Was für eine unüberschaubare Weite suchen Wir, und was für eine Weite finden Wir? Die Weite ist unablässig in Uns, und sie ist tief. Wie tief ist heute Unsere Weite? Was für einen Pfad nehmen Wir, und Wohin nimmt er Uns, derweilen Wir Weite Selber sind?
Vielleicht ist heute der Tag, an dem du begreifst, dass nichts vonstatten geht, mit der einen Ausnahme, inwendig in dir. Du bist das Alles des Lebens. Du bist das Feuer, und du bist die glühenden Ascheteilchen. Du warst immerfort, und du bist immerfort, und du wirst immerfort sein. Die Reise ist eingebildetermaßen, Geliebte. Sie ist jenseits von Einbildungskraft, und doch ist sie eingebildet. Viele denken, das Tun sei das Leben Selbst, und doch ist es nicht das Wirken. Es ist Seien, was das Leben Selbst ist. Wir sind Seiend, und Wir sind nie nicht Seiend. Die Eine Sonne scheint aufzugehen und unterzugehen, und dennoch strahlt die Sonne ihr Licht unausgesetzt in vollendeter Harmonie aus. Sterne kommen des Nachts heraus, um euch ins Gedächtnis zu rufen, dass das Licht Unaufhörlich Ist, und dass ihr, ja, ihr, das Licht der Welt seid. Licht ist immerfort am Scheinen. Es kann schier danach aussehen, dass es sich dämpft, sobald eure Augen geschlossen sind, oder sobald euer Herz verschlossen ist, oder wenn ihr euch etwas vormacht, indem ihr die Illusion für die Wirklichkeit hernehmt.
Da ist Eine Realität, und die ist du, und die ist Ich. Wir, Eins, das Ganze Universum, das Nichtwahrgenommene wahrgenommenerweise, das Ungewusste erkannterweise ist Alles Was Ist.

