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HEAVEN # 4713 Rede dich nicht heraus

REDE DICH NICHT HERAUS

Gott redete …

Diese Sache - zu sagen, du tuest dein Bestes - ist allzu oft eine Ausflucht. Du lässt dich verlauten: „Ich kann einfach nicht anders.“ Es ist ungefähr so, wie wenn du die Hände hochwirfst, während dir eine Schlappe beigebracht worden ist. Es ist so eine Art Einlassung: „Ich wäre ja besser, sofern ich es könnte.“ Und dann hast du eine Liste voller Gründe, weswegen du nicht all das ausrichtest, wozu du in Wahrheit imstande bist.

Schau, Ich habe dir gesagt, dass du in jedem Augenblick das Beste tust, was du kannst, dennoch möchte Ich dir darlegen, dass da, sobald Ich das sage, etwas anderes dran ist, als wenn du es sagst. Du erzählst im Eigentlichen eine Geschichte über dich selbst, dass du in deinen eigenen Augen deinen eigenen Ansprüchen nicht nachkommest. Gleichzeitig entlässt du Zuständigkeit, die dir obliegt.

Ja, bestimmt, manchmal erbittest du zu viel von dir. Das ist wahr. Zu anderen Zeiten ist es nicht einmal anfänglich so, dass du hinreichend viel von dir erbittest. Du machst es dir leicht. Zu sagen, du tuest das Beste, wozu du in der Lage seist, ist eine Art Linderungsmittel, etwas, was du dir selber zureichst, damit du dich besser fühlst, bloß, im Grunde genommen klappt das nicht.

Natürlich gibt es Zeiten, wann du wirklich alles tust, was du tun kannst. Und es gibt Zeiträume, wann du davonrennst. Dies ist eine emotionale Art Ausflucht. Es ist wirklich besser, dass du dir nichts vormachst. Irgendwie triffst du, sobald du wegrennst, keine Entscheidung. Es gibt etwas, dem du gerne entkommen möchtest, und du machst eine Entschuldigung aus, um dich bei ihr einzuklinken.

Irgendwo in deinem Inneren hast du wohl das Gefühl, du habest eine gesonderte Zuteilung verdient. Hier kann es um etwas gehen, wie wenn du dich für nicht gut genug bezeichnest. Womöglich machst du dich selber schlecht und zum Ungenügenden.

Ein jedes Menschenseinswesen ist dann und wann hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Jeder hat wohl mehr abgebissen, als er kauen konnte. Zum einen oder anderen Zeitpunkt hat ein jedes Menschenseinswesen eine Gelegenheit willkommen geheißen, vor der Zuständigkeit zu flüchten.

Es ist ebenso zutreffend, dass du zuweilen von der Verantwortung wegrennen möchtest, und hinterher auf die Sache zurückkommst: „Ich kann das alles nicht.“

An dem einen Tag in der Woche bist du angelegt, zu ruhen, Atem zu holen, dich in einen ruhevolleren Rhythmus hinein nachzulassen. Ich habe nie gesagt, dich an jedem Tag von der Verantwortung herauszunehmen, die die deine ist. Ich entsinne Mich nicht, dir nahegelegt zu haben, an sieben Tagen der Woche herumzuhängen. Ich entsinne Mich nicht, dir gegenüber geäußert zu haben, dich sozusagen auf der ganzen Linie zur Ruhe setzen zu sollen.

Es ist recht wahrscheinlich, dass Ich dir gerne zu verstehen gegeben haben mochte, doch unablässig voranzugehen.

Es ist bloß eine Idee, die dich veranlasst zu sagen, du könnest nicht mithalten, denn mit der rechten Geisteshaltung bist du natürlich imstande, durchzuhalten. Du kannst gar weit über das hinausgehen, was du dir eingeräumt hast. Ah, ja, der Gedanke geht dem Handeln vorher, nicht minder als der Gedanke dem Nicht-Handeln vorhergeht.

Mitunter reibst du dich auf, indem du keine Entscheidung triffst und nicht vorwärtsgehst.

Dich selber vom Haken lassen, oder dich nicht vom Haken lassen, das ist die Frage, und das ist die Frage, die dich ermüden lässt. Es wird danach aussehen, dass es Zeiten gibt, wann du dir, bei diesem oder jenem Beschluss, den du fasst, die Entscheidung nicht abkaufst. Du kannst das Gefühl haben, du seist ein Taugenichts, sowohl dass du es nicht wert seist, dir dieses oder jenes angelegen sein zu lassen, wie auch, dass du es nicht wert seist, dir dieses oder jenes nicht angelegen sein zu lassen.

Oh, ja, mitunter schwankst du und legst dir unbekümmert Fesseln an. Du legst es dir so hin, dass du nicht zu obsiegen imstande seist, und - wie du dich doch ermüdest, wie euch euer Zaudern doch auszehrt.

Auf irgendeine Weise möchtet ihr so gerne zu dem Ort gelangen, wo ihr euch nicht schuldig fühlt. Schuld und Verantwortung sind nicht das gleiche. Tut, was immer es ist, oder tut es nicht - und haltet Schuld aus der Gleichung heraus. Ihr könnt nicht zur selben Zeit auf zwei Pferden reiten, Geliebte.