HEAVEN # 4706 Wie eine Sonnenblume unter der hellen Sonne
WIE EINE SONNENBLUME UNTER DER HELLEN SONNE
Gott redete …
Mir treu sein ist das gleiche wie dir treu sein. Die Auffassung, dass es nicht dein Wille sei sondern der Meinige, stellt die Wahrheit dar. Gleichzeitig sind, auf den tiefen, tiefen Ebenen der Wahrheit, Mein Wille und dein Wille Eins. Es gibt zwischen beiden keinen Unterschied. Einzig auf den Oberflächen-Ebenen, nur so weit dein Bewusstsein einzutauchen imstande ist, existieren die einen oder anderen Verschiedenheiten. Nur so weit du zu sehen vermagst, kann Unterschiedenes existieren.
Wahrheit ist Wahrheit. Die letztliche Wahrheit ist die, dass Wir Eins sind. Die letztliche Wahrheit ist die, dass Einvernehmen unumschränkt ist. Dies ist die Wahrheit, indes nicht die Wahrheit, wie sie in der relativen Welt, auf der Oberfläche, auf der ihr entlang-skatet, im Blick ist.
Auf der Oberfläche des Lebens ist worauf ihr aus seid ausgewiesen als die Bezeugung, dass ihr geliebt werdet. Zwischen der Oberfläche und den Tiefen sind Schichten von Wahrheit zugegen, gemäß eurer Wahrnehmung – oder Fehlwahrnehmung.
Ich liebe, und - dem zum Trotz, was du zu irgendeinem Augenblick spüren magst - die Wahrheit lautet, dass Meine Befähigung für Liebe und deine Befähigung für Liebe ein und das selbe sind. Was Ich bin, bist du. Dass du deine Wahrnehmung, während du auf der Erde weilst, einkürzt, ändert nichts an der Tatsache, wer du wahrhaft bist. Du bist weitaus mehr, als du derzeit erblickst. Im hellen Sonnenschein achtest du darauf, auf welche Weise du deine Augen öffnest. Deine Augen sind außerstande, die Helligkeit der Sonne auf einen Schlag aufzunehmen. Das bedeutet nicht, dass die Sonne nicht da ist. Es bedeutet einfach, dass deine Augen beim Weit-Öffnen langsam vorgehen. Die Sonne ist Wahrheit, und dem entgegen sind die Augen vorsichtig oder der Sonne gegenüber gar widerständig.
Wahrnehmung freilich ändert die Realität nicht. Wahrnehmung ist schier Wahrnehmung. Wir können deine Augenlider wie Schirme betrachten, die sich langsam öffnen. Dies bedeutet nicht, dass sich deine Augenlider nicht auf der ganzen Strecke öffnen können. Natürlich können sie das. Und natürlich werden sie das.
Ihr habt ganz einfach all die Beglückungen vor euch noch nicht erblickt. Sie sind da, bis zur Stunde indes noch ungesehen.
Du bist freilich jemand, der sich umtut, das zu sehen, was die ganze Zeit vor dir gelegen hat. Du hast eine vage Erinnerung an die Wahrheit. Du bist durcheinandergebracht, des Gewahrens von Wahrheit ledig zu sein. Die Wahrheit ist zu einer Reminiszenz geraten, die du hast, die du dennoch nicht an die Oberfläche schaffen kannst. Sie ist vergraben, und nach wie vor, gar in aller Verschwommenheit, hebt etwas an Wahrheit in dir an. Wonach du suchst, ist, worum du bereits weißt, und was du dennoch dir selber noch nicht so recht bekundet hast. Es ist in dir drin vorhanden, etwas gleichsam wie Kühnheit, welche auf eine günstige Gelegenheit wartet, sich selber Ausdruck zu verleihen.
Und mithin bist du ein Sucher, auf der Suche nach dem, für das du ehedem blind warst. Dein Wiedererkennen wird wie eine Gänseblümchen-Wiese sein, die scheinbar alle auf einen Schlag aufblühen. Die Zeit wird kommen, wo du dich fragst, wie du nicht schon früh die Gänseblümchen erblickt hast. Sie waren in dir unmittelbar am Aufknospen.
Gänseblümchen sind sozusagen die Augen des Tages. Die Blumen sind die Sonne, die in deinem Inneren scheint. Dein Herz ist voller Sonnenlicht und knospender Blumen, die sich in dir zur Sonne hin recken. All die Blütenblätter sind inwendig in dir, und können zu jeder Zeit abgezupft werden. Alles, was du zu tun hast, ist deine Augen aufmachen, dein Herz auftun, dich selber wie eine Sonnenblume zur hellen Sonne hin öffnen.
Du weißt bereits darum, dass du dich am Horizont von etwas Wundervollem aufhältst. Du weißt, du bist dermaßen nahe dran, du bist Mir so nahe und dir so nahe. Du bist an der Schwelle. Du bist am Rand des Gipfels. Du bist der Scheitelpunkt und hast dich noch nicht getraut, zu sehen, wo du wirklich bist. Du steigst weiter auf einen Berg hinauf, während du die ganze Zeit auf dem Gipfel gelebt hast. Du bist bereits aufgestiegen. Du hast es einfach noch nicht so recht mitgekriegt. Du wirst es freilich mitbekommen. Du rückst gleichwohl soeben nach dorthin auf, wo du stets gewesen bist, und bist niemals sonstwo gewesen. Herzlich Willkommen.

