HEAVEN # 4196 Liebe sein
LIEBE SEIN
Eingesessen im Seien, sei. Gegründet in Liebe, liebe. Seien und lieben sind die zwei Schritte deines Lebens. Derweilen du einen Schritt der Liebe machst, nimmst du ebenfalls einen Schritt des Seiens. Im Seien machst du im Grunde keine Schritte. Seien ist schlicht, und dennoch können wir aus praktischen Gründen sagen, dass du aus zwei Schritten gemacht bist, aus Seien und Lieben. Obschon Seien still verharrt, können Wir es als einen Schritt bezeichnen. Oder Wir können sagen, dass du auf einem Fuß namens Liebe hopst, derweilen Wir sagen können, Seien sei die Straße, Auf Der Du Reist, oder es sei die Veranda, In Der Du Sitzt.
Ohne Seien kannst du nicht sein. Ein Ding der Unmöglichkeit. Du wärest nicht, sofern du nicht Seiend wärest. Genauso wenig existierst du ohne Liebe. Ich rede von der Liebe inwendig in dir, von der Liebe, die dir jederzeit zu Diensten ist, wann du sie herbeirufst. Liebe ist dein treu ergebener Diener, gleichwohl wirst du dich dem Empfinden zuneigen, Liebe sei wie ein Baseball, der auf dich zu geworfen wird, und dass du sie auffängst. Fangt Liebe in eurem Herzen auf, Geliebte. Dort habe Ich Meine Liebe platziert, sie auszuweiten. Seid verlässlich mit der Liebe. Seid ein Jonglierer von Liebe, insofern ihr den Ball stets hochwerfen könnt und beim Auffangen nie danebengreift. Das ist unumgänglich. Es ist unumgänglich, dass Liebe ist, und es ist unvermeidlich, dass du aufschließen wirst, zu lieben. Du hast einen tollen rechten Arm, um Liebe zu den Sternen zu werfen, und zwei tolle Arme, um den Rückwurf deiner Liebe in einem Umarmen einzufangen, während sie ihren Weg zu dir zurück prallt.
Liebe und Seien kommen nie abhanden. Sie sind die zwei Konstanten in der Welt.
Du spitzt die Ohren und sagst: „Wie kann das bloß sein? Gott, was redest Du da? Liebe ist konstant? Keineswegs in meinem Leben. Liebe, die Art Liebe, nach der mir ist, war ein zeitweise auftretender Besucher, dessen Ankunft mir unbekannt ist, bei dem ich das Wann des Sich-Entziehens ebenfalls nicht kenne. Liebe, Gott, war in meinem Leben flatterhaft, die meinige wie auch die Liebe Anderer. Dauerhafte Liebe? Nein, mitnichten.“
Nichtsdestotrotz wiederhole Ich es: Liebe ist eine Konstante. Du wirst einräumen, oder etwa nicht, dass Liebe scheinbar von selbst herausgezogen werden kann oder hervorbirst. Woraus sollte Liebe hervorbersten oder hervorgezogen werden mögen, ausgenommen aus dem Inneren von dir, wo sich Liebe in Habachtstellung befand, gerüstet, die ganze Zeit dienstbar zu sein.
Liebe, ganz im Gegensatz dazu, was sie dir zu sein scheint, ist keine Fremde. Sie ist ein treuer Soldat, der begierig ist, an die Front gerufen zu werden, nicht an die Front von Scharmützeln, sondern mehr zu einer Vorderveranda, wo sich Liebe hinsetzen und daran erfreuen kann, Liebe zu sein.
Liebe ist simpel. Liebe genießt einfach. Liebe kann auf der vorderen Veranda sitzen und jeden und alles lieben, was vorbeikommt, und dessen ungeachtet sitzt Liebe auf der Veranda und lässt sich das Seien einfach gefallen. Ja, Liebe ist konstant. Es wird womöglich so sein, dass du herumhüpfst. In diesem Fall bist es du, nicht die Liebe, der Versteckspielen spielt.
Es mag sein, du hast Liebe in eine Spiele-Partie verwandelt. Fang Mich, Wenn Du's Kannst. Und du hast die Liebe gejagt, begierig, Liebe in einem Anderen für dich ausfindig zu machen, begierig, dich in der Liebe eines Anderen zu aalen, so lange, bis einer unter euch dem Unterfangen den Rücken zukehrt. Liebe ist nicht so vorgesehen, eine Manchmal-Sache, eine gebrochene Sache zu sein. Liebe ist angelegt, in der Vorderveranda zu sitzen und glücklich zu sein, dort zu sitzen, die Liebe zu sein und alles zu lieben, alle um der Liebe Willen zu lieben.
Wir könnten sagen, dass Seien die Vorderveranda ist, während Liebe dasitzt und schaukelt. Seien und Liebe – zwei Partner; Seien – die Basis, und Liebe – der Ausdruck. Wer denn sollte irgendwas in der Welt liebend gerne zum Ausdruck bringen mögen, ausgenommen die Liebe?

