HEAVEN # 4172 Sonne und Sterne
SONNE UND STERNE
Was dir auch an Frustration vor Augen steht, du hast vor ihm keinen Kniefall zu machen. Du hast deinen Geistesfrieden aufgrund einer technischen Schwierigkeit auf Erden nicht aufzugeben. Schwierigkeiten müssen nicht die Oberhand über dich gewinnen. Nimm das Leben einfach wie es kommt, und ärgere dich überhaupt nicht darüber.
Du erkennst im Grunde nicht, dass die meisten Schwierigkeiten zeitweiliger Natur sind. Der Strom blieb weg? Er wird wieder angehen. Dein Auto blieb stecken? Es wird nicht immer stehenbleiben. Es wird wieder flott fahren, und du wirst wieder den Highway hinunter rollen. Dein Keller steht unter Wasser? Er wird nicht dauernd überschwemmt sein. Er wird wieder trocknen.
Dies sind Unannehmlichkeiten. Möchtest du deine Geistesverfassung so einstellen, dass Unannehmlichkeiten keine Maut von dir zu erheben brauchen?
Selbst in der Begrifflichkeit der Welt, ist dir Unterschied zwischen Unannehmlichkeiten und Drangsal bekannt. Gleichwohl, du lässt Unterbrechungen dich behelligen, als wären sie Tragödien. Deine Welt wurde zerrissen. Ein Zug hat Verspätung, und du gehst ruhelos hin und her.
Du gerätst in keine Aufregung, dass die Sonne abends untergeht, und du hast bis zum Morgen zu warten, bevor du sie wieder erblickst. Du wirst mit Sonnenaufgängen und -untergängen spielend fertig. Du erachtest Tageslicht und Nacht nicht als Hemmnisse. Dass du die Sterne unter Tage nicht sehen kannst, regt dich nicht auf. Du weißt, sie werden herauskommen. Du wirst über diese Dinge nicht ins Toben geraten. Du bist nicht der Auffassung, diese Vorkommnisse seien das Ende der Welt. Tatsächlich ist es so, du erfreust dich an beiden, an der Sonne und an den Sternen, und betrauerst nicht die Lücke beim einen oder anderen.
Du stehst nicht in Erwartung, dass die Gezeiten auf dein Kommando hören. Du nimmst sie, wie sie kommen. Die Flut kommt herein, und die Ebbe läuft hinaus. Du gerätst nicht in Verwirrtheit. Keinesfalls.
Sobald es sich darauf beläuft, dass dein persönliches Leben nicht deinem Plan nachkommt, neigst du zu dem Gefühl, als sei der Vesuv ausgebrochen. Eine Internetunterbrechung treibt dich zur Raserei. Alles was das bedeutet, ist, dass du keine Verbindung hast. Sie macht Pause. An jenem Punkt von Raum und Zeit, da stehst du ohne Verbindung da. Schließe damit Frieden. Es ist schlicht ein Verzug. Nicht für immer. Du bist über Jahre ohne das gut über die Runden gekommen, und jetzt, als das Internet zu einer alltäglichen Gegebenheit wurde, behauptest du, es habe kein Recht, den Betrieb einzustellen, so, als stünde deine ureigene Existenz auf dem Spiel. Du wirst unerschütterlich, dass dein Wille zu geschehen hat. Sieh dem ins Auge, dieses Beharren, dieser Widerstand hat bei dir im Eigentlichen eine Ego-Sache zu sein.
Stelle dir zum Beispiel vor, dass das Internet – etwa – an Wochenenden abgestellt werden solle. Okay, es ist aus. Also gehst du spazieren oder im Meer baden. Was ist daran so schwer?
Dein Leben kann nicht unverbunden gemacht werden. Es ist immerfort. Du hast mit oder ohne Internet Leben, ohne dein Auto, ohne Strom, und so fort. Derweilen halten all jene Annehmlichkeiten mit der Sonne und den Sternen oder mit der Pracht des Lebens auf der Erde keinen Vergleich aus.
Du bist nicht hier auf der Erde, um Sühne zu leisten. So ist das Leben nicht. Es ist deine goldene Gelegenheit. Es ist der Stern ganz oben auf dem Weihnachtsbaum. Es steht für die Liebe für das Leben, dass du hier bist. Du hast eine großartige Gelegenheit vor dir, um Lebensentscheidungen zu treffen. Du kannst dir aussuchen, zu sein, was immer du möchtest. Du kannst dir wählen, inmitten von Fülle unglücklich zu sein, und du kannst wählen, mit nichts glücklich zu sein. Du kannst dir aussuchen, zufrieden zu sein. Du kannst dir aussuchen, ungeduldig zu sein. Was für eine Welt erschuf Ich, wo du willentlich zufriedengestellt oder nicht zufriedengestellt sein kannst. Komm her. Triff deine Entscheidungen, und wisse, dass Andere sich an dich halten. Sie halten sich an dein Murren, und sie halten sich an deine Fröhlichkeit. Was, Geliebte, ist es nun? Wofür entscheidet ihr euch?

