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HEAVEN #373 Mehr als der Rahmen

MEHR ALS DER RAHMEN

Du entschuldigst dich für deinen Körper. Du schämst dich für ihn. Du änderst alles an ihm, was du kannst. Wie du dich bei dem Körper fühlst, zeigt eine Menge an, wie du dich beim Leben fühlst.

Obschon dein Körper in Wirklichkeit nicht du ist, spürst du nichtsdestotrotz seine Beschränkungen. Du bewegst dich in ihm. Er geht mit dir. Du gehst mit ihm. Du fühlst dich in ihm gefangen. Zur selben Zeit wie du ihn verabscheust, bewunderst du ihn.

Öfters ist es nur dein Körper, der gesehen wird, und öfters ist das alles, was du in Anderen siehst. Wie gemindert fühlst du dich doch, wenn das der Fall ist! Du fühlst dich entwertet, da das die Unwahrheit ist. Der Körper hat mit der Größe von dir nichts zu tun.

Auch dann, wenn du stirbst, fühlst du dich verlegen, deinen Körper da liegen zu lassen, so, als würdest du etwas irgendwohin fortwerfen. Im Menschlichen Herzen existiert ein solches Sehnen, körperlos zu sein. Ich spreche nicht vom Sehnen zu sterben, sondern vom Sehnen, durch eine physische Form unbehindert zu sein. Du erkennst Dichtigkeit, sobald du ihn erblickst.

Das Licht, das wahrhaft du ist, hat dich in einen Körper hinein geformt. Der Körper wird leicht erblickt, das Licht freilich wird nicht immer gesehen.

Dein Körper gerät in den Weg. Er ermattet. Er wird hungrig. Ihm muss Beachtung geschenkt werden. Eine Menge Arbeit läuft in den Unterhalt der Menschenform.

Das ist die Menschliche Gegebenheit. Ihr habt Körper. Ihr seid die Schildkröte, die ihren Panzer bei sich trägt.

Und dennoch hast du diese Existenz ausgewählt.

Und du trägst deinen Zweck aus. Der Körper allerdings ist nicht dein Zweck.

Ertüchtige deinen Körper. Ernähre ihn gut. Schäme dich seiner nicht. Sei nicht auf ihn stolz. Lasse nicht zu, dass er dich von großen Dingen abhält. Du musst wissen, dass du weit über deine Menschliche Form hinaus reichst, dass der Körper eine Illusion ist, und dass er für dein Gebaren nebensächlich ist.

Das Physische ist schier physisch.

Es ist Licht, Licht in Form gebracht. Es ist Licht, in kontrahierter Form. Es ist Licht, als hätte es eine physische Form.

Und gleichwohl seid ihr nicht dafür bestimmt, das Physische zu haben.

Seht es als euer Beförderungsmittel an. Als euren Kulissenwagen. Es wird sich abnutzen. Das ist recht so. Es ist nicht wesentlich. Nicht mehr, als du den Pfad, auf dem du gehst, einzuhalten hast, hast du diese körperliche Form zu behalten. Sie ist schier ein Schatten von dir. Sie ist etwas, was du eine Weile lang benutzt und dann beiseite legst.

Sie ist aufs Bedeutsamste für dich, und indes von überhaupt keiner Bedeutung. Sie ist ein Vehikel. Derjenige, der in ihm fährt, ist von Bedeutung.

Der Menschliche Körper ist eine Erfindung. Er ist etwas Konventionelles, Übereingekommenes. Der Erfinder freilich ist von mehr Belang als das, was erfunden wurde. Der Gebrauch der Erfindung hat mehr Bedeutung. Es liegt ein großer Zweck in eurem Seien auf der Erde in einem Menschlichen Körper. Habt eine gute Reise.

Wenn ihr im Sinn tragt, dass eure Existenz wahrhaft im Licht ist, erhebt ihr euch zu größeren Höhen. Euer Schritt ist leichter. Ihr fangt an, den Umfang von euch zu begrüßen. Sobald ihr euch gewahr seid, dass ihr mehr seid als der Rahmen, in dem ihr gegenwärtig beherbergt seid, umfasst ihr das Universum. Euer Kopf und euer Herz erkennen den Umfang des Universums und reichen zu ihm hin. Ihr langt überallhin.

Das Universum wird euer Zuhause. Ihr seid den Galaxien kein Fremder. Ihr habt jeden Stern gesegnet. Ihr habt jeden Punkt des Universums angefasst. Ihr habt das Gesamte der Schöpfung umkreist und seid in der einen Form eures Körpers, der bei einem bestimmen Namen gerufen wird, niedergegangen. Aber euer Name seid ihr nicht. Ihr habt einen größeren Namen als denjenigen, unter dem ihr lauft. Ich flüsterte euch euren Namen vor langer Zeit zu, und ihr habt geantwortet.