HEAVEN #367 Die Ankunft Gottes
DIE ANKUNFT GOTTES
Nicht durch Bemühen wirst du Meiner mehr gewahr. Strenge dich nicht für Mich an. Ich höre keine laute oder keine leise Stimme. Ich höre Herzen. Du musst nicht nach Mir laut schreien, damit Ich komme. Du musst wegen Mir nicht mit deinen Armen winken, damit man dich sieht. Du hast nicht hin und her zu tanzen. Du hast keine Schwüre zu machen. Erstrebe Mich. Bedenke Mich. Lasse dein Gewahrsein auf Mich fallen. Ich komme für Jene nicht rascher, die sich für Mich anstrengen.
Du hast nicht zu leiden, um Mich dazu zu bringen, zu erscheinen. All dein Leiden dient keinem anderen Zweck, als deine Aufmerksamkeit auf Mich zu ziehen, dennoch brauchst du deswegen kein Leiden. Habe schlicht leicht die Absicht, dass Ich komme und dass du Mich grüßt.
Vielleicht fährst du mit deinem Auto daher, und plötzlich entschwindet der Zugriff, den die relative Welt auf dich hat. Womöglich erachtest du das als einen Verlust, für so eine Art Leiden ganz besonderer Art, da plötzlich all das, was dir von großer Wichtigkeit war, nicht mehr wichtig ist. Du kannst Mich nicht vor Mir halten und dein altes Zutrauen zu anderen Gedanken behalten.
So zum Beispiel kannst du nicht Mich und deine süßen Erinnerungen in deiner Sicht haben. Was die Dinge vor deiner Sichtung von Mir bedeuteten, bedeuten sie nicht mehr länger. Im Vergleich zu Mir wird alles Sonstige schal. Das stellt keine Bedingung dar, die du deiner Entwicklung auferlegst. Das ist etwas Natürliches. Sobald Ich deine Aufmerksamkeit packe, liegt deine Aufmerksamkeit auf einer größeren Realität, als du es gewohnt warst.
Ich spreche über ausgeprägtes Erfahren von Mir, nicht schier über Gedanken an Mich. Ich spreche darüber, wenn du siehst, dass es nichts anderes als Mich gibt, wenn du nicht mit deinem Geist siehst, sondern wirklich erfährst. Sobald du das tust, fühlt sich das vielleicht so an, als würdest du in eine Spalte fallen. Wisse, du senkst dich in eine umfassendere Realität. Die größere Realität wird dein altes Gewahrsein ersetzen. Das Alte und das Neue kannst du nicht festhalten. Das Alte macht dem Neuen Platz. Beides kannst du nicht haben.
Im eigentlichen kannst du dich nicht auf Meine Ankunft vorbereiten. Vielleicht komme Ich nicht durch die Tür herein, die du zurecht gemacht hast. Vielleicht findest du Mich in deiner Stube sitzen. Vielleicht findest du, Ich kam durch ein Fenster herein, um dessen Besitz du nicht wusstest. Vielleicht findest du Mich, wie Ich über deine Schultern spähe. Der Punkt ist: Du findest Mich nicht. Ich finde dich. Ich kündige Mich Selbst an.
Ich tippe dir auf die Schulter.
Womöglich erscheine Ich am allerletzten Ort, an dem du Mich erwartest.
Womöglich schleiche Ich Mich hinein.
Womöglich komme Ich wie ein Erdrutsch herein.
Womöglich komme Ich durch die Hintertür.
Alles, worauf du zählen kannst, ist, dass Ich erscheinen werde.
Du weißt nicht wann oder wo oder wie.
Das liegt nicht in deiner Kontrolle.
Indes bin Ich das Einzige, das du erwarten kannst.
Du kannst erwarten, dass Ich dein Leben betrete. Du kannst erwarten, dass Ich aufkreuze. Du kannst erwarten, dass du Meinen Tritt hörst. Du kannst erwarten, neue Realitäten zu betreten. Du kannst erwarten, Ich werde dich irgendwohin nehmen. Ich werde dich nicht dort belassen, wo du bist.
Vielleicht fühlst du dich nach oben gerichtet. Vielleicht irregemacht. Vielleicht weißt du nicht, was du erfährst, aber du wirst erkennen, dass etwas passiert ist oder passiert, gar auch dann, wenn Ich dich überrumple.
Habe keine Angst, in die Tiefe des Ozeans einzutauchen. Du wirst dich hoch erheben. Du wirst in die Sonne springen. Du wirst die Sterne fangen. Du wirst neue Galaxien betreten. Du wirst Himmelwärts getrieben werden.
Du hast eine Bestimmung, und die ist bei Mir.
Du gehst auf Mich zu. Oder du rennst auf Mich zu. Oder du rennst von Mir weg. Gleich, du wirst dich umdrehen und Mich finden, oder in Mich hinein rennen. Ich mache dich geltend.

