HEAVEN #2960 Das Seienshafte der Liebe
DAS SEIENSHAFTE DER LIEBE
Heute ist in der westlichen Welt Neujahrstag, und gleichwohl kennt die Natur kein Neues Jahr. Neujahr ist eine menschengemachte Konvention, eine recht gute, dennoch menschengemachte.
In der Natur existiert keine Trennung. Die Natur kennt nur Strömen. Die Natur kennt weder Start noch Stop. Bei der Natur ist alles ein Kontinuum, und indes gibt es keine Vergangenheit oder Zukunft, und in einem gewissen Sinne nicht einmal eine Gegenwart. Die Gegenwart ist mehr wie Seien, was soeben ist. Man kann nicht so richtig von Vergangenheit oder Zukunft oder gar von Gegenwart reden. Wie existiert Gegenwart, während es keine Vergangenheit und keine Zukunft gibt, während es keine Zeit zum Tick-Tack gibt?
Du bist Seiend. Zeit hat damit nichts zu tun. All die Konventionen der Zeit haben damit nichts zu tun. Wir teilen untereinander das Seien, du und Ich. Wir haben schlicht Seien, und dieses Seien teilen Wir.
Wir können nicht von vergangenem Seien oder künftigem Seien reden. Genauso wenig ist gegenwärtiges Seien akkurat, denn Seien ist Seien, und ein Bevor oder ein Danach oder jedweder andere Ausdruck an Zeit hat mit dem Seien nichts zu tun. Wir sagen, Seien befinde sich im Präsens, jedoch erfasst ihr selbstverständlich, wenn Wir die Sprache benutzen, können Wir per Definition nur so und so weit gelangen. Ewigkeit und Unendlichkeit sind erfunden worden, um das Seienshafte der Nicht-Zeit und des Nicht-Raums zum Ausdruck zu bringen. Ewigkeit und Unendlichkeit, ja, jedoch kann dies ein Wort niemals erzielen. Vielleicht könnt ihr euch eines ausdenken. Vielleicht.
So wie es für das Seienshafte kein Start und kein Stop gibt, gibt es keinen Anfang und kein Ende. Das Beste, was Wir sagen können, ist, dass Seien ewig und unendlich ist. Und Seien ist Liebe, nicht die oft verzettelte Liebe der relativen Welt, sondern die entschiedene Substanz der Welt und des gesamten Napfs des Universums. Die Liebe, von der Ich rede, ist eine stetigere, ruhigere Liebe. Und demnach sind Liebe und Seien Eins, und so ist Liebe, und Liebe ist alles des Unsrigen. Liebe ist alles von Mir und ist alles von dir, und so sind Wir Seiend, die Seienshaftigkeit der Liebe.
Du bist ein Pfeil, der durch den Himmel fliegt. Du bist ein Komet, der so schnell ist, dass er nicht gesehen wird. Du bist hurtige Liebe, treffsichere Liebe, konstante Liebe, die nichts anderes als Liebe kennt, so, wie du jetzt soeben in deinem Herzen Liebe spürst, denn Meine Worte erhaschen dein Herz und passen es in den Galaxien an der Stelle ein, wo doch sogar die Galaxien die Stille der Liebe sind, und wo sie dich doch ebenso lieben, wie Ich es tue. Es ist nichts anderes als Liebe.
Du fängst flüchtige Eindrücke der Seienshaftigkeit der Seelen ein. Die Seelen aller auf der Erde haben sich gegenseitig unter den Arm gefasst, und sie werden somit Eine Seele, die selbst in einen Traum des Menschlichen Lebens emporsteigt. Deine Seele ist Stille. Alles ist Stille. Sogar jedwede Bewegung und jegliche Emotion sind Stille. Sogar Raserei ist Stille. Alle Abirrungen sind Stille. Aller Lippenstift und alles Gold sind Abirrungen der Einen Stille, die in Unseren Herzen beherbergt ist, in Unserem einen Herzen.
Denkt nicht, das sei alles durcheinander oder kompliziert. Eins ist das simpelste von allem, und dennoch ist Eins Ganzheit, und Eins ist ebenfalls alles, was in der Ganzheit enthalten ist. Was ist Einssein anderes als Ganzheit, als Allheit? Was sind Ganzheit und Allheit anderes als Einssein? Was hernach in der Welt vor sich geht, ist nichts als REM-Bewegungen der Augen, unter dem Kanzler des Geistes, der ebenfalls, allen Erscheinlichkeiten zum Trotz, Einssein ist. Es gibt keinen Bruch. Es gibt keine Trennung. Es gibt kein Nehmt Abschied, Brüder. Da ist Liebe, Geliebte, und gebt sie demnach heute.

