HEAVEN # 3645 Alle eure Wahlen
ALLE EURE WAHLEN
Bejaht die Vorstellung, dass es keine Fehltritte gibt, dass es keine Unglücksfälle gibt, dass alles aus einem Grund erfolgt, und dass der Grund, ob bekannt oder nicht bekannt, euch vorwärtsbringt. Es wird für dich danach aussehen, dass es dafür keinen guten Grund geben kann. Es mag für dich keine Möglichkeit geben, den Grund auszumachen, da dein Leben eine Begebenheit jeweils auf ein Mal durchspielt.
Du kannst die Straße nicht sehen, die nicht genommen wird. Du kannst ihrem Verlauf nicht folgen. Und du wirst die Straße, die du genommen hast, nicht ganz klar sehen. Du kannst jammern: „Oh, wieso ist das passiert?“ Oder: „Warum habe ich das aufkommen lassen? Warum sagte ich nichts? Warum habe ich es unter den Teppich gekehrt?“ Oder: „Warum habe ich es nicht unter den Teppich gekehrt?“ Du kannst sogar ächzen: „Oh, wieso bin ich zu solch einer Plackerei geboren?“
Es gibt zahlreiche Straßen, die nicht genommen werden. Es gibt zahlreiche Straßen, die genommen werden. Wie kannst du sicher sein, dass du einen Irrtum begangen hast bei dem, was du als einen Fehler siehst? Wärst du imstande, das gesamte göttliche Bild zu sehen, so würdest du andere Folgerungen ziehen. Du könntest sagen: „Was für eine wunderbare Sache, was meinem Dafürhalten nach ein Irrtum war. Jetzt erblicke ich das Gute, was es einbrachte. Jetzt sehe ich, was es mir ersparte. Jetzt sehe ich, dass ich dort, wo ich mich meines Erachtens irrte, richtig lag. Ich traf die richtige Wahl, selbst obschon es nach der falschen Entscheidung aussah.“
Geliebte, es gibt zahlreiche richtige Entscheidungen. Ich möchte euch etwas sagen. Ihr befindet euch jetzt an einer guten Stelle, und alle eure Wahlen leiteten euch dorthin. Und falls ihr in eurer planlosen Manier andere Wahlen getroffen hättet, wärt ihr ebenso hier an der Stelle. Eure Bescheide sind nicht die ganze Bestimmungsgröße dafür, wo ihr euch jetzt befindet. Ihr haltet euch jetzt hier in diesem wundervollen Land des Himmels auf, weil Ich euch gerufen habe. Sobald Ich euch rufe, was spielt es dann für eine Rolle, was ihr wann getan habt. Von Belang ist, dass ihr jetzt hier seid. Es gibt nichts, worüber ihr euch Gedanken zu machen braucht.
Es mag sein, ihr habt Geld verschwendet, und doch war das kein Fehler. Ihr habt geheiratet, ihr wart ledig oder ihr bliebt verheiratet, und es war kein Fehler. Es war eine Wahl, die ihr getroffen habt. Einerlei wie tölpelhaft, was auch immer, es war eure Wahl, sie zu treffen, und zu jenem Zeitpunkt war es das Richtige. Das Leben mag euch das erwiesen haben, oder nicht. Das tut nichts zur Sache. Ihr seht nur einen Fleck dessen, worum euer Leben sich dreht. Eine Stelle zeigt euch nicht die gesamte Arena auf.
Selbst wenn ihr das Ballspiel verloren habt, habt ihr gewonnen. Ihr könnt nicht verlieren, Geliebte. Kommt von dem Blickwinkel her, dass ihr richtige Wahlen traft, dass sie euch förderlich waren oder noch dienlich sein werden. Ihr habt jetzt eine Wahl zu treffen, und Ich sage euch, welche Entscheidung zu fällen ist. Ihr könnt euch mit Bedauern befassen, ihr könnt Anderen hinterher mit klugen Ratschlägen kommen. Ihr habt diese Wahl. Ich mache euch indes den Vorschlag, dass ihr euch für alle Entscheidungen, die ihr getroffen habt, Beifall spendet. Das könntet ihr genauso gut. Einmal getroffen, vermögt ihr eure Entscheidungen nicht zu nicht getroffenen Entscheidungen zu machen. Niemals sähe Ich es gerne, dass ihr das Leben, was Ich euch gab, in Bedauern verbringt. Das wäre in der Tat eine törichte Wahl. Ihr könnt die Wahl treffen, zu bedauern, noch einmal die Hälfte oder alle eure Entscheidungen zu bedauern. Ihr könnt eine Wahl treffen, voranzugehen und all euer Bedauern hinter euch zu lassen. Bedauern sind euch nicht dienlich. Bedauern hemmen euch. Sie machen euch träge und nachtrauernd.
Lasst euer Haar fallen und den Wind nach Belieben wehen. Spürt den Wind in eurem Gesicht. Ihr seid jetzt. Ihr seid jetzt soeben, und ihr liegt an der Spitze. Ihr seid der Punktzahl voraus, die ihr euch angeschrieben habt. Einmal eingegangene Entscheidungen sind nicht eure Wahlen, die euch jetzt anliegen, sie zu treffen oder aufzuheben. Lasst sie alleine für sich. Tadelt euch nicht mehr. Ihr seid blendend.

