HEAVEN # 3635 Dein gutes Glück
DEIN GUTES GLÜCK
Du gingst mit der Auffassung einher, dass du die Dinge richtig machen solltest. Darin besteht freilich nicht deine Zwecksetzung. Noch mehr als das, es ist unwahrscheinlich, dass du es fertigbringen kannst, die Dinge richtig zu machen, sobald es das anbelangt, was andere Menschen tun oder denken.
Gewiss, du magst ja im Recht sein, doch wohin bringt dich das? Ob du Recht hast oder nicht, was dir offensteht zu tun, ist dich in Ordnung bringen. Wandel möchte von dir auszugehen. Du hast dich als erstes zu verändern. Du hast deinen modus operandi zu wechseln.
Recht zu haben ist nicht so wichtig, wie ihr denkt. Wenn ihr eure Richtigkeit abmesst, haltet ihr das Strömen des Lebens auf. Ihr seid abrupt. Ihr habt nicht Recht zu haben, Geliebte. Besser als im Recht könnt ihr ein schöner Mensch sein, der von niemandem auch nur einen Zentimeter beansprucht, indessen eine Meile weitergibt. Würde dich das nicht verwandeln, mehr geben, würde dich das nicht verwandeln, nicht in der Erwartung stehen, dass der Andere dir deinen festgesetzten Anteil übergibt?
Je mehr du wahrnimmst, dass ein Anderer es nötig habe, freigiebig zu sein, desto mehr ist es an dir zu geben. Du gibst nicht als jemand, der versöhnt. Du gibst, weil das Hand und Fuß hat. Wenn du einem armen Menschen begegnest, selbst dann wenn er dir Geld schuldet, ist es unwahrscheinlich, dass er in seine Tasche langen und dir einen Hundert-Dollar-Schein geben kann. Und doch erwartest du es ab und an, dass dir jemand, der arm im Herzen ist, dein dir Gebührendes gibt. In der Sache bist du sogar unverrückbar.
Gerechtigkeit ist Urteilen, und Wir reden nicht von Gerechtigkeit. Wir reden von Weiterkommen. Wir reden vom Öffnen neuer Kanäle, sodass du die Vergangenheit los lassen und dich voranbewegen kannst. Indem du vorankommst, schaffst du eine Bahn, damit Andere auf ihr vorankommen. Du möchtest Bewegung, nicht wahr? Sich Regen ist nicht alte Schulden begleichen, bevor du vorankommen kannst, denn dann bleibst du an der gleichen Stelle und leimst einen Anderen gleichfalls an der Stelle fest.
Es bist du, dem ein Wandel des Herzens ansteht. Es bist du, weil Ich zu dir spreche, und du Mich hören kannst. Freue dich für dein Herz und den Glücksfall, die dir stattgeben, zu hören. Du weißt, du weißt es tief in deinem Herzen, dass Ich es bin, der zu dir spricht..
Etliche könnten sagen, dass Ich euch sage, zu vergeben. Gut, vergebt euch sodann selbst dafür, dass ihr Mich nötig habt, euch zu sagen, das los zu lassen, was euch weh tut. Wenn ihr euch in einer Lage des Verkohltseins seht, dann entlasst euch aus dieser Verfassung. Tretet aus euren fest vorgegebenen Grenzen heraus. Seid das, was ihr bei eurem Gegenüber gerne säht, dass er es ist. Seid, wie Ich euch bitte zu sein, und das ist größer, als ihr in der Vergangenheit wart. Dadurch gelangt ihr aus der Vergangenheit heraus – indem ihr größer seid, als ihr es gewöhnlich wart.
Ihr lasst los, im Recht zu sein. Ihr erlangt Großherzigkeit und gar Größe. Du möchtest großartig sein, oder nicht? Beginne jetzt bei den kleinen Verärgerungen, die dich nicht los lassen mögen. Lasse du sie los. Diese kleinen Dinge haben nicht der Herrscher über dich zu sein. Sie mögen sich für dich groß anfühlen, deine Gefühle des Entsetzens hast du allerdings lange genug mit dir herumgetragen, eigentlich allzu lang. Eine Minute ist zu lang, um das Empfinden der Selbstgerechtigkeit bei sich zu haben. Sei stattdessen ein bescheidener Mensch. Mithin ist es sonstwer, der sich irrt. Du erklärst dich nicht für den Mangel an Rücksichtnahme aufseiten eines Anderen zuständig. Hier geht es um deren Kurzsichtigkeit. Sie gehört ihnen zu, nicht dir. Du sinkst nicht zu einem niedrigeren Gewahrsein ab. Du erhebst dich über das Getümmel. Steige zu Meinem Gewahrsein empor. Herzlichen Dank, dass emporsteigst. Was gibt es – bei einem Konflikt – für dich Anderes zu tun?

