HEAVEN # 3634 Womöglich bedarf es eines Helden
WOMÖGLICH BEDARF ES EINES HELDEN
Egal wo du dich befindest oder wer mit dir zusammen ist, sie sind Vertreter von Mir. Jeder, den du im Supermarkt siehst, einerlei wie seltsam er aussieht, egal was er kauft, egal welchen Gesichtsausdruck er hat, sie sind wirkende Sachwalter vom Himmel, nicht anders als du.
Derjenige, den du als deinen schlimmsten Feind einschätzt, ist ebenfalls Mein Bevollmächtigter. Infolgedessen gibt es keine Feinde. Es gibt schier Repräsentanten von Mir, und Ich bin niemandes Feind.
Weil dir jemand auf die Zehen tritt, macht ihn zu keinem Feind.
Weil sich jemand über dich hinwegsetzt, macht ihn zu keinem Feind.
Keiner ist ein Feind, einerlei was er denkt, einerlei was du denkst, einerlei was die Welt sagt.
Er oder sie mag fehlgeleitet sein. Du magst fehlgeleitet sein. Bestimmt bist du das. Mit Sicherheit bist du, falls du dich erzürnst, einem unzutreffenden Hinweis, der einer eingebildeten Spur entlang führt, gefolgt, was dich zu einer verdrehten Sicht oder gar zu entstelltem Handeln bringt.
Derjenige, der dich bestohlen hat, worum es dabei auch geht, braucht etwas von dir. Er hat etwas Anerkennung von dir nötig. Er braucht etwas, was er nicht hat, und das mag Verständnis sein. Wenn du dich angeschmiert fühlst, stehen die Chancen gut, dass er sich angeschmiert fühlt. Wer wird mit diesem Schraubstock aufhören, der euch beide festzieht? Wer wird diese Schlacht um Vorherrschaft beenden? Geht es bei der Schlacht nicht eben darum - wer wird gewinnen?
Was wird gewonnen, Geliebte? Lasst den Anderen gewinnen. Er wird Gewinnen nötiger haben als ihr. Was genau habt ihr nötig, während ihr Mich habt? Handelt an Meiner Stelle. Was würdest du tun? Wie festhaltend hättest du zu sein? Wie gebend hättest du zu sein?
Der Mensch, der dich angreift, wird nicht wissen, dass er Mein wirkender Sachwalter ist. Du weißt, du bist der Meinige. Also sei es. Schlucke deinen Stolz hinunter. Schlucke dein Empfinden von Selbst-Gerechtigkeit hinunter. Was wird sich abspielen? Welche Frucht möchtest du anbauen? Was wirst du aussäen? Säe Liebe aus. Säe allerhand Samen der Liebe aus. Hebe dich höher. Erhebe dich über das Gedränge.
Niemand vermag von dir wegzunehmen, was von Belang ist. Du bist es, der es dir wegnimmt. Du möchtest von diesem Anderen Ehre, und hier an der Stelle entehrst du dich wegen eines Zweicent-Stücks an Stolz. Und falls das, was er dir gestohlen hat, große Wichtigkeit hat, steht es dir immer noch nicht an, dich zu entehren, was das gleiche ist wie Mich entehren. Du bist Mein Sachwalter, und du repräsentierst Mich, nicht unrichtig, sondern wahrhaft.
Ich sagte niemals: „Zahn um Zahn.“ Ich bat euch niemals, Vergeltung zu üben, selbst dann, wenn ihr einzig in eurem Herzen Vergeltung übt. Sobald euer Herz in einem vermeintlichen Unrecht verwickelt ist, habt ihr einen Weg zu finden, dass die Lage zu einer rechten Lösung gelangt. Ihr habt die Mechanik auszuwechseln. Ihr habt einen neuen Pfad zu schaffen. Ihr habt das Alte gehen zu lassen. Darin besteht eure Wahl. Eine andere gibt es nicht. Wenn ihr harte Gefühle auflösen wollt, habt ihr harte Gefühle los zu lassen.
Wenn ein Gentleman mit einer Frau tanzt und sie ihm auf die Zehen tritt, sagt er: „Entschuldige bitte.“ Er sagt das, weil er ein Gentleman ist. Ist er weniger, weil er sagt: „Entschuldige bitte“, oder ist er mehr? Was hat er eingebüßt, und was gewonnen?
Und was verlierst, was gewinnst du, wenn du eine Lady oder ein Gentleman bist? Es ist nicht unaufrichtig, einen Krieg zu vermeiden oder zu beenden. Es ist nicht schwächend. Es ist stärkend. Hier geht es um: sich über eine Lage erheben. Es handelt von: eine Situation zerstreuen.
Jeder kann ein Feuer entzünden. Ein Streichholz genügt ihm dabei. Es kann eines Helden bedürfen, ein Feuer zu löschen.

