HEAVEN # 3627 All die eingebildete Schöpfung
ALL DIE EINGEBILDETE SCHÖPFUNG
Wo sich dein Körper auch soeben befindet, du bist bei Mir. Sitzt du in einem Jet, oder fliegst du zum Mond, oder tauchst du tief in das Wasser des Ozeans ein, oder bist du beim Klettern im Gebirge verschollen, bist du von einem Haus zu einem anderen Haus oder in ein anderes Land gezogen, oder schläfst du auf einer Parkbank oder sitzt in einem Baum - - du bist bei Mir. Das ist Unsere Heilige Allianz. So steht es damit. Einerlei wie oder was, Wir sind zusammen. Wie kann das sein, freilich ist es so.
Wir können es so sehen: Es gibt Eine Seele. Schrullige Gedanken keimen auf, einer nach dem anderen. Ich, der Ich die Quelle bin, bleibe die Quelle. Ich gehe nie davon weg. Wieso, es ist so wunderbar, Ich zu sein. Weswegen oder wie könnte Ich davon abrücken?
Gedanken entkamen der Soliden Wahrheit. Ein Gedanke führte zum nächsten. Wir könnten sagen, die Gedanken dachten, sie seien auf eigene Faust fortgewandert. Abenteuerlich naiv dachten die launischen Gedanken, sie seien einzigartig, sie seien auf die anderen Gedanken, die herumwanderten, nicht angewiesen, ja gar von ihrem Schöpfer unabhängig, da draußen an einem Faden ganz für sich. Sie wussten nicht, wie sie zu dem Ort gelangten, an dem sie sich befanden. Sie wussten nicht, was damit anzufangen ist, und somit dachten sie, sie seien das Alles, und doch waren die eigensinnigen Gedanken eingebildete Weggänge, Weggänge wahrhaftig von der Quelle von Allem. Die abwegigen Gedanken, die Körper ausgeformt und die dies und das ausgebildet hatten, vergaßen ihre wahre Natur. Sie vergaßen, wo sie wirklich waren - bei Mir natürlich -, sie vergaßen auch, dass sie Mein ursprünglicher Gedanke waren. Sie nahmen Meine Gedanken Huckepack und rannten mit ihnen weg, so als wären sie eine Getrenntheit, so, als ob Du und Ich tatsächlich getrennt existierten, und als ginge es eben nicht um den wahren Stand der Dinge, der eben lautet, dass Wir Eins sind, nicht Eins Alleine, sondern Eins in Liebe mit all der eingebildeten Schöpfung, der sie sich mehr oder weniger angedreht sahen.
Habe Ich dieses eingebildete du erschaffen, oder du? Ich möchte sagen: „Beide.“ Ich erschuf die Möglichkeit von Menschenseinswesen, und du bist mit der Idee davongerannt. „Juhu“, sagtest du zu deinem vorgestellten Selbst, „Juhu, ich bin ich und sonst niemand.“ Diese Idee packte dich, und sie entsetzte dich.
Selbstverständlich, aus dem Blickwinkel der scheinbaren Erde her gesehen, bist du du und sonst niemand. Das ist so weit ab von wie es wirklich ist, wie du, der du mit dem Gedanken von dir selbst weggerannt bist, darum herumkommen kannst. Du, der du eine Art Unabhängigkeit erklärt hast, bist dir über Mich oder gar darüber, dass Ich bin, nicht so recht sicher. Das ist natürlich lachhaft, da Ich der Bedeutende Ich BIN BIN, und du läufst in dem Umkreis herum, aus dem du kamst und wo du dich nach wie vor aufhältst. Du hast dich verdinglicht, und dich von dem Subjekt deiner selbst davongemacht. Dein Intellekt hat übernommen, und die ganze Welt war nicht anders als du am Glauben, mit der Ausnahme eines flüchtigen Blicks ab und an auf den Wahren Stand der Dinge.
Du bist außerstande, von Mir, von deiner ureigenen Quelle, abzugehen. Mithin hast du dich mit der Fiktion identifiziert, mit der Fiktion, die dann und wann aus deinem Blickwinkel her gesehen wundervoll und mitunter zu scheußlich ist, um sich Gedanken über sie zu machen. Wie Ich sagte, Du kannst deinen Sinn kaum zu der Auffassung herumbekommen, dass Wir, du und Ich, Eins sind, und doch, selbst dann vermagst du die Idee nicht wegzuwerfen. Sie kommt zurück, um dich sozusagen heimzusuchen. Der Gedanke Unseres Einsseins ist wie eine Sirene, die dich betört. Sirenen wollten Odysseus nicht zu seiner Gattin und seiner rechtmäßigen Heimat zurück lassen. In Unserem Fall ist die Sirene die Wahrheit, die dich nicht ganz von all der Schönheit und deiner Rechtmäßigen Heimat abkehren sehen möchte.

