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HEAVEN #3267 Grüne Auen

GRÜNE AUEN

Was geht heute mit dir vor? Was verwirrt dich? Was besänftigt dich? Was brachte dich zum Bescheid, dass du Besänftigung nötig habest? Wer hat dich geringschätzig behandelt, und wieso übergibt dir eine Geringschätzung eine derart große Bewandtnis, dass du ihretwegen gereizt wirst?

Jemand war heute egoistisch. Er stellte seinen Egoismus über den deinigen. Er nahm deine Chance fort, egoistisch zu sein. Dein Egoismus wurde untergraben. Wieso sinnst du deswegen hinterher noch einmal nach?

Was genau ist Sache, dass ihr derart sicher seid, es gehöre instand gesetzt? Geliebte, es liegt euch nicht an, die Welt zu berichtigen.

Sei eine Lehrerin, die das herausfindet, was in ihren Schülern willkommen zu heißen ist. Sei ein Lehrer, der sich nicht nach den Unstimmigkeiten bei den Kindern umsieht. Er sieht darauf, was zu lieben ist, und, falls nicht zu lieben, was zu mögen ist. Er schaut darauf, das Kind aufzurichten, und nicht, es ein oder zwei Sprossen herunterzuholen.

Eben so wie du Mein Kind bist, sieh die Welt als dein Kind und hilf ihr zu wachsen. Auf die Fehler der Welt hinweisen betont ihre Irrtümer. Auf ihre Verdienste hinweisen ist ihr behilflich, in Freuden empor zu wallen. Gib der Welt einige Freude.

Und dem Menschen, der dich geringschätzig behandelte – vielleicht hatte er es mehr nötig, sich an den ersten Platz zu stellen, als du es nötigt hattest. Gilt es darüber muffelig zu werden? Freue dich, dass du über alle Maßen mit deinem Egoismus dabei gut wegkommst. Sei froh, dass deine Bedürftigkeit, der Erste zu sein, geringer ausgeprägt war als die seine. Ist das kein Grund zum Feiern?

Und falls du dich im Augenblick nicht in der Lage siehst, zu feiern, ist der Zeitpunkt verstrichen, und wieso sollte jetzt die Gedankenlosigkeit eines Anderen auf deine Stimmung und dein Leben durchschlagen? Wieso solltest du Gedanken, ja gar mentale Gespräche mit dir herum tragen, in denen du den Anderen berichtigst? Du fährst in einem imaginären Gespräch fort, in dem du sicher stellst, dass dein Gegenüber erkennt, wie er nicht nett zu dir war, indem er keinerlei Rücksicht auf dich nahm.

Geliebte, lasst Mich euch ein für alle Mal sagen - es liegt euch nicht an, Andere wegen ihrer Versagen zu erziehen. Was für ein Gebot ist das?

Anstatt auch nur einen Anflug an Verletztheit mit euch herum zu tragen, was ein Anderer tat oder nicht tat, was er sagte oder nicht sagte, habt einen Gedanken an Mich. Ist das nicht besser? Sieh, wie sich deine Aura ändert. Spürst du das? Wie schlicht und einfach ist ein Gedanke über Mich. Fülle die Luft mit Gedanken an Mich und schreite aus der Kümmernis-Bühne hervor.

Nunmehr könnte jemand entgegnen: „Aber schau, Gott schilt dich soeben, oder etwa nicht? Weist Er nicht auf Fehler hin, die dich begleiten? Berichtigt Er dich jetzt nicht?“

Darauf könntest du antworten: „Wieso, ja, schau aber hin, wie Er das macht. Gott liebt Mich. Wenn ich einen anderen Menschen zurechtweise, ist mein Motiv keine Liebe. Mein Gefühl ist nicht Liebe. Mein Ansinnen ist nicht Liebe. Gott kommt von der Liebe her, und ich komme von der Unruhe her. Mein Motiv ist, meine Beunruhigung los zu werden. Gott ist nicht verwirrt. Nicht im Mindesten. Irgendwie hat Gott eine Art, mir was Was ist mitzuteilen, und ich bin froh darüber. Gott prügelt mich nicht durch. Er zeigt nicht mit dem Finger auf mich. Er zeigt auf Mein Glück und möchte mir gerne meine Befasstheit mit den Fehlern eines Anderen abnehmen. Gott legt seine Liebe auf mich, wie eine Mutter ihrem Kind eine Mütze aufsetzt.“

Du könntest ferner erwidern: „Wieso, Gott redet zu mir, wie eine Mutter am ersten Tag mit ihm redet, wann sie ihr Kind zur Schule schickt. 'Sei zu anderen Kindern freundlich', sagt sie. 'Streite dich nicht mit anderen. Und sobald du von der Schule nachhause kommst, habe ich für dich eine warme Tasse Kakao fertiggemacht.'“

Bin Ich nicht so? Und fühlst du dich jetzt nicht besser? Habe Ich dich nicht auf grüne Auen geführt?