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HEAVEN #3231 Eine Ursache gibt es nicht

EINE URSACHE GIBT ES NICHT

Es ist euch nicht verständlich, dass es keine Ursache gibt. Es gibt Ursachen weswegen und selbst einen Nachweis, der für etwas erbracht ist, und doch halte Ich darin nach, dass es keine Ursache für etwas gibt.

Eine Kugel wird aus einem Gewehr abgefeuert, und jemand stirbt. Offensichtlich hat der Kugelschuss den Tod verursacht. Man sagt im allgemeinen, ein Keim löse eine Erkältung aus. Dafür gibt es allerhand Nachweise. Und doch bleibe Ich dabei, dass es keine Ursache gibt. Das ist ein wichtiger Punkt. Das Entsinnen, dass es keine Ursache gibt, wird dich davon abhalten, nach Gerechtigkeit zu suchen. Es wird dir etwa helfen, dich einfach im Leben zu bewegen, wie es ohne Ärger ist. Ärger gibt es überreichlich, doch gibt es keine Ursache. Es gibt provozierende Vorfälle, jedoch bilden sie nicht die Ursache. Es gibt keine Ursache. Wir könnten sagen, dass die Ursache euer Reagieren im Ärger darstellt. Nenne dich nicht heilig, weil du Ärger spürst und ihn als rechtmäßig titulierst.

Gründe für Kriege werden ausgereicht. Allerhand Gründe. Rechtfertigungen müssen ausfindig gemacht werden, jedoch gibt es keinen ausreichenden Grund, um Krieg zu befugen. Krieg ist Krieg, auf zahlreiche Weise gerechtfertigt, und doch gibt es keine Rechtfertigung. In der relativen Welt scheint es eine jede Rechtfertigung zu geben.

Seht euch nicht nach Gerechtigkeit um, denn Gerechtigkeit ist kein Wort im Wortschatz des Himmels. Der Schrei nach Gerechtigkeit ist ein Schrei. Die eine Sache scheint euch gerecht, eine andere ungerecht.

Früher oder später werdet ihr aufhören, euch nach Erklärungen umzusehen. Es gibt keine Erklärungen, Geliebte. Falls ihr eine Ursache finden solltet, unter jener liegt eine weitere und noch eine. Ursachen scheinen endlos, und doch halte Ich nach, es gibt keine Ursache.

Ohne Erklärungssuche werdet ihr euch, Geliebte, vom Urteilen abziehen. Sich erinnern, dass es keinen Grund gibt, wird euch aus dem Rahmen des Urteilsgeistes herausbringen.

Ich bitte euch, über die relative Welt hinaus zu sehen, und alles, was es gibt, zu sehen. Das Relative ist allesamt Abbild und Vergleich. Es gibt Dunkel und licht. Es gibt gut und nicht gut. In der relativen Welt gibt es immer ausstehende Scherereien, so wie die Welt es sieht, wobei ein wenig Gutes dazwischen geworfen ist. Alldas ist eine Meinungsangelegenheit. Weil die ganze Welt mit euch übereinstimmt, macht es nicht wahr.

Die relative Welt Etiketten. Frische und abgestandene. Liebevolle und nicht liebenswürdige. Ein Mensch, der auf ein Stück Brot Hunger hat, denkt nicht daran, dass das Brot altbacken ist. Ein wohlhabender Mann wirft einen ganzen Laib hinaus. Ein Mensch, der voller Liebe ist, sieht die Schönheit seiner und seines Geliebten, unterdessen jemand, der nicht verliebt ist, das nicht tut. Alles, aber auch alles in der relativen Welt ist eine Sache der Wahl. Was ihr euch anseht, ist eure Wahl. Was ihr aus dem, was ihr euch anseht, herausnehmt, ist eure Wahl. Ihr habt die Freiheit, je nach eurer Wahl zu sehen. Ihr habt ach die Freiheit, anders zu sehen.

Die relative Welt ist ein zeitweiliges Phänomen, und doch wird sie so gesehen, als wäre sie permanent. Die Welt wandelt sich. Alles in der relativen Welt wandelt sich. Was heute in eurer Gunst steht, wird es morgen nicht sein. Wandel ist der Name der Partie in der relativen Welt. Ihr könnt gerade euren Geist ändern.

Die relative Welt ist eine Schicht. Seht es, für den Fortgang unserer Erörterung hier, wie den Zuckerguss auf einem Kuchen. Er ist nicht immer köstlich, obschon er es bestimmt sein kann. Unter ihm befindet sich ein Kuchen. Der Kuchen, über den Ich rede, wird nie abgestanden. Er ist immer köstlich. Er kommt immer richtig auf den Tisch. Er ist in aller Vollkommenheit gebacken.

Das relative Leben ist der Zuckerguss. Es ist bloß der Zuckerguss. Es existiert die Neigung zu denken, dass der Zuckerguss des relativen Lebens zuvorderst sei.

Da ist ein größeres Stück des Kuchens, der sich durch alles im Leben zieht.

Wir können sagen, dass die nicht erblickte Schicht des Lebens die Ursache für die erblickte Schicht ist. Wir können sagen, dass das relative Leben dieser ungesehenen Schicht entkommt. Und doch gibt es für alles im relativen Leben keinen Grund, das möchte Ich festhalten. Alle sind unschuldig. Alle sind derart unschuldig wie du. Es gibt keine Ursache.