HEAVEN #3224 Ein Prinz des Lichts
EIN PRINZ DES LICHTS
"Gott komm und hilf mir", denkst du. Du denkst, du musst auf Mich warten, wie Ich auf einem weißen Pferd daherreite, und dich rette. Geliebte, ihr braucht nicht gerettet zu werden. Ihr brauchtet niemals gerettet zu werden. Ihr seid jetzt sicher.
Ihr wart niemals im Wald verschollen. Bestimmt, das habt ihr euch gedacht.
An der Stelle gibt es nichts, um sich darüber auseinanderzusetzen, jedoch war das insgesamt Teil eures irrigen Denkens.
Ihr lest eine Kindergeschichte, in der Ungeheuer, Hexen, Kobolde und Trolle vorkommen, und ihr habt an jeder Ecke Gefahren gesehen. Doch hättet ihr die ganze Zeit über, anstatt das zu sehen, was um jede Ecke herumgeschlichen ist, euer Glück suchen können. Seht ihr den Unterschied? Geliebte, kneift nicht vor eurer Bestimmung.
Kommt aus dem Schatten heraus, Geliebte. Lasst die Dunkelheit der Angst. Betretet das sonnenbeschienene Feld, wo alles offen daliegt, wo die Blumen blühen und wo ihr gedeiht. Ihr braucht euch nicht unter einem Pilz verstecken. Kommt aus eurem Versteck heraus, Geliebte. Tretet ihn das Feld des Lebens heraus. Die Dämmerung ist da.
Und glaubt an alles Gute wünschende Märchen-Großmütter. Glaubt an Zauberstäbe, und schwenkt einen über eurem Leben. Beendet die Angst, und beginnt das Abenteuer. Fangt mit eurem Gewahrsein des Abenteuers an, und wisst, dieses Abenteuer ist sicher. Das Empfinden des Abenteuers schließt das Unerwartete ein. Das Unerwartete wird erwartet. Ja, kobold-gleiche Schatten tauchen dann und wann auf, und ihr wisst, es sind bloß Schatten, jedoch sind selbst Schatten keine Vorahnungen. Dein wirkliches Leben geschieht im hellen Sonnenlicht, und dieses Sonnenlicht wird niemals geringer. Was auch passiert, du musst in neuem Licht sehen. Neues Licht für altes. Neue Sicht für alte. Wirf die alte Brille weg. Du kannst sie jetzt nicht mehr gebrauchen.
Du selbst bist helles Licht, und demnach siehst du in hellem Licht. Was dich auch an Schatten heruntergezogen haben mag, dein helles Licht ist unberührbar. Was kann es in hellem Licht geben, ausgenommen helles Licht? Die Sonne, die von oben her scheint, ist entschieden das gleiche Licht, was inwendig in dir scheint.
Falls es einen Gauner gibt, der existiert, ist das euer eigener Geist, Geliebte. Es ist euer eigener Geist, der euch die Wolle über die Augen ziehen kann. Nichts existiert da draußen, ausgenommen euer eigener Geist liefert es an.
Sobald euer Wesen unsterblich ist, welche Gefahr ist dann echt? Das ist alles Fiktion, Geliebte. Es sieht echt aus. Jeder sagt, es sei echt. Jeder sagt euch, euch an jeder Kreuzung vor Gefahren zu hüten, und doch sage Ich euch jetzt folgendes: Schaut euch, schaut euch in diesem Drama, mit dem ihr experimentiert, nach einem Schatz um. Wie anders ist doch die Reise, zu der ihr euch aufmacht, davon abhängig, wie euer Geist sie ausführlich angibt.
Ihr macht euch zu einer Reise nach dorthin auf, wovon ihr meint, es handle sich um ein weit entferntes Land. Jedoch ist es ein Spielzeugschiff in einer Badewanne, in dem ihr segelt.
Das Universum ist riesig. Ihr könnt auf das Leben nicht so schauen, wie es ein Blinder tat, der den Elefanten genau untersuchte und dachte, er wisse, wie er aussieht. Ein einzelner Aspekt ist bloß ein einzelner Aspekt.
Selbst von einem einzelnen Blätterbett inmitten eines gigantischen Waldes heraus kannst du die Meere sehen, die nicht so weit weg sind, wie du denkst. Die Meere sind zur Hand. Die Himmel sind in Reichweite. Dein Geist kann dorthin gelangen. Dein Geist kann Fakten umgehen, kann jene in die Irre leitenden Hinweise, jene falschen Spuren, die dich auf den falschen Baum hinauf führen, umgehen.
Ich weise dir den Weg zur Anerkenntnis deiner selbst und dessen, womit du in Wahrheit befasst bist. Die Tagesroutine hat seinen Platz, jedoch ist sie bloß ein Teil. Gestatte es dem täglichen Leben nicht, dir von dem Gewahrsein des größeren Abenteuers, auf dem du dich befindest, abzuraten. Lasse dich durch nichts von dem Licht des Tages abbringen, und davon, wo du bist, wo du wirklich bist, um eben das Seinswesen von dir zu erkennen, was den Körper, in dem du bist, übersteigt. Ungeachtet dessen, was Andere über dich denken mögen, ungeachtet dessen, was du über dich selbst denken magst, du bist kein zielloser Wanderer. Du bist ein Prinz des Lichts, der in einem Wald deines Geistes steht. Euer Geist mag herumwandern, nicht aber ihr, ihr, Geliebte, seid nicht weit draußen im Feld.

