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HEAVEN #3209 Die Reisenden

DIE REISENDEN

Schließt eure Augen und fühlt Mich im Inneren. Fühlt Mich, wie Ich inwendig in euch emporwoge. Während ihr Mich spürt, welche Einwände tragt ihr da weiterhin mit euch? Was gibt es, um sich damit auseinanderzusetzen, und mit wem müsst ihr euch auseinandersetzen?

Ein jedes Menschenseinswesen ist ein Reisender mit euch. Reisende mögen ihren Bestimmungsort kennen oder nicht. Sie haben ihr Ticket lange zuvor gekauft. Und demnach reisen sie jetzt im Vertrauen. Reisende verdienen besondere Hinsicht. Sie können sich verloren vorkommen. Sie können ihr Gefühl, verschollen zu sein, auf zahlreiche Weise verschleiern. Sie werden sich etwa selbst mit großem Zutrauen begegnen, alles, weil sie sich verschollen fühlen. Sie mögen herumgehen und ihr Verschollensein preisgeben und nach dem Weg fragen. Alle sind Reisende, die gerne ihren Weg finden möchten. Etliche Reisende mögen sich an dich klammern. Etliche werden dich womöglich niederschlagen in ihrer Eile, irgendwohin zu gelangen. Das bedeutet nichts, Geliebte. Das ist nicht persönlich für euch gemeint. Ihr seid einfach zufällig da, und nehmt den Raum ein, den andere Reisende einen Augenblick lang als den ihren ansehen mögen. Voller Schrecken tun Reisende zahlreiche Sachen. Du, du als ein Mitreisender, holst schließlich dazu auf, dass du nichts persönlich zu nehmen hast, was immer auch ein anderer Reisender vorbringt. Persönlich nehmen, was das gleiche ist wie ernst nehmen, weist sich als eine Menge Schnaufen und Keuchen aus. Ich machte die Beobachtung, dass Reisende sogar politische Parteien ernst nehmen, so, als gäbe es eine Art Vendetta auszuagieren. Es ist schwer zu glauben, wie ernst Reisende ihre Reise und die Knochen, die sie dabei auflesen, nehmen.

Während ihr euch dort auf der Reise, was euch wie eine lange Straße aussehen mag, befindet, gebt einem jeden Reisenden jedwede Zuvorkommenheit. Diesen Vorschlag trage Ich euch an. Ihr könnt es als Gebot bezeichnen. Ihr könnt es als eine Einladung bezeichnen. Ihr könnt es als das Gesetz des Landes bezeichnen. Ihr könnt es bezeichnen, wie ihr es mögt. Findet es in eurem Herzen, freundlich zu sein. Seid gegenüber euren Mitreisenden freundlich. Niemals harsch.

Falls sich Andere mit euch auseinandersetzen mögen, habt ihr euch nicht mit ihnen auseinanderzusetzen. Was für eine schlichte Idee! Falls Einige immerzu recht haben mögen, wann wurde es zu eurer Pflicht, sie zurechtzuweisen? Sie sind dabei, euch zurechtzuweisen. Bist du dabei, sie zu kopieren? Behalte deinen eigenen Schritt, unbesehen des Gangs eines Menschen neben dir.

Du bist für Zuvorkommenheit verantwortlich. Du bist nicht dafür verantwortlich, wie ein Anderer denkt. Du bist dafür verantwortlich, wie du denkst. Sei dafür verantwortlich, wie du mit den Mitreisenden unterwegs in Verkehr trittst.

Im Großen und Ganzen - wie du deine Mitreisenden ansiehst, zeigt den Wert an, den du Mir beimisst. Es sind Reisende bekannt, die mit Mir argumentieren, die Mich infragestellen, die Mir Vorwürfe machen, die versuchen, Mich zu erziehen. Wieso bist du derart überrascht, dass sich dann und wann andere Reisende in Streitigkeiten mit dir begeben?

Du hast vielleicht das Gefühl, dass du verpflichtet seist, zu kontern. Was vergelten, Geliebte? Das Florieren des Augenblicks beim Gegenüber? Die Bedürftigkeit des Anderen nach Bestätigung?

Manchmal wundere Ich mich, wieso jemand sicher zu sein habe, dass er recht hat. Ihr lebt in einer Welt der Mannigfaltigkeit. Geht mit jedermann nachsichtiger um. Lasst sie Recht haben, falls sie das wollen oder brauchen. Je mehr sie sich irren, umso weniger Grund für dich, etwas übel zu nehmen.

Wenn jemand das Gras blau und den Himmel grün nennen möchte, was ist das für euch? Behelligt es das Gras oder den Himmel? Ändert es deren Erscheinung? Wie das Gras und der Himmel über solch einen Unsinn doch lachen müssen. Und gleichwohl habt ihr eine Neigung, Unsinn sehr, sehr ernst zu nehmen, so, als stellte Unsinn an euch die Anforderung, euch in ein Duell zu begeben.

Ihr habt eine Einladung, euch bei Mir anzuheuern. Befasst euch mit Mir anstatt mit Argumentieren. Wie glücklich wird doch die Welt sein, sobald kein Reisender zu erweisen hat, dass er recht habe, und dass ein anderer falsch liege. Welcher Reisende wird sich darum kümmern, sobald er erkennt, dass er mit Mir auf dem Weg ist und geht?