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HEAVEN #3190 Die Bücherei deines Herzens

DIE BÜCHEREI DEINES HERZENS

So kann man es durchaus sehen: Auf einen Jeden kommen Schwierigkeiten zu. Niemand entgeht ihnen, Geliebte. Und, gleichwohl, ein Schritt führt zum nächsten, und Schwierigkeiten ist ein Konzept. Was dem Einen groß ist, mag dem Anderen klein sein. Was dir heute groß ist, mag dir morgen klein sein. Während du dem Blick eines langen Gewehrlaufs entlang siehst, machen Probleme aus sich selbst heraus nicht so viel. Sie werden nicht zum Stern. An die richtige Stelle gerückt, sind sie Kleindarsteller. Sie übernehmen nicht das Studio. Probleme sollen nicht das Zentrum eures Lebens ausmachen. Sie mögen durchaus mitkommen, ja, aber sie gehören nicht an die Vorderseite.

Probleme der Welt machen sich für Mich wie komische Sachen aus, über die Ich rede, denn es ist selbstverständlich besser, Unannehmlichkeiten zu übersteigen. Selbstverständlich ist es besser, das, was als Unannehmlichkeit gesehen wird, in euren Schritt zu nehmen und es für einen Trittstein einzusetzen. An jedem Stein gibt es eine andere Seite, und du kannst ihn umdrehen. Natürlich ist es besser, keine Schwierigkeiten anzuhäufen und sie nicht in eurem Geist aufzustapeln. Scherereien sollen nicht abgezählt werden wie Rosenkränze, um an einer nach der anderen festzuhalten. Falls ihr zählen müsst, zählt euch für glücklich, dass ihr Unannehmlichkeiten am Wegesrand fallen lasst. Sie haben ihre Zeitspanne. Lasst sie. Schreitet über sie hinweg. Hofiert ihnen nicht. Schmäht sie genauso nicht. Probleme können unentwegt weiterreden und sich aufrichten, und du kannst nicken, deinen Hut lüften und weitergehen.

Scherereien sind kein Haus, um darin zu wohnen. Es gibt eine andere Seite des Flusses, zu der man sich begeben kann. Es gibt eine andere Sicht. Es gibt eine andere Wahrnehmung und noch eine und noch eine.

Das Leben ist so etwas wie Himmel und Hölle spielen. Du stehst auf einem Fuß. Du hüpfst von einem Quadrat zum nächsten. Die Kreide auf dem Gehweg hält nicht die ganze Zeit.

Wenn du dich unter Schwierigkeiten fühlst, so befinden sie sich in deinem Herzen, wo du sie spürst. Dein Geist besinnt sich ihrer, dein Herz aber erlebt sie. Bringe das Konzept des Problems aus deinem Geist heraus. Falls du denn in diesem sprichwörtlichen Augenblick, der in Wirklichkeit Ewigkeit ist, lebtest, was würdest du an Schwierigkeiten kennen? Sie hätten keinen Fuß in der Tür. Sie würden auf der Straße an dir vorübergehen, und sie würden vorübergegangen sein, und du wärst deinen Weg weitergegangen.

An Herzschmerz gilt es nicht festzuhalten. Er muss los gelassen werden. Er kann nicht beherbergt werden. Er ist kein Abzeichen zum Tragen. Du sollst ihn nicht behalten. Dir steht es gut an, ihn von dir freizulassen.

Verlust ist ein Konzept, Geliebte. Sobald ihr anerkennt, dass es keine Eigentümerschaft gibt, wozu wird Verlust hernach? Es ist besser, nicht so stark festzuhalten. Alles, Geliebte, ist euch zur Leihe, und doch wird die Liebe, die euch an das bindet, was ihr als Verlust sehen mögt, niemals zurückgezogen. Wenn ihr ein Buch aus einer Bücherei ausleiht, lest ihr es. Wenn ihr es zurückbringt, sind es bloß die Seiten und die Bindung, die zurückgehen. Der Inhalt ist nach wie vor der eure. Die Erzählung hat euch gerührt, und ihr bewahrt sie. Ihr bewahrt sie in der Bücherei eures Herzens.

Die Leute sagen: In jedes Leben muss ein wenig Regen fallen. Sagt stattdessen, wie Ich es zu euch sage: Geliebte, in ein jedes Leben gelangt Sonnenschein. Stimmt das nicht? Könnt ihr nicht jenen Gedanken in eurer Tasche angebracht aufbewahren? Der Sonnenschein kommt nicht bloß in euer Leben, er folgt euch. Sobald es Nacht ist, befindet sich das Mondlicht über eurer Schulter.

Geliebte, dies ist eine wundervolle Welt, in der ihr lebt. Wisst deren Wunder zu würdigen, und lasst sie niemals ziehen.