HEAVEN #3182 Höre den Blumen zu
HÖRE DEN BLUMEN ZU
So wie es keine Zeit gibt, gibt es kein langsam oder schnell. Wie du demnach dein Wachstum erkennst, ist wundervoll. Es gibt wirklich keine Messungen. Sobald du mit dir selbst unzufrieden bist, misst du das Unmessbare.
Wächst ein Baum langsam und eine Blume rasch? Nicht aus ihrer eigenen Bestimmung heraus. Wachsen sie nicht genauso, wie es ihnen von Anfang an zukommt, und infolgedessen genau richtig? Welcher Baum oder welche Blume ist mit sich selbst ungeduldig? Welcher oder welche findet sich nicht gehuldigt?
Es braucht den menschlichen Geist, um sich derartige Gedanken auszudenken.
Das Blattwerk ist glücklich, so wie es ist. Es trauerte im Winter nicht. Es ist das ganze Jahr über entzückt, ist froh, schlicht zu sein. Wachsende Dinge denken nicht einmal in Begriffen von kalt oder heiß. Wachsenden Dingen ist, was ist, und das hält keine weitere Qualifizierung für erforderlich.
Wachsende Dinge stellen nichts infrage. Es ist nicht einmal so, dass sie etwas akzeptieren, weil akzeptieren der Befähigung abzulehnen bedürfte. Was würden die Petunien in deinem Blumenkasten ablehnen mögen?
Wir könnten sagen, dass Blumen zufrieden gestellt sind, wie sie sind, wie allerdings existiert Zufriedenheit, sofern Unzufriedenheit nicht existiert? Kann das eine ohne das andere sein?
Wo immer eure Blumen wachsen, welchen Blick sie auch haben, worauf sie auch schauen, sie sind glücklich. Sie beurteilen nicht. Sie sind nicht auf etwas versessen. Es ist mehr so, dass sie rot werden und sagen:
"Gott, Dankeschön. Danke für die schöne Sonne, und Danke für den schönen Regen. Danke für alles, was ist. Ich trinke aus Deiner Hand. Ich bin von Dir durchtränkt. Ich weiß, ich bin aus Deinem Herzen entsprossen. Sobald meine Blätter und Blüten fallen, komme ich nach wie vor von Deinem Herzen. Ich bin aus Deinem Herzen. Du hast mich erschaffen, und Du hast mich schön erschaffen. Ich wende mich dorthin, und dies, damit Alle die Schönheit dessen, was Du gemacht hast, sehen können, und doch bin ich Dir stets gegenüber. Ich wende mich nie von Dir weg. Dein Licht scheint auf mich. Deine Schönheit scheint auf mich, und deswegen reflektiere ich die Schönheit des Einen, Der mich geschaffen hat. Ich lebe in Deinem Licht, und Dein Licht ist, was ich sehe. Es gibt nichts anderes, was ich sehen könnte. Es gibt keinen anderen Ort, wo ich stehen könnte, außer in Dir. Und es gibt nichts anderes, was ich offenlegen kann, als die Schönheit von Dir."
Lauscht den Blumen, Geliebte, denn ihr habt viel von ihnen zu lernen.
Ich habe im Wachsen begriffene Dinge besungen, und du, Geliebte, Geliebter, bist etwas Wachsendes. Dein Schritt ist richtig. Lasse ihn nun fest sein. Du wächst schön. Du wächst einfach genau richtig. Du wächst zu Mir. Etwas anderes hast du nie getan. Und nun bist du dir des Lichts gewahr, was du scheinst, und was du für Mich scheinst.
Durch wen sonst möchtest du gerne gesehen werden? Oh, ja, durch die Menschenmengen, was aber zählen die Menschenmengen, während Ich inwendig in dir stark und einvernehmlich bin? Was du auch wahrnimmst davon, was die Welt von dir denkt, du hast Meine Bewunderung. Du hast Mich in deiner Tasche. Du hast Meine Liebe in deinem Beutel. Du hast Mich. Ich bin dein Rückgrat. Etwas anderes nicht. Niemand sonst ist das.
Was solltest du fürchten mögen, solange du Mich näher als nahe hast? Welcher Zweifel könnte dich befallen, solange du Mich inwendig hast? Was würde dich zum Taumeln bringen, unterdessen Ich dich fehlerlos finde?
Falls du an Mich und Meine Liebe nicht zu 100 % glauben kannst, dann glaube an Mich zu 10 %. Glaube an Mich zu einem Prozent. Und falls du überhaupt nicht an Mich glauben kannst, macht das nichts, weil Ich an dich glaube. Ich glaube an dich ausreichend für beide von Uns, denn Ich kenne Unser Einssein. Ich kenne es genauso gut, wie ich die Rückseite Meiner Hand kenne. Ich kenne, was Ich sehe, wann Ich dich sehe. Ich sehe Mein Licht. Es ist da, alle können es sehen. Mögest du es als erstes sehen, und sodann wird es allen Anderen klar werden. Du bist mehr als der Spiegel Meines Lichts. Spiegel können entzwei brechen, nicht aber Mein Licht. Mein Licht kann nicht zerbrechen, und infolgedessen du auch nicht. Niemals kannst du je zerbrochen oder unkenntlich sein. Bloß in deiner Wahrnehmung kannst du das, und jetzt ändert sich deine Wahrnehmung ganz unmittelbar vor deinen Augen.

