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HEAVEN #3155 Mitempfinden in Inkarnation

MITEMPFINDEN IN INKARNATION

Du hast dir nicht das Leiden Anderer zueigen zu machen. Die Großen waren Mitempfinden in inkarnierter Weise, jedoch nahmen sie nicht das Leiden Anderer an. Sie sahen über das Leiden hinaus. Falls sich die Großen das Leiden Anderer zugezogen hätten, wären sie nicht die Großen gewesen. Sie wären nicht mehr als jeder andere gewesen. Die Großen machten sich den Kummer nicht zur Gepflogenheit. Desgleichen ihr nicht.

Die Großen waren nicht gleichgültig. Sie sahen schlicht über das hinaus, was augenfällig war. Sie beugten sich nicht zum Leiden hinunter. Sie machten es sich nicht zueigen. Sie machten sich selbst nicht unglücklich, weil ein Anderer unglücklich war. Die Großen waren nicht Instandsetzende. Sie sagten nicht: "Da, da."

Hätten sich die Großen nicht über das Leiden erhoben, so hätten sie das Leiden hervorgehoben. Sie wussten es besser, als das Leiden als etwas Tugendhaftes wertzuschätzen. Und dennoch waren sie Mitempfinden in inkarnierter Weise. Und freilich sahen sie über das Leiden hinaus. Ihre Sicht war zu bedeutsam, um das zu sehen, was jeder sah. Sie hielten Jene, die litten, nicht an Ort und Stelle. Sie hoben sie aus ihrem Leiden heraus. Sie gaben Heilung. Durch ihre schiere Präsenz heilten sie.

Die Großen verfingen sich selbst nicht in einem Wirbel des Leidens. Hätten die Großen das Leiden geehrt, wer hätte ihnen zugehört? Welche Fortschritte in der Welt hätten sie zuwege gebracht? Die Großen waren bescheiden, dem Leiden gegenüber aber waren sie nicht bescheiden. Sie hielten das Leiden nicht an hervorgehobener Stelle. Sie machten kein großes Aufheben von ihm. Sie leisteten stattdessen Versorgung.

Was Gutes hätten die Großen getan, falls sie über dem Leiden in der Welt den Schlaf verloren hätten? Worin hätte ihre Größe gelegen? Ihre Größe lag nicht im Leiden, Geliebte.

Die Großen waren Vorbilder, Geliebte, Geliebter, nicht für das Leiden, sondern für das Vorwärtsgehen im Leben. Buddha, der unter dem Banyan-Baum blieb, tat nichtsdestotrotz Schritte über das Universum. Christus schritt von einem Ort zum nächsten. Die Großen hoben die Welt empor. Sie wussten um Vieles mehr, als sie zu bemitleiden. "Geh", sagten sie.

Sie ignorierten das Leiden nicht. Sie linderten es.

Ihr Band an Mich war derart groß, dass sie Mich weitaus mehr sahen, als sie das Leiden sahen. Sie sahen Mich, und sie sahen Mich in einem Jeden. Ihre Sicht war wundervoll.

Die Großen dienten der Menschheit, indes befanden sie sich nicht auf Abruf des Leidens. Mitempfinden und Leiden sind zwei unterschiedliche Dinge.

Die Worte der Großen waren gut, und dennoch gaben sie mehr als Wörter. Sie waren Rosen der Welt. Sie überreichten eine Ausströmung, die derart süß und angenehm war, dass alle durch sie gelabt wurden. Sie taten eigentlich nichts, mit der einen Ausnahme, zu sein, so wie sie waren. Sie repräsentierten Gott gegenüber Gott. Wie viel einfacher hätte es denn sein können? Kraft ihrer Präsenz und ihrer Beständigkeit der Heiligkeit hoben sie sozusagen den Gitterstab der Welt. Ihr Brennpunkt lag nicht auf dem Leiden, und doch konnte der Lahme gehen. Geliebte, die Großen sahen zum Ende des Regenbogens hin, und das müsst auch ihr.

Sie betraten die Welt des Leidens nicht. Sie traten nicht ins Chaos ein. Sie bewegten sich durch das Leiden und durch die Verwüstung hindurch, so wie Moses das Rote Meer teilte, damit alle es durchqueren und das Land auf der anderen Seite erreichen konnten. Sie brachten der Welt etlichen Frieden. Sie liebten den Einzelnen, und doch gingen sie durch das Leiden hindurch und brachten der Welt Friede.

Und demnach bringen sie nach wie vor jetzt eurem Herzen Friede. Die Großen zeigten, was möglich war, und sie haben damit nie aufgehört. Sie wurden in Meinem Bilde geformt, im gleichen Bilde, in dem ihr geformt seid.