Please read the Guidelines that have been chosen to keep this forum soaring high!

HEAVEN #31 Das Schrankenlose hat keine Grenzen

DAS SCHRANKENLOSE HAT KEINE GRENZEN

Was tust du deinem Dafürhalten nach jetzt anderes als Grenzziehungen entfernen? Meinst du, es gibt eine andere Möglichkeit, zum Grenzenlosen zu gelangen? Wie, meinst du, gelangst du zum Schrankenlosen? Nicht durch so bleiben, wie du bist. Du hast gewartet, dass sich alles mögliche ändert, ausgenommen du selbst. Und alles, was Ich sage, ist, dass du deine Augenlider ein wenig mehr öffnen musst, um mehr zu sehen, dass du nicht unaufhörlich das anschaust, was du stets gesehen hast, sondern dass du siehst, was unmittelbar vor dir ist. Nunmehr, wann du dich anschickst, zum Schrankenlosen hin zu spähen, befürchtest du, du sähest weniger, befürchtest du, dass dir etwas fortgenommen würde, unterdessen du tatsächlich mehr siehst.

Das Schrankenlose ist nicht eingezäunt, anderenfalls wäre es nicht schrankenlos. Ihr seid an Zäune gewöhnt, das ist alles. Das ist eure Situation. Ihr macht euch Sorgen, was zu tun ist und was passieren wird, sobald ihr über das Sicherheitsnetz der Zäune hinaus seht, die ihr euch rund um euch herum bebildert habt. Sie haben euch nicht sicher verwahrt. Sie haben euch abgehalten.

Der Bedarf an Sicherheit ist eine eurer Täuschungen.

Ihr habt Sicherheit zu einer Industrie gemacht.

Ihr habt Alarmanlagen hergestellt. Alarmanlagen alarmieren euch.

Ich sage euch, nicht erschreckt zu werden. Ich sage euch, eure Augenlider ein bisschen zu öffnen, sodass ihr einen größeren Horizont erblicken könnt.

Was tat Kolumbus? Er vergewisserte sich, dass niemand vom Rand der Erde herunterfallen kann, weil es keinen Rand gibt. Er bezwang die Angst. Die Angst war eingebildet.

Ich sage euch, jedwede Furcht ist eingebildet. Jedwede Gefahr ist eingebildet. Weswegen stellt ihr euch nichts Besseres als Gefahr vor?

Die Erde unter euren Füßen ist aus Meinem Licht gemacht. Die Erde unter euren Füßen ist ebenso viel Mein Licht, wie es die Himmel da oben sind. Falls es kein hoch und kein unten gibt, könnt ihr genauso gut im Himmel wie auf der Erde gehen. Ihr habt bloß ein kleines Wagnis vonnöten, weil ihr fehlinformiert wart.

Tatsache ist, es war eurerseits ein Wagnis, am gleichen Platz zu bleiben, an dem ihr seid. Ich meine die Stelle des Gewahrseins. Euer Leben geht nicht so sehr darum, Gefahr zu meiden. Es geht darum, Anlässe zu ergreifen. Wie fasst ihr bei dem zu, was ihr nicht sehen könnt? Schier durch viel Winken mit euren Armen. Wenn ihr allerdings sehen könnt, auf was könnt ihr dann nicht zugreifen? Welche Traube könnt ihr dann nicht pflücken?

Wieso zufrieden sein mit einer Anzahl Trauben in eurer Hand, unterdessen eure Sicht den gesamten Weinberg umfassen kann?

Was immer ihr meint, in eurem Leben mit euren Händen zu fassen bekommen zu haben, es ist ein kleiner Teil dessen, was euch dargeboten wurde. Was immer ihr in eurem Leben mit euren Händen ergriffen habt, einerlei wie solide es euch erschienen sein mag – es bewegt sich, während Wir reden, von eurem Zugriff weg. In Wahrheit sind es schier die Augen, die zupacken. Das Auge nimmt. Sodann kann das Herz in Empfang nehmen.

Die Hände halten im Eigentlichen an nichts fest. Nichts steht im Land der Bewegung und der Relativität still, mit der Ausnahme Unseres Einsseins. Was auch eure Hand umschlossen hat, es bewegt sich bereits aus eurem Griff weg.

Die Weintrauben reifen. Sie werden gepflückt. Oder nicht gepflückt. Sie fallen vom Weinstock. Sie werden gegessen oder nicht. Sie sind etwas Vorübergehendes. Selbst der Weinberg ist für den angeblichen Besitzer des Weinbergs etwas Vorübergehendes, denn der Besitzer des Weinbergs ist kein Besitzer. Er ist ein Betreuer. Gleich wie viele Urkunden über Ländereien er innehat, seine Eigentümerschaft ist nichts als ein Stück Papier. Nichts wird besessen. Alles ist geliehen. Oder es ist für eine kurze Zeit ein Geschenk.

Woher der Weinberg allerdings kam, das ist fortdauernd.

Woher ihr kamt, das ist fortdauernd.

Die Essenz des Weinbergs und die Essenz von euch – sie bleiben. Es ist eine Essenz, und jene verändert sich nie. Sie ist unabänderlich. Möchtet ihr nicht gerne mehr davon sehen, was die Wahrheit von euch darstellt? Möchtest du nicht gerne die Essenz sehen, die durch das gesamte Leben läuft?

Möchtet ihr ihm nicht gerne einen Namen geben? Möchtet ihr dem Namenlosen nicht einen Namen geben? Tatsache ist, das habt ihr getan.

Ich werde wechselnd Gott und Liebe und das Ewige genannt.

Und das ist die Essenz des Weinbergs.

Und das ist die Essenz von jedermann. Ihr werdet durch einen Klang bezeichnet, der als euer Name identifiziert wird, jener Name ist freilich nicht eure Essenz. Euer individueller Name ist ein Alias. Das müsst ihr wissen. Ihr seid Eins, und euer Name ist Eins. Begreift das.