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HEAVEN #3081 Dieser Augenblick der Ewigkeit

DIESER AUGENBLICK DER EWIGKEIT

Du bringst in Erfahrung, abzugeben. Du lernst es, Erwartungen los zu lassen. Du lernst es, die Vergangenheit zu entbinden. Vergangenheit und Zukunft sind zwei größere Dinge zum Loslassen. Und was sind sie anderes als Erinnerungen oder Vorstellungen oder Anforderungen, die du dir aus ihnen machst oder die du gerne ungeschehen haben möchtest? Du möchtest die Vergangenheit noch einmal erfinden und die Zukunft befehligen, indes sind Vergangenheit und Zukunft das, was sie sind. Die Gegenwart ist ebenfalls das, was sie ist. Was ist, ist. Und demnach mögest du die Gegenwart ebenfalls entbinden. Du haltest an nichts fest.

In einem ungeplanten Augenblick, wann du stolperst und die Treppen hinunter fällst, lasst uns das einmal hernehmen, purzelst du ganz bescheiden die Treppe hinunter. Du stehst inmitten dessen, inmitten dessen du stehst. Du erlebst das mit. Du hast eine Stille inne, während das passiert. Alles, was du tun kannst, ist dir zusehen, während du fällst. Im Grunde tust du eigentlich nichts. Siehst du, was Ich meine?

Später, da wirst du vielleicht gegen dich selbst ausschlagen, später wirst du vielleicht Einwände formulieren und Mich womöglich gar fragen, wie Ich das habe geschehen lassen können, allerdings, in dem Augenblick, in dem du stürzt, bist du befasst mit dem Stürzen. Du fällst, und das ist, was passiert. Du bist unfähig, mittendrin zu stoppen. Du kannst nicht das Band zurückspulen. Der Sturz nimmt seinen Lauf, bis er zu Ende ist. Und so steht es auch mit dem Leben, Geliebte.

Das Leben ist selbstverständlich ein Emporsteigen. Selbst dann, während ihr stolpert und fallt, erhebt ihr euch.

Selbst dann, wenn ihr zur Vergangenheit oder zur Zukunft hin lauft, steigt ihr empor. Trotz aller Schwerkraft, ihr steigt stets hoch. Ebenso - selbst dann, wenn ihr die Vergangenheit aufsucht, befindet ihr euch in diesem Augenblick in der Gegenwart und sucht noch ein Mal die Vergangenheit auf, und wann ihr plant und eure Zukunft befehligt, befindet ihr euch in dem gegenwärtigen Moment, während ihr über eure Zukunft nachdenkt. Euer Augenmerk auf der Gegenwart ist vielleicht ein wenig verschwommen, dennoch seid ihr in ihr zugegen.

Träumt eure Zukunft, Geliebte, und lasst sie sodann gehen. Stampft nicht mit eurem Fuß über die Zukunft auf. Ihr könnt mit eurem Fuß aufstampfen bei allem, was ihr wollt, und alle Forderungen aufstellen, die ihr mögt, gleichwohl hat die Zukunft nicht euren Ansprüchen zu gehorchen. Demnach lasst ihr die Zukunft gehen, und ebenso die Vergangenheit. Lasst sie frei sein, und lasst euch frei sein.

Nicht anders als bei deinem freien Fall die Treppen herunter erlebst du mit, was passiert. Ihr habt nicht an das, was sich ereignet oder nicht ereignet, oder an das, was sich ereignet oder nicht ereignet hat, angeheftet zu werden.

Ihr, Geliebte, reist in der Unendlichkeit. Unendlichkeit ist ein weiter offener Raum, und die Ewigkeit, der Spezi der Unendlichkeit, ist ebenfalls weit offen. Es existiert weder ein Hinein- noch ein Heraus-Fallen, was die Unendlichkeit oder Ewigkeit anbelangt.

Was ist demnach all der Aufstand, den Meine Kinder machen? Überhaupt nichts. Du liebe Güte, ja, es sieht danach aus. Es sieht enorm danach aus. Anscheinend ist es riesig. Worüber ihr auch immer Aufhebens macht, es hat den Anschein, es sei die größte Sache in der Welt, und dennoch, nach wie vor ist es nichts. Ihr seid in ihm aufgesaugt. Es ist euer Drama, und nach wie vor ist es ganz und gar nichts. Worüber ihr auch jammert, es hinterlässt nicht einmal ein Mal auf der Unendlichkeit und Ewigkeit, die letztlich zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Die eine könnt ihr als Raum bezeichnen, die andere als Zeit.

Was sich allem Anschein nach im Raum und in der Zeit zuträgt, ist überhaupt nichts. Es ist alleinig die relative Welt. Ihr könntet genauso gut aus der relativen Welt Freude herausziehen, aus diesem scheinbaren Drama, was euch erhascht und um seinen kleinen Finger wickelt. Ihr könnt euch ihrem Griff entwinden, und auf diese Weise euch große Freude aus ihr zukommen lassen, aus diesem einen Moment der Unendlichkeit und Ewigkeit, die ihr eben in diesem Augenblick seid.