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HEAVEN #2925 Sterne des Nachts und Sonne des Tags

STERNE DES NACHTS UND SONNE DES TAGS

Stünde es euch an, etwas in der Welt aufzugeben, so gebt Leiden auf. So einfach ist das. Leiden ist nutzlos. Oh, vielleicht hat es eine Nützlichkeit, indes es wie ein großes Schild mit der Aufschrift ist: „Bleib draußen!Komme nicht zurück.“

Leiden aus sich selbst heraus ist aber Vergeblichkeit. Leiden ist nicht dienlich. Es schlägt sich schlicht selbst den Bauch voll.

Ich verstehe, dass auf euch Schmerz ausgeübt werden kann, aber Ich spreche von einem angehäuften Empfinden von Leiden. Ihr habt Leiden nicht in Anspruch zu nehmen. Ihr müsst es nicht euch zueigen nennen. Wenn ihr eine heiße Kartoffel loslassen könnt, dann könnt ihr auch das Leiden loslassen. Seht euch nicht mehr länger als jemanden, der leidet. Seht die Welt nicht mehr als Feld des Leidens.

Ein Gänseblümchen wächst sogar auf einem Schlachtfeld. Inmitten allen Leidens gibt es andere Orte, die dein Auge betrachten kann. Da ist der Himmel oben mit den Sternen des Nachts und der Sonne des Tags. Mit Sicherheit gibt es dasjenige, was das Licht am Leiden anturnt, was es von der Dunkelheit fortnimmt, was es umwandelt, was es in Kompost überführt.

Es ist nicht weise, sich in dem Gemütszustand des Leidens zu verfangen. Leiden ist wie Treibsand, Geliebte. Ihr sinkt tiefer, und ihr zieht Andere mit hinein. Was für ein Aberwitz!

In einem gewissen Sinne ist Leiden vom Glück nicht verschieden. Im Glücklichsein ziehst du Andere mit dir. Anstatt runter ziehst du sie indes hoch. „Komm, stelle dich hin“, sagst du. „Hier ist Platz. Komm her, hier ist es schön.“

Sofern du in einer Grube stehst, wie kannst du dann Andere herausziehen?

Gehe von vorneherein nicht in die Grube. Veranlasse Andere nicht dazu, gleichfalls hinunterzusteigen.

Ihr sollt das Leiden auf der Erde erleichtern, nicht euch selbst in es hineinbaggern.

Ihr bekommt keine Medaillen dafür, dass ihr über die Existenz des Leidens auf und nieder springt. Euer ist es nicht, auf das Leiden hinzuweisen. Euch ist es angelegen, auf den Weg zu weisen, wie da raus zu kommen ist. „Ausgang hier. Weg zum Glück“ soll das Schild sein, das ihr tragt. Lasst „Nieder mit dem Leiden. Hoch die Freude“ zu eurem Plakat werden. Schaut, Geliebte, streikt, sobald es aufs Leiden hinausläuft.

Es gibt genug Leiden in der Welt, ohne dass ihr es über den Rundfunk verbreitet, oder dass ihr es wiederkäut, ohne dass ihr näher darauf eingeht, es analysiert oder es in euer Herz stopft. Leiden ist kein Preis zum Herumtragen. Es ist zum Loslassen.

Leiden hinterlässt einen schlechten Geschmack in eurem Mund. Wieso an ihm dranbleiben? Weswegen es sich durch den Kopf gehen lassen? Weswegen es hinunterschlucken? Warum bloß an ihm nippen, um zu sehen, wie es aussieht? Speit das Leiden aus, Geliebte. Speit es aus. Es gehört euch nicht zu. Es ist nicht dasjenige, wofür ihr geboren wurdet.

Sofern ihr dafür bestimmt seid, im Leben zu schwimmen, dann kommt hier herein, wo das Wasser schön ist. Der Ozean ist schön, Geliebte. Kommt mit Mir schwimmen. Kommt in den Sonnenschein. Kommt mit euch, und lasst das Leiden zurück. Es kann euch nur hinunter ziehen. Aber das wisst ihr bereits. Weswegen also es nicht lassen? Weswegen es nicht loslassen?

Leiden hinterlässt einen schlechten Nachgeschmack, allerdings ist es wie mit dem Rauchen. Ihr habt euch an es gewöhnt. Wenn ihr seht, wie ihr aus einem Thema des Leidens herausgerannt seid, dann habt ihr das Gefühl, ihr müsst zu dem Laden laufen, um mehr zu bekommen. Ihr werdet womöglich nervös, sofern ihr keine Zigarette des Leidens mehr habt, derart an das Leiden gebunden war euer Leben, dass ihr ohne es nicht mehr weiter wisst. Was solltet ihr ohne eine Zigarette tun, außer nicht rauchen? Was solltet ihr mit dem Leiden tun, außer nicht leiden? Gebt die Gepflogenheit auf, Geliebte.

Sofern ihr einen Test vermasselt, müsst ihr dann leiden? Wenn ihr einen Platten bekommt, müsst ihr euch betrübt fühlen? Sofern das Leben nicht so aufgeht, wie ihr es wollt, müsst ihr dann auf euch einprügeln? Wasimmer geschieht, ist es wirklich nötig, dem Gemisch Leiden hinzuzufügen?