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HEAVEN #2879 Eine Fadenspule, die sich abspult

EINE FADENSPULE, DIE SICH ABSPULT

Wir können sagen, es gibt eine Fadenspule, die sich abspult. Im Abspulen bildet der Faden eine nach unten sich formende Spirale. Dies ist eine unter anderen Weisen, das Entfalten des Lebens und die scheinbaren Zyklen von Frühling, Sommer, Herbst und Winter – die Zyklen von allem – zu beschreiben. Diese abgebende Fadenspule ist immerzu sachte in Bewegung. Der Faden steigt wie eine Doppel-Helix hinab, und er kommt hoch. In Meiner Metapher ist er andauernd. Der Faden hat kein Ende. Es gibt keinen Bedarf, ihn durch eine Nadel zu führen, um das Universum zu nähen. Der Faden ist zu sich selbst zirkulär.

Das Leben ist wie ein Wasserrad. Endlose Bewegung inmitten solch großer Stille. Sieh jene Räder des Lebens laufen. Der Motor läuft, und dennoch gibt es kein Geräusch. Der Motor läuft immer mit oder ohne Geräusch. Nicht anders seid ihr immerfort. Ob still oder lärmend, ihr seid. Wenn ihr schlaft, seid ihr nach wie vor. Und nicht anders ist es, wenn der Körper sich selbst aus der Gleichung herausnimmt. Für euch scheint das katastrophal, Ich verstehe das, und gleichwohl, sogar im Tod versäumt ihr keinen einzigen Schlag. Gäbe es ein Kardiogramm oder so etwas ähnliches, um das Leben, so wie Ich von ihm rede, zu verkabeln, so würdet ihr unabweislich sehen, dass das Leben ein Kontinuum ist. Es existiert keine Unterbrechung beim Leben.

Und das Leben ist freilassend fallend, auch dann, wenn keine Unfälle bestehen. Das Leben ist zielbestimmt, und gleichwohl ist es spontan. Und es existiert indes in einem gewissen Sinne kein Zielpunkt, da das Leben nie-endend ist. Demnach ist das Leben sodann ein Prozess, und einer, den ihr nicht so recht begreift. Man erwartet es von euch nicht, es zu begreifen, Geliebte. Von euch wird schlicht erwartet, dass ihr mit ihm lauft.

Wäre das Leben eure Beine, so würdet ihr herrlich, mühelos, ewig laufen. Seht auf eure Beine, wie sie an Flughöhe gewinnen.

Wärt ihr eine Hängematte, so würdet ihr dort liegen und zur selben Zeit einen Lebensunterhalt aushacken.

Wäre das Leben eine Mutter, so würde es euch nähren, und ihr wärt zufrieden gestellt.

Käme das Leben in Zyklen daher, so wie es das tut, so würdet ihr jeder Nuance von ihm einen Namen geben, was ihr ja getan habt.

Wäre das Leben ein Brief, so würdet ihr ihn öffnen. Und das Leben selbst ist ein Himmelsbrief, nur, das Leben ist in einer Sprache, die ihr nicht ganz zu lesen versteht.

Wie es aussieht, Leben ist Leben, und ihr lebt mit ihm.

Das Leben hat seine eigene Ebenmäßigkeit, dennoch prellt ihr in ihm, hoch und nieder und im Kreis herum und herum. Das Leben ist euer Startpunkt, und ihr seid ein Akrobat des Lebens. Wie dehnbar und flexibel sind eure Muskeln! Ihr macht Luftsprünge. Ihr langt zu den Sternen und reicht sie Mir her. Du bist derjenige, der hüpft, und es bist du selbst, über den du hinweg hüpfst. Und du bist die Hüpfhaftigkeit selbst.

Es ist nichts, was du nicht bist. Infolgedessen bist du Alles. Du bist in der Tat Jeder! Du bist im Rat der Direktoren des Universums, dieses einen Universums, das von einem solchen Ausmaß ist, dass du es nicht ergründen kannst. Und dennoch bist du am Fußgrund von ihm. Du konstruiertest ein Gutteil dessen, was Wir Leben und all die Konnotationen, die mit ihm einhergehen, nennen.

Du bist der prellende Ball, und du prellst ihn, und du bist das Prellen. Was gibt es da, was du nicht bist?