HEAVEN #2857 Sofern der Himmel wirklich existiert, wer wollte ihn sich je entgehen lassen?
SOFERN DER HIMMEL WIRKLICH EXISTIERT, WER WOLLTE IHN SICH JE ENTGEHEN LASSEN?
Singe heute ein freudiges Lied. Singe von Mir, und singe von Dir. Lasse deine Weise bei den Hohen Himmeln anlangen. Du möchtest heute den Himmel? Dann singe sein Lied. Schwinge auf der Frequenz des Himmels, und du kannst ausschließlich hier sein. Du bist ohnehin hier, dennoch, während du singst, wirst du es spüren. Du wirst anfangen, es zu wissen.
Du weißt, was sich gut anfühlt. Der Himmel fühlt sich für dich gut an. Sogar auch bei denjenigen, die nicht an den Himmel glauben, fühlt sich die Vorstellung gut an. Der Himmel ist unentrinnbar, Geliebte, und dennoch mögt ihr das Empfinden haben, ihr seid von ihm fort geflohen. Ihr mögt sagen, ihr hättet ganz und gar nicht an den Himmel gedacht, dennoch seid ihr irgendwohin geflohen, und habt dabei darauf abgezielt, euch gar der Möglichkeit des Himmels zu entziehen. Vieles dessen, wonach ihr suchtet, ist ein Umgehen des Himmels. Ja, selbstverständlich, ihr habt gemeint, Freude zu wählen, ein Vergnügen zu wählen, einen Gedanken einen Moment lang von euren angeblichen Problemen fort zu wählen. An den Himmel und an all das, was er euch bedeutet, denken, und nicht das Gewahrsein haben – das in der Tat ist eine Menge zu verkraften.
Es ist so, als hättet ihr die Lotteriequittung für den Gewinn bei euch, und ihr wisst nicht, was ihr mit ihr angestellt habt. Ihr habt das Gewinnticket irgendwohin gelegt, aber wohin? Wenn ihr es nicht finden könnt, kann es genauso gut sein, dass es nicht stimmt, dass euer Lotterieschein der Gewinner war. Ihr wollt euch schlicht, wie auch demnächst, die zwanzig Millionen Dollar nicht entgangen lassen haben.
Dementsprechend - falls der Himmel wirklich existiert, wer wollte ihn sich je entgehen lassen? Es wäre wie diese Gewinnquittung, die du verlegt hast, und du kannst es nicht aushalten, daran zu denken. Haben und Nicht-Haben ist zu viel. Im Himmel sein und es nicht wissen, das bildet im Herzen einen Schmerz.
„Lasst uns irgendwo anders hin gehen und es vergessen“, sagt ihr. „Lasst uns eine Party machen“, sagt ihr. „Oder lasst uns ein Auto kaufen. Oder lasst uns eine Bank ausrauben. Dann werden wir unseren Verstand ganz bestimmt vom Himmel abbringen. Alles andere wäre doch besser, als den Verlust des Himmels zu spüren. Wie denn könnte ich mit mir selbst leben, sofern ich wüsste, dass ich den Himmel um eine einzige Straße verfehlt habe? Ich ging in die Second Street, und die ganze Zeit war der Himmel genau an der First Street.“
Aber, hei, Geliebte, ihr könnt jetzt zur First Street umkehren. Ihr könnt sie suchen gehen. Mitunter seid ihr an der Straße vorbeigegangen, die ihr euch mehr als bloß einmal gewünscht habt. Mitunter seid ihr die Straße, die ihr gerne fahren wolltet, entlang gefahren, bloß habt ihr das nicht gemerkt.
Gewahrsein ist etwas, das ihr euch, Geliebte, nicht einreden könnt. Darum wisst ihr. Gewahrsein ist keine Lektion, die ihr studieren könnt. Gewahrsein kann indes zu jeder Zeit erfolgen, genauso wie ihr etwa des Morgens spontan um fünf, sechs oder sieben aufwachen könnt.
Alles, was ihr zu tun habt, ist, das Bestreben zu haben, die richtige Straße zu finden und unaufhörlich in diese Richtung zu gehen. Wenn die Sonne im Osten aufgeht, gehst du, falls du ihr begegnen möchtest, ostwärts. Du wirst bei der Sonne ankommen. Im Falle des Himmels – Norden, Osten, Süden, Westen, alle führen dich zum Himmel, denn der Himmel ist kein abgesonderter Ort. Er ist allerorten. Ihr könnt ihn überall finden!
Der Himmel ist nicht wie ein Pfennig, bei dem du erwartest, ihn auf der Straße zu finden. Pfennige befinden sich irgendwo auf einfach jeder Straße, dennoch weißt du, dass Pfennige nicht überall herumliegen. Der Himmel ist leichter zu finden als ein Pfennig auf der Straße, denn der Himmel ist überall. Du hast ihn viele Male durchquert, Geliebte und Geliebter, dessen ungewahr, wo du warst.
Du bist jetzt im Himmel. Du wirst entdecken, wo du bist. Alles, was es braucht, ist dein Gewahrsein.
Was geschah, ist, dass du einen Zauberspruch über dich selbst ausgesprochen hast, und nun freust du dich im voraus, dass du ihn beseitigen wirst. Ich werde dir helfen.

