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HEAVEN #251 Die Offenheit der Unschuld

DIE OFFENHEIT DER UNSCHULD

Es ist etwas Gutes, wenn du nicht weißt, was zu tun ist, wenn du nicht weißt, was zu sagen oder was zu schreiben ist. Es ist gut, denn dann bietest du Offenheit dar. Wenn du weißt, oder mit Sicherheit weißt, bietest du Geschlossenheit dar. Und Geschlossenheit ist Kontrolle. Offenheit ist keine Kontrolle.

Natürlich hat Offenheit wahr zu sein. Ein Anschein an Offenheit, währenddessen du innen sicher bist, dass du die Antwort kennst, ist nicht Offenheit, sondern deren Manipulation.

Unschuld ist unwissend. Unschuld ist Offenheit. Unschuld ist das größte Wissen von allem. Sie ist eine saubere Schiefertafel. Sie ist Offenheit. Sie ist Freiheit.

Sie ist nicht Kontrollieren.

All eure Versuche an Kontrolle sind ganz und gar falsch. Eigentlich wisst ihr das besser. Ihr spielt mit euch selbst ein Spiel, und ihr denkt, ihr seid dabei klug, aber ihr habt einfach nicht gelernt. Oder, dann und wann lernt ihr, und vergesst es sodann auf einen Schlag.

Ihr, die ihr keine Polsterung braucht, versucht euch zu polstern. Wie könnt ihr euch selbst heben? Das klappt nicht. Ihr könnt euch nicht selbst tragen. Ihr könnt selbst gehen, aber euch nicht selbst tragen.

Lasst die Realität herein, dass Ich euch trage. Eine Kraft des Lebens trägt euch, und seid für sie offen.

Sobald du dich widersetzt, kontrollierst du. Du denkst, du kontrollierst. Zurückhalten ist eine Form von Kontrolle. Es ist deine Art, deinen Einwand, deine Angst oder Lösung oder den Fakt deiner Existenz zu statuieren, aber in Wirklichkeit ist es ein Hindernis, das du vor dich hin stellst. Das Leben Wegstoßen ist nicht es leben.

Vielleicht denkst du, du wissest Bescheid, wie das Leben zu orchestrieren sei, das deine und dasjenige der Welt, aber deine Gitarre weist sehr wenige Saiten auf. Unendlich sind die Saiten, die das Leben ausspielt, und deine Finger können nicht anfangen, sie zu erreichen. Deine Füße langen an die Pedale des großartigsten Klaviers auf der Welt nicht heran.

Aber du kannst Mich erreichen. Du reichst zu Mir. Ich, der alle Akkorde spielt, bin saitenlos. Ich bin an nichts als an dich geheftet. Meine Anhaftung ist Nichtanhaftung. Meine Anhaftung ist eine befreiende Liebe. Ich binde dich an die Freiheit. Ich zerschneide jede Saite, die uns anbindet. Eine Kordel der Liebe lediglich verbindet uns.

Wir sind verbunden, aber nicht gebunden.

Und so kommt es, dass du mit deinen Füßen auf dem Leben herum stampfen oder Mir gegenüber die Faust heben kannst, und dass Wir immer noch Einssein sein können.

Du denkst, dein Leben sei dein, aber es ist Mein. Ich gab es dir, aber es war Meinerseits, es zu geben. Du kannst dich nicht von deiner Quelle lossagen. Eigentlich willst du das nicht, denn dann wärst du ein Satellit ohne einen Mond. Du wärst ein Boot ohne einen Anlegeplatz. Du wärst ein Schreibstift ohne eine Hand, ihn zu halten.

Manchmal willst du deine Individualität mehr als du Mich willst. Dann bist du Mein eigensinniges Kind, das hingerissen in den Spielzeugen, mit denen es spielt, versunken ist.

Vordem hast du allemal gedacht, es sei etwas Gutes, zu wissen, was du tust. Nun sage Ich dir, dass du gedacht haben magst, du wüsstest es, aber du wusstest es nie. Du, der du unschuldig bist, könntest genausogut deine Unschuld anerkennen.

Unschuld ist nicht hilflos. Sie ist weise. Sie ist hilfreich. Deine Unschuld ist Mir hilfreich, da Unschuld Mir gegenüber keine Barrieren errichtet. Deine Unschuld erlaubt es Mir, dich zu tragen. Und Ich trage dich hoch. Ich trage dich über den Himmel hinaus zur Himmelheit. Genausogut könntest du dich Mir ergeben, denn es ist dein Selbst, dem gegenüber du kapitulierst. Sobald du dich deinem Mythos der Kontrolle gefangen gibst, sagst du:

„Lieber Gott, hilf mir zu wachsen. Hilf mir, in deine Liebe zu wachsen. Hilf mir, der Träger von ihr zu sein. Hilf mir, zu wissen, ich entströme Dir. Hilf mir zu wissen, dass ich Dein Licht bin. Hilf mir, alle auf Erden mit Deinem Licht zu erhellen, wie es aus meinen Augen heraus erstrahlt. Hilf mir, Dein Denken zu erkennen und es zu meinem zu machen. Hilf mir, zu erkennen, dass ich Dein würdiger Gedanke auf Erden bin. Hilf mir zu erkennen, dass ich Deiner Liebe und Deinem Zutrauen in mich würdig bin. Hilf mir, Glauben in Dich zu haben, in Dich, der Glauben in mich hat. Hilf mir zu erkennen, dass Du mich aus deinem Herzen der Liebe heraus gestaltet hast, und dass ich derjenige bin, den Du gestaltetest. Hilf mir, Dich zu lieben, nicht Deiner Macht und Pracht wegen, sondern weil ich Liebe bin. Hilf mir, Deinem Kind auf Erden, zu erkennen, was Du willst und wie es in Deinem Namen, nicht in dem meinen, zu erfüllen ist. Und ebendafür bin ich voller Freude. Meine Fröhlichkeit könnte man als Dankbarkeit bezeichnen. Und ich bin froh, dass Du mich gemacht und mich Dein genannt hast.“