HEAVEN #2853 Die Energie der Liebe
DIE ENERGIE DER LIEBE
Ihr habt eine Neigung, Mich gerne als außerhalb von euch zu meinen. Ihr denkt Mich als oben im Himmel, als einen Gott, der gänzlich von euch getrennt ist, als einen Gott, den ihr verehren und vor dem ihr euch bücken könnt, als einen Gott, der würdig ist, ein Gott zu sein.
Oh, Geliebte, ihr seid nicht an die Auffassung gewohnt, dass ihr würdig sein könnt. Ihr schätzt Mich weitaus mehr als ihr euch schätzt. Ihr liebt es, euch auf Mich zu verlassen, weil ihr auf euch selbst überhaupt nicht viel zählt.
Ihr tendiert dazu, an Mich als Einen Der Liebt zu denken. Ihr denkt an Mich als einen Großen Liebhabenden und als Einen, Der Liebt; an Mich als Einen, Der regelrecht liebt, denkt ihr selten. Ihr seht außerhalb von euch Liebe und nicht so sehr inwendig in euch. Lasst Mich euch, Geliebte, sagen, ihr würdet Mich nicht kennen, falls Ich nicht inwendig in euch wäre. Es ist so, als würdet ihr ein Telefon nehmen und eine Nummer wählen. Irgendwie ist es eure eigene Nummer, die ihr wählt. Irgendwie seid ihr es, die ihr euer klingelndes Telefon herholt, und die ihr den Anruf entgegennehmt. Ihr seid Bewusstheit. Es gibt schier Eine Bewusstheit in der Welt, und das ist Ich. Eure Ebene an Bewusstheit wächst bis dort heran, wo ihr 100% Bewusstheit haben werdet, und fortan werdet ihr, werdet ihr so ganz regelrecht, Unser Aufflammendes Einssein erkennen. Mein Einssein und euer Einssein werden derart herrlich ineinander verschmelzen, dass es zwischen den beiden nicht einmal mehr einen Saum geben wird. Liebe wird weder dir noch Mir zugehören. Und schier Liebe wird indes sein.
Wasimmer euer Gewahrsein betritt, ist Teil von euch. Ihr erfasst den Entwurf von Krieg, weil ihr inwendig in euch Krieg habt. Ihr seht Krieg mehr, als ihr Liebe seht. Indem ihr vollständiger in die volle Bewusstheit hinein wachst, werdet ihr Liebe und Liebe und mehr Liebe sehen, und ihr werdet mehr auf die Weise Meiner Liebe schwingen. Es ist nicht so, dass ihr gegenüber dem Krieg unverständig werdet, aber ihr werdet ihm weniger verpflichtet sein. Der Krieg wird nicht länger einen Platz, um weiterhin einen Nachhall zu bekommen, inwendig in euch ausfindig machen. Krieg wird seine Attraktion verlieren. Liebe wird lauter reden als Krieg. Kriegsmusik kann nicht gehört werden, solange die Liebe ihr Lied singt. Krieg ist nicht bezaubernd. Liebe ist es.
Zur Zeit erschafft Krieg Aufgeregtheit. In diesem Sinne ist Krieg für euch eine Zerstreuung. Er gibt euch Gründe und ein stolzes Empfinden der Selbstgerechtigkeit, so, als ob das Erklären von Krieg für sich genommen einen Sieg darstelle. Krieg zieht die Aufgeregtheit der Liebe vor, und auf diese Weise ist man Kriegen unheilvoll geweiht und ihnen verfallen.
Größer als die Aufgeregtheit des Krieges ist die Freude der Liebe, dennoch, Geliebte, womöglich nennt ihr Liebe, was nicht Liebe ist. Es mag sein, ihr nennt Gespanntheit Liebe. Es mag sein, ihr nennt Besitz und Anhaftung Liebe, unterdessen sie schier Besitz und Anhaftung sind.
Hier ein einzelner kolossaler Unterschied zwischen Krieg und Liebe. Der Krieg nimmt Gefangene. Liebe keine. Sogar Kriege, die um Frieden werben, geben keinen aus. Kriege ergreifen Partei, währenddessen Liebe Liebe ist und sich auf keine Seite schlägt, ausgenommen, ihr bezeichnet Liebe selbst als eine Seite.
Und nichtsdestotrotz, ja, so ist es, Kriege regen Einssein an. Kriege mobilisieren Einssein. Ja, es ist wahr, Kriege schlagen sich auf eine Seite, und dennoch kommt die Anerkenntnis des Einsseins ins Spiel. Jeder stellt sich hinter das Kriegsbemühen. Leider, im Krieg, ja, da werden zwei Einsseine dasjenige, was Einssein ganz und gar nicht ist, und gleichwohl teilt der Krieg ein Wiederaufleben des Einsseins aus, eine Rückbesinnung des Einsseins.
Würde jemand argumentieren mögen, Krieg sei besser als Liebe? Wahrscheinlich nicht, dennoch werden die gleichen Befürworter für den Frieden Gründe finden, Krieg zu machen, Wege, um die Schmach des Krieges ehrenwert zu machen. Großer Stolz wird im Krieg und in den Uniformen, die ihn protegieren, eingenommen.
Mögen Meine Kinder die Energie der Rechtschaffenheit und der Macht in die Energie der Liebe umwandeln. Liebe ebnet das Feld, Geliebte. Schwerter werden keinen Krieg fällen. Auch dann gar, wenn ein Krieg gestoppt ist, ist der Friede nicht erlangt. Friede weiß dort, wo Ärger immer noch Unterschlupf gewährt wird, nicht, wie zu herrschen ist. Lasst auch den Ärger sich selbst nicht zur Gereiztheit zusammen schrumpfen. Lasst die Kraft des Ärgers die Kraft der Liebe werden. Sagt Mir, Geliebte, könnt ihr euch etwas Besseres zu tun ausdenken?

