HEAVEN #283 Strömt Gottes Liebe
STRÖMT GOTTES LIEBE
Wenn ihr euch daran vergnügt, was das Leben euch bietet, so entsinnt euch, dass Ich davon die Quelle bin, und dass es Mir gegeben ist. Ich gebe in aller Großherzigkeit durch euch an Mich. Ihr seid der Entgegennehmende, aber Ich bin der Empfänger. Ich bin ebenso der Geber. Alles ist Mir gegeben. Alles ist von Mir und an Mich.
Wie steht es um Schmerz, fragst du?
Ich gebe Mir nicht Schmerz. Ich kenne keinen Schmerz. Schmerz ist menschen-gemacht, und Schmerz ist eine Interpretation. Fehlgeleitete Interpretation, die vom Menschen gefertigt ist, verursacht Schmerz. Sobald ein Mensch, aufgrund seiner Perspektive und seines Denkens, einem Anderen Schmerz zufügt, hat er ihn sich selbst zugefügt. Er erfasst das nicht, und mithin siehst du, wie fern von Gewahrsein ein Schmerzbereitender ist. Er denkt, er füge den Schmerz einem Anderen zu.
Auch du denkst so.
Wenn er keinen Bezug auf deine physische Existenz hätte, würdet ihr ihn nicht als Schmerz auffassen. Ihr würdet keine Besitztümer oder Rechte oder Untaten kennen. Ihr würdet Seiensheit kennen. Gar auch mit eurem physischen Körper und mit den Fehlinterpretationen des Lebens kennt ihr Seiensheit, und ihr könnt nach und nach mit ihr mehr vertraut werden.
Seiensheit ist keine Idee. Sie rennt nicht von einem Gedanken zum anderen. Sie denkt überhaupt nicht. Sie ist wie ein frischer Bergbach. Ein Bergbach, der Seiensheit gleich, prangt mit demjenigen, aus dem er gemacht ist, und dann strömt er unvoreingenommen, unparteiisch, ohne Investition. Er kennt sich nur selbst. Er tut das nicht vorsätzlich, und er ist nicht vorsätzlich. Er ist er selbst, der strömt. Dass er funkelt und wo er strömt, das ist nebensächlich. Er verfängt sich nicht in sich selbst. Er ist sich selbst. Er spiegelt sich selbst wider. Er folgt seiner Natur zu hundert Prozent.
Er kämpft nicht mit der Sonne. Er sieht die Sonne nicht als etwas, das ihn ausdörren kann. Er sieht die Sonne als das Licht seiner selbst und lacht mit ihr zusammen. Der Bergbach hat keine Einwände, wenn Menschen in ihm waten oder in ihm schwimmen und planschen. Er ist Freude, und er gibt Freude. Und sofern niemand in ihm planscht, ist seine Freude die gleiche.
Ihr habt nicht zu versuchen, einen Bergbach nachzuahmen, denn ihr seid der Bergbach. Die gleiche Lebenskraft fließt durch euch. Doch was geschah, ist, dass ihr anfingt, einem bestimmten Spritzer von euch mehr Beachtung zu zollen, und nicht so sehr der reinen Natur von euch selbst. Ihr begabt euch auf den Weg des Off-stream, außer Betrieb. Ihr habt da und dort mal gerieselt, und saht euch als ein Rieseln, nicht als den Bergbach, der ihr seid.
Ein Bergbach strömt Meine Liebe. Ihr strömt Meine Liebe. So einfach ist das.
Der Mensch mag Bergbäche aufstauen und sie eine Zeit lang umlenken. Er mag auch sich selbst aufstauen, und er ist eine Zeit lang umgeleitet. Wasimmer der Mensch tut, es ist zeitweilig. Was immer an Versperrung er manifestiert, er ändert die Natur des Lebens nicht. Die Natur des Lebens ist, zu strömen, und Strömen, das wird sie.
Sobald das Strömen blockiert ist, spürst du es als Schmerz, physisch, emotional. Etwas ist blockiert. Deine Freiheit ist beschränkt. Freiheit ist das gleiche wie Strömen. Die Kontraktion des Strömens bezeichnet ihr als Schmerz. Die Ausweitung, sie nennt ihr Freude oder Liebe oder Friede. Nicht Angespanntheit, schlicht reine Freude und Liebe, die dem Frieden gleichkommen.
In reiner Freude und Liebe gibt es keine Pein. Freude und Liebe sind keine Highs. Euer Ehrgeiz besteht nicht darin, Freude zu erzielen und Liebe zu erzielen. Eure wahre Natur lautet, sie zu auszugeben. Die Frage heißt nicht, wie viel ihr erlangt. Sie heißt, dass ihr strömt. Ihr beschwert und beladet euch nicht.
Wenn etwas fließt, hält es nicht an und häuft es sich nicht auf. Es steht nicht still und hält sich nicht an der Küste fest. Es begrüßt die Küste und strömt darauf zu. Es umgeht die Küste nicht und versucht nicht, sie auszulassen. Es strömt frei und in vollem Umfang. Es strömt von Mir zu Mir.
Du bist wie ein Bergbach. Der Unterschied besteht darin, dass der Bergbach sich selbst kennt, was das gleiche ist wie seine Quelle kennen. Du eilst indes, dich selbst zu finden, während die Quelle, die dich entließ, nie von deiner Seite gewichen ist.

