HEAVEN #281 Gottes schrankenlose Liebe
GOTTES SCHRANKENLOSE LIEBE
Glaube ist ein Thema. Er ist wie ein Emblem auf einem T-Shirt, das in der Mitte deiner Brust angebracht ist.
Glaube ist auch ein sich schlängelndes Muster, wie auf dem Hemdensaum.
Glaube ist inwendig und auswendig. Wenn wir dich als eine runde Kugel sehen, ist die äußere Linie das vergrößerte Zentrum.
Glaube ist nicht etwas, dem du hinterher jagst. Du erzielst ihn nicht. Lasse ihn zu, und er wird da sein, ja, eine ganze Ansammlung des Glaubens wird da sein.
Der Glaube gibt keiner Angst statt. Angst und Glaube sind gegensätzlich. Der eine ist real, und die andere verkehrt, aber oft denkt ihr es anders herum. Ihr erachtet die Angst als real, und den Glauben als einen Zusatz, als eine nette Rüsche, die an der Kante von euch angebracht ist, eine nette Rüsche, aber überflüssig, im Vergleich zum Haftvermögen der Angst. Kein Ersatz für die Realität der Angst, so sagt ihr.
Ängste sind wie Spuren, die ihr machtet. Ängste hinterlassen ihren Eindruck. Aber ein Eindruck ist ein Eindruck. Er ist nicht Realität. Weil eure Schritte anzeigen, dass ihr von etwas weggerannt seid, das einmal hinter euch war, bedeutet nicht, dass ihr weiterhin zu rennen habt. Dass euch einmal Angst gejagt hat, bedeutet nicht, dass sie euch jetzt zu jagen hat. Stoppt, nach hinten zu schauen, und die Angst wird euch nicht folgen.
Hört aus dem gleichen Grund damit auf, auf die Angst vor euch zu schauen, und sie wird sich auflösen.
Ängste fußen auf der Vergangenheit – auf eurer Vergangenheit und derjenigen Anderer. Ihr wurdet darin unterwiesen, dass es nötig sei, sich zu fürchten, dass Angst ein Helm sei, der euch schützen wird. Euch wurde erzählt, besorgt, nicht sorgenfrei zu sein. Was wäre, falls ihr gelehrt worden wärt, sorgenfrei zu sein? All das Weh und das potentielle Weh, ihr hättet sie nicht inne.
Seid jetzt ein Lehrer für euch selbst. Findet eure eigene Stimme. Sprecht Mir nach:
„Ich bin ein geschätztes Seinswesen Gottes. Keine Krankheit kann Mich befallen, denn Ich bin unentwegt in Gottes Herzen und Sicht eingeschlossen. Das, was ich als tödlich ansehe, sind Oberflächen-Episoden, die meinen Körper und mein Empfinden des Wohl-Seins berühren, nicht aber Mein Wohl-Sein. Oberflächen-Vorkommnisse rühren nicht an Meine Verbindung mit Gott und an die Realität von wer ich bin und wozu ich bin. Ich bin gegenwärtig ein Erfahrer. Ich hatte bis heute genug Erfahrung der Angst – törichte Angst. Nun begebe ich aus vergangener Angst heraus.
Ich habe mich immer gefürchtet, in den Wald zu gehen, in einen unbekannten Wald voller Licht und Schatten. Mein Leben waren dunkle Wälder, und ich blieb wohl am Rande meines Lebens stehen, aus Angst, einzutreten.
Nichts ist fatal. Dasjenige, was entschwindet, war niemals. Es war eine Illusion, ebenso wie Angst eine Illusion ist. Die Angst dauert nur so lange, wie sie aufrecht erhalten wird. Ich kann nicht verschollen gehen. Meine Angst ist, dass ich verschollen gehen oder beschädigt werden könnte. Aber die Wahrheit von mir ist unverletzlich.
Ich gehöre zu meinem Vater. Ich trage Sein Markenzeichen. Ich befinde mich nie außerhalb seines Gesichtskreises. Es ist Er, Der mir folgt. Er übersteigt all meine Ängste. Ich ersetze meine Ängste mit dem Gedanken an Gott. Gott wird meine Ängste durch Sich Selbst ersetzen.
Ich habe gedacht, meine Existenz liege in meinem Körper. Mein Körper ist ein zeitweiliger Schutz, ein Zelt, das ich aufstellte. Eines Tages packe ich es zusammen und ziehe weiter. Was ist so schwer dabei? Ich bin ein Nomade auf Erden, aber ein Bewohner im Himmel. Ich suchte meinen rechtmäßigen Platz, und nun erkenne ich, er ist schier in Gottes Herz.
Das, was ich fürchte, kommt nicht über mich, weil ich meine Gedanken besseren Dingen als Angst zuwende. Das, was ich liebe, kommt über mich.
Mein projizierter Gedanke, jener ist ein Feind. Ich rufe meine Gedanken zurück und sende neue hinaus.
Ich bin ein allerliebster Gedanke Gottes. Jedwede Gedanken, die weniger als geliebt oder liebevoll waren, waren meine individuellen Imaginationen. Ich lege meine zitternde Einbildung beiseite und wähle jetzt Gottes Sicht. Ich gebe meine Einbildung zugunsten Gottes Sicht auf, und das umfasst Seine Sicht von mir.
Ich bejahe nun, dass ich in Gottes Sicht bin. Er sieht mich. Ich möchte nicht noch einmal aus Seiner Sicht fortwandern, auch nicht Angstgedanken mehr Bedeutung verleihen als Seiner Umarmung. Nun umarme ich die Güte des Lebens und die Güte Gottes, und ich mache sie zu meiner eigenen. Ich weiß, wie das zu machen ist. Ich ersetze einfach Angst durch Liebe, und sinke in das Wissen, dass ich Gottes schrankenlose Liebe bin.“

