HEAVEN #2719 Der Spielplatz des Himmels
DER SPIELPLATZ DES HIMMELS
Gott sagte ....
Ihr seid hier, um die Welt zu entwaffnen; um sie zu entwaffnen anhand dessen, wie ihr die Welt euch selbst und Anderen gegenüber zur Schau stellt, und wie ihr die Welt sich selbst gegenüber zur Schau stellt. Erachtet euch der Welt gegenüber nicht als überlegen. Hattet ihr nicht derartige Gedanken? Die Welt tritt gemäß eurer Meinung über sie zum Vorschein.
Ich möchte euch bitten, damit aufzuhören, die Welt für fehlerhaft zu finden, damit aufzuhören, euch oder sonst jemandem gegenüber ihre Defekte herauszustellen. Segnet die Welt, denn sie ist eure Schöpfung. Die Welt ist so, wie ihr sie seht, dass sie sei. Geht mit der Welt um, wie ihr mit einem Schößling in eurem Vorgarten umgehen würdet. Ihr würdet nicht zu ihm sagen, er sei dürr und schlaksig. Ihr würdet ihm nicht erzählen, er müsse sich sputen, er müsse schneller wachsen und neue Blätter austreiben. Ihr würdet zu dem Baum nicht sagen: „Was denkst du denn, was du tust? Wach auf. Ich habe dir gesagt, dich zu verbessern. Ich habe dir gesagt, dich zu reformieren. Ich habe dir gesagt, diesen oder jenen Ast los zu werden. Wann wirst du erwachsen? Wann werden deine Zweige blühen?“
Ihr würdet den Baum nicht schelten, weil ihr ihn nicht gewässert habt. Wessen Welt ist das?
Es obliegt euch, die Welt zu schützen und zu nähren. An der Welt Fehler finden nährt sie nicht. Offen gesagt, Geliebte, die Welt hatte genug Kritiken, und vielleicht nicht genug Wertschätzung, eben so wie ihr. Kannst du es in deinem Herzen auffinden, die Welt und die Menschen in ihr zu segnen? Natürlich möchtet ihr eine Welt mit froher Mär. Geliebte, seid das, was ihr erstrebt, dass es die Welt sei. Ihr wollt, dass die Welt mehr vergebend ist. Ihr wollt, dass die Welt großherziger ist. Ihr wollt, dass die Welt im Frieden ist.
Ihr Teuren, was möchtet ihr gerne der Welt überreichen? Gebt sodann mehr davon. Gebt der Welt zum wenigsten eine Pause. Gebt ihr ein bisschen Urlaub von euren Einschätzungen, was sie betrifft.
Mitunter scheint es so, dass ihr die Welt gerne zu einem Schurken machen möchtet, so ähnlich wie einen Angestellten, der nicht genug Leistung erbracht hat, wie einen Beschäftigten, der nicht lernen will, wie einen Beschäftigten, der die Profitmarge nicht schafft, die du ihm angesagt hast, wie einen Beschäftigten, der im Job nachlässt, wie einen Beschäftigten, der es besser wissen sollte, aber dem nicht nachkommt, wie einen Beschäftigten, der nicht laut deinen Spezifizierungen auftritt. Einzig, du hast vergessen, dass die Welt dein Arbeitgeber ist, und dass du der Beschäftigte bei der Welt bist.
Geliebte, die Welt ist unschuldig. Schaut, dass ihr der Welt keine Vorwürfe macht. Die Welt hat in ihrem ganzen Glanz sich selbst euch dargereicht. Sie hat euch ersucht, euch zu dienen. Sie hat euch Hügel und Täler, Ozeane und Berge gegeben. Sie hat euch darin einen Ort verschafft. Werdet ihr ihn in eurem Herzen finden, um die Welt zu lieben, zum wenigsten, sie zu mögen, zum wenigsten, an sie die eingegangenen Vorteile des Zweifels abzugeben?
Ihr mögt das Gefühl haben, euch von der Welt eine Menge gefallen lassen zu haben. Vielleicht ist es so, dass sich die Welt von euch eine Menge gefallen lassen hat. Die Welt hat sich euch verteidigungslos dargeboten, und ihr habt euren Mund an ihr in missfälliger Weise angesetzt. Ihr wolltet, dass die Welt euch Trost spendet. Ihr wolltet, dass euch die Welt ein Exempel statuiert. Ihr wolltet, dass die Welt euch erhebt. An wem, Geliebte, ist es, die Welt hochzuheben? Wem steht es gut zu, auf die Welt anzustoßen? Wem obliegt es, ihr ein oder zwei freundliche Worte zu geben?
Wem liegt es an, in der Welt umherzugehen und ihre Schönheit wertzuschätzen?
Ihr sitzt in den Ästen eines Baumes und dankt ihm nicht.
Die Welt hält euch hoch. Sie bietet sich selbst euch dar. Sie bietet einen Spielplatz dar, auf dem ihr spielen könnt, einen Spielplatz, wo alles möglich ist, wo ihr möglich seid.

