HEAVEN #270 Erwartung vs. freier Wille
ERWARTUNG VS. FREIER WILLE
Die Erwartungen Anderer an dich sind deren Erwartungen. Du kannst dein ganzes Leben über versuchen, die Erwartungen Anderer zu erfüllen und sie nicht zu erfüllen. Du hast das versucht. Das hast du getan. Du hast die Erwartungen Anderer zu den deinen gemacht, so als wärest du ein Sklave für die Wünsche Anderer und wärest verpflichtet, ihnen zu gehorchen.
Du warst dir dessen nicht immer bewusst. Du dachtest, deine Gedanken seien deine eigenen, doch viele oder die meisten deiner Gedanken wurden angenommen. Es ist besser, die Meinen zu adoptieren.
Als Kind hattest du zu tun, was dir gesagt wurde. Du warst ohne einen Pfennig und von allem abhängig.
Jetzt bist du kein Kind, und du bist von keinem Menschen abhängig, nicht einmal von deinem Arbeitgeber. Du bist angestellt, nichts mehr und nichts weniger. Du bist nicht sein Eigentum.
Ich rede nicht davon, gegen die Wünsche von jemandem anzugehen. Ich sage, deine eigenen aufzufinden.
Du hast deine innere Karte. Das eine fühlt sich bei dir gut an, etwas anderes nicht.
Kein Mensch auf der Erde ist gegenüber einem anderen ein Souverän. Es ist erniedrigend, das zu glauben.
Wenn ihr eine Haushaltsreinigungskraft seid, dann wollt ihr natürlich, dass ihr das Haus von jemandem laut dessen Plan putzt, doch, was ihr wissen müsst, es bist du, der die Wahl trifft, dessen Ideen zu folgen. Du bist nicht dessen Unterworfener.
Wenn du eine Ehefrau bist, und wenn dein Ehemann seinen Toast dunkel oder hell haben möchte, passt du dich an. Du gibst nicht etwas auf, um einem Anderen so zu gefallen, wie es ihm obliegt, mit sich zufrieden zu sein. Dein Leben indes ist das eigene. Du bist nicht die Unterworfene deines Gatten. Noch auch umgekehrt.
Er ist nicht dein Pferd, mit dem du fährst. Auch nicht umgekehrt.
Deine Kinder sind nicht die deinen, um sie zu annullieren. Sie sind nicht deine Sklaven oder Figurinen. Sie sind Meine Seinswesen des Lichts, dir anvertraut, sie zu nähren und dich zu entzücken. Sie sind desgleichen nicht deine Herrscher.
Und das Leben ist ebenfalls nicht dein Herrscher. Das Leben mag dir gut zureden, dich belehren, ja, dich bedrängen, aber es ist nicht dein Herrscher. Du bist der Herrscher von dir.
Du gibst dein Herz nicht einem Anderen auf. Gib dein Herz, aber gib es nicht auf. Händige es nicht einem Anderen über, damit er mit ihm tun kann, was er will. Es ist dein Herz, nicht dasjenige von sonst jemandem. Es gehört dir und Mir zu, und nicht einem anderen.
Die Erwartungen Anderer an dich gehören ihnen nicht aufgrund göttlichen Rechts zu. Sie haben kein Recht, dein Leben zu bestimmen. Dein Leben wurde dir gegeben, und es liegt dir an, es zu leben, und nicht einem Anderen, es dir anzusagen.
Einige Menschen haben die Idee, dass sie dir sagen sollen, was zu tun ist, so, als sei es ihre Rolle oder Pflicht. Das ist nicht der Fall.
Ich , Der Ich Gott bin, gab dir den freien Willen. Das vermag ein Anderer am wenigsten.
Mische dich nicht in das Leben eines Anderen ein. In Wirklichkeit möchtest du die Verantwortlichkeit für sie und ihre Entscheidungen nicht übernehmen. Deine Entscheidungen für sie kommen womöglich auf dich zurück, um bei dir herumzugeistern. Du weißt nicht, was für einen Anderen richtig ist, ganz im Gegensatz dazu, was du vielleicht denkst.
Du weißt nicht, was in deinem eigenen Leben richtig und was falsch ist, ganz zu schweigen für einen anderen.
Stelle dich nicht über einen Anderen, auch nicht unter ihn. Sei weder Sklave noch Sklavenhalter. Geh nicht mit den Geschicken Anderer um.
Interveniere nicht im Leben eines Anderen. Beschwichtige nicht. Wenn jemand eine schwere Lektion lernt, lag es an ihm zu lernen. Nimm ihm dieses Privileg nicht weg. Darin mag deine Lektion bestehen.
Wir sprechen hier über Verantwortlichkeit.
Wofür bist du wirklich verantwortlich? Das ist deine Domäne.

