HEAVEN #264 Ein Universum von derartiger Herrlichkeit
EIN UNIVERSUM VON DERARTIGER HERRLICHKEIT
Du befindest dich im Geschehen, Grenzen zu verlieren.
Du warst ein Blinder, der den Mauern entlang ging.
Nun, wo du zu sehen beginnst, musst du dich nicht festhalten. Das meint das Loslassen dessen, was du tust. Du lässt die Grenzen los, die dich an einem Ort fixieren.
Liebe deine Begrenzungen, doch wisse, du brauchst sie nicht. Du kannst jetzt sehen, und du siehst nun weiter. Nun siehst du hinter die Begrenzungen. Wenn du über sie hinweg siehst, schaust du nicht auf sie. Sie bilden nicht mehr länger das Ausmaß deines Sichtfeldes.
Oder, Wir können es folgendermaßen ausdrücken. Alles dehnt sich mit dir aus. Die Welt wird größer. Die Mauern umschließen nun ein größeres Territorium. Sie sind nicht größer. Sie sind geringer, aber die Fläche innerhalb der gestrichelten Linien von ihnen ist größer.
Ihr geht durch die Mauern, und die Mauern werden entschwinden.
Ihr seid nicht in einer Kammer. Ihr seid im Universum. Das Universum ist euer Zuhause. Eure Adresse gibt es nicht. So wie Ich seid ihr überall auf einmal. So wie Ich bewegt ihr euch und seid ihr ruhig. Ihr seid Ich.
Alles um euch herum wird durch-sichtig.
Das Ende der Erde ist schier ein bildlicher Ausdruck. Es gibt keine Enden. Aber ihr könnt sie denken, als wären sie ein Kristall, der am meisten klingelt, falls ihr dies denken mögt.
Was euch hineingepackt hat, wird unsichtbar, sodass ihr darüberhinaus sehen könnt. Aber ihr seid es gewöhnt, euch an Wänden festzuhalten, früher über lange Zeit hinweg, damals, als ihr sie brauchtet. Eigentlich brauchtet ihr sie nie. Ihr hattet sie nie. Sie waren nicht real. Ihr nahmt sie für real und gabt allerhand auf für das, was jenseits von ihnen war.
Und nun seid ihr jenseits von ihnen.
Ihr seid ein Wirbel in einem Universum von derartiger Herrlichkeit, dass ihr es nicht glauben könnt. Ihr seid da, schwimmt in einem Universum von einer Pracht, dass ihr es nicht glauben könnt. Aber an die Plackerei glaubt ihr. Ihr glaubt an die Dunkelheit, obschon ihr es zur selben Zeit besser wisst.
Du bist Mein Erfahrer. Du bist Meine Augen und Meine Hände, und du berichtest an Mich zurück, und Ich seufze. Du verfälschst die Berichte nicht. Du glaubst, was du Mir erzählst, doch nun kletterst du höher, du siehst weiter und du bringst mehr Wissen über Mich zu Mir zurück, und Wir beginnen, miteinander zu wetteifern, was Wahrheit und was Fiktion ist.
Es ist so, wie wenn du auf einer Exkursion warst, und du erzählst Mir darüber. Deine Gedanken erzählen Mir davon. Du erzählst Mir, was du sahst und was du daraus gemacht hast. Und nun werden deine Augen größer, und du siehst mehr als zuvor. Es mag sein, du besuchst die gleiche Örtlichkeit, doch nun ist es nicht die gleiche Örtlichkeit, da du anfängst, ihre Weite wie auch die deine rückzumelden.
Du bist weit mehr als diese kleine Kreatur, die isst und schläft und durch die Tage und Nächte gelangt. Für dich, Mein Kind, gibt es keine Nacht, denn du bist stets in Meinem Licht. Mein Licht ist immerfort, und es scheint auf dich, sodass du überallhin blicken kannst.
Du siehst mit deinem Blick. Du siehst so weit, wie du es dir zulässt, zu sehen. Du siehst mit deinen Gedanken. Deine Gedanken freilich sind schier Interpretationen dessen, was alle Herzen erkennen, und das lautet, Wir sind Eins, Wir sind Ein unauftrennbares, ein weit-sehendes, alles-sehendes, all-wissendes Seinswesen des Lichts. Deine Augen mögen flimmern, dein Herz aber erkennt.
Ist es nun nicht an der Zeit, dass du Meine Augen einsetzt und durch sie blickst? Ich biete sie dir dar. Das ist so leicht. Anstatt über deine Brille hinweg zu spähen, nutze dein Herz des Meinigen. Du leihst es nicht aus. Es ist bereits das deine. Und nun wirst du es nutzen und Mich überall erblicken, wo Ich bereits bin, amtierend in dir.
Eines der Dinge, die Ich lehre, ist, dass an Mir Anteil genommen werden muss. Du musst Mich teilen. Du kannst Mich nicht bei dir behalten zu deinen eigenen egoistischen Zwecken. Ich bin hier für dich, doch du bist mehr, als du denkst. Dein Zweck ist weitaus mehr als deine gegenwärtige Ausdehnung. Du bist nicht für dich alleine. Du bist für Mich. Du teilst Mich, da es Meine Natur ist, geteilt zu werden. Du teilst Mich, da das Mein Wille ist. Halte Mich nicht zurück. Du hältst Mich am besten, indem du Mich los lässt. Ich bin nicht der deinige, um von dir festgehalten zu werden. Ich bin der deinige, um fortgegeben zu werden. Und auf diese Weise bin Ich in deinem Leben und Herzen bewahrt.
Du kannst nicht mehr länger mit einem kleinen Horizont zufrieden sein. Du bist für einen riesigen Horizont bestimmt. Du bist dafür bestimmt, weit über das hinaus zu laufen, wo du jetzt bist. Lass dein Besitztum von Mir gehen und nimm auf, Mich fort zu geben. Ich, der Ich der Geber bin, möchte, dass du Mich gibst. Ich spreche nicht nur zu einem einzigen von euch, der Meine Worte liest. Ich spreche nicht zu etlichen von euch. Ich spreche zu euch allen. Ich spreche laufend zu euch allen. Ich spreche zu allen von Meinem Einssein.

