HEAVEN #263 Wo anfangen
WO ANFANGEN
Wenn die Dinge deinem Dafürhalten nach nicht richtig laufen, hast du etwas anderes erwartet. Ich habe euch gesagt, keine Erwartung zu haben, dem entgegen sage Ich euch, nach vorne zu schauen. Nach vorne schauen ist etwas anderes als erwarten. Starte mit dem, was du willst, und mit dem, wie es ist, was du willst, und arbeite dich von dorther zurück.
Wenn Gesundheit dein Thema ist, wenn du Schmerzen hast und bettlägerig bist, so beginne von dort, wo du sein möchtest, in guter gesundheitlicher Verfassung, und aus dem Bett heraus.
Beginne nicht von dorther, wo du jetzt bist. Das wird dich dort halten, wo du bist. Das wird dich in dem schmerzengeschüttelten Bett halten.
Es gilt, dass du aus deinen Gegebenheiten heraustrittst. In deinem Geist heraustrittst.
Wenn du an einem Projekt arbeitest, so beginne vom Ende her. Beginne vom vollendeten Projekt her. Wie wird es ausschauen? Wie wird es sich anfühlen?
Schau stets auf das, was du willst, und darauf, wie du es haben willst. Das ist nicht durcheinander zu bringen mit dem steten Blick auf das Ergebnis! Auf das Ergebnis schauen ist, etwas aus einem bestimmten definierten Entgelt heraus tun. Es besagt im eigentlichen, dass etwas derart herauskommen muss, wie du es möchtest. Das ist nicht das gleiche wie ein Bild. Denk an das, was du willst. Halte es im Geist. Zur selben Zeit, während du geschäftig damit wirst, es zu erschaffen, lässt du das Ergebnis gehen, denn du wirst mit dem Prozess befasst.
Das Arbeiten vom Ende her zurück zu dem, wo du jetzt bist, lässt dich aus dem Ergebnis und aus der Erwartung aussteigen. Das Arbeiten vom Ende her wird zum Startpunkt, der Startpunkt ist nicht mehr dasjenige, was geschehen muss.
Wenn du ein Töpfer bist, dann beginnst du in Wirklichkeit nicht mit dem Ton. Du hast vielleicht kein Bild oder keine Form im Sinn, aber du wirst ein Gespür von etwas Wundersamem haben, was sich zuträgt, und ein Gespür von dem Ton unter deinen Händen.
Wenn du die Dinge Schritt für Schritt vom Anfang an nimmst, scheinen alle Schritte beschwerlich. Vom Ende anfangen und sich zurückarbeiten heißt von deinem Verlangen her den Anfang nehmen.
Dein Bestreben wird dich tragen. Der Start von dort, wo du sein möchtest, nimmt dich voran.
Eine schwangere Frau freut sich auf ihr Kind. Sie liebt das Kind bereits. Sie hat es wohl bereits geliebt, bevor es dem Körper nach empfangen wurde.
Du gehst mit Ideen schwanger. Liebe sie. Und bewerkstellige es, dass sie wahr werden. Hefte dich allerdings nicht an das Ergebnis.
Das Baby muss kein Junge oder Mädchen sein.
Dein Traumhaus kann anders ausfallen als das Haus, von dem du geträumt hast.
Du hast vielleicht von Berühmtheit geträumt. Es kann sein, du wirst dich nicht auf der Filmleinwand oder auf dem Broadway oder auf Tour einfinden, aber du wirst die Berühmtheit bei dir tragen.
Halte deinen Geist von Problemen fern. Sie kommen ohne dich zurecht. Und ganz bestimmt musst du dich nicht von ihnen in Anspruch nehmen lassen. Sie geben dir keinen Auftrieb. Stattdessen brennen sie dich aus.
Habe Ich dich durcheinander gebracht? Ich sage dir, dich nicht um Ergebnisse zu beunruhigen, und Ich sage dir, von dort her zu beginnen, wo du sein möchtest. Du wirst bekommen, was Ich gerade sage.
Du wirst Schichten an Verlangen haben.
Dein letztliches Verlangen geht nach Mir. Und du wirst Mich in vollem Ornat haben. Unser wechselseitiges Streben zieht dich zu Mir hin.
Auf dem Weg zu Mir wirst du andere Bestrebungen haben, die dich zentimeterweise und meilenweise zu Mir hin vorankommen lassen.
Und deine Bestreben unterwegs zu Mir können sich ändern. Sodann haben sie ihren Zweck erfüllt, und andere neue oder lange verloren gegangene Bestreben werden in Erscheinung treten.
Du wirst über einen Horizont hinausschreiten. Oder über viele.
Schaue unentwegt nach oben. Schaue unentwegt auf Mich.
Du hast viele Meiner Bestreben zu erfüllen.
Halte Mich im Sinn.
Segle mit Mir zu der Küste, die du erstrebst, denn es ist die Küste, die Ich für dich auswähle.
Deine Bestreben sind die Ruder Meines Bootes, und sie bringen dich rasch zu Mir.
* * *
Wisse, weswegen du etwas tust. Wisse, woran du dich machst. Wisse um den Traum, an den du dich machst. Wisse, was hinter deinem Traum liegt. Erkenne den tieferen Traum. Er wird um weit mehr gehen als um deine Eigenwilligkeit.
Entsinne dich, du musst nichts beweisen. Sobald du einem Pfad folgst, um etwas zu beweisen, folgst du nicht deinem Pfad. Du folgst demjenigen eines anderen.
Du brauchst niemandem etwas zeigen.
Lass deine Bestreben deinem Herzen treu sein. Lass sie groß genug sein. Das Streben selbst ist Erfüllung. Was Ich sage, stimmt.
Verlangen und Erfüllung sind zwei Enden des gleichen Strangs. Inmitten deines Strebens liegt die Erfüllung. Erfüllung ohne dein Verlangen ist keine Erfüllung. Sie ist Verschüttetes. Sie ist Übriggebliebenes.
Du wirst genügend Bestreben haben, sobald du ihnen stattgibst. Bestreben entspringen von neuem, sobald sie willkommen geheißen werden. Sei verlangensvoll, habe aber kein Resultat zu haben. Habe Bestreben. Nähre sie. Sie werden dein Leben unverzüglich in den Himmel hinauf weben.

