HEAVEN #1956 Das Wissen an seiner Quelle
DAS WISSEN AN SEINER QUELLE
Gott sagte ....
Du verstehst, dass Wissen nicht in Worten herankommt. Informationen mögen in Worten kommen, aber Erkenntnis ist etwas anderes. Erkenntnis erwacht von innenher. Sie ist von eurem Innern, sonst ist sie bloß Wörter und kein Wissen. Jeder kann eine Zeile Wörter lesen. Jede Wörter können wiederholt werden. Jeder kann etwas sagen, und öfters mit ziemlichem Geschmack. Das bedeutet nicht notwendig, dass die Wörter aus dem Herzen des Sprechers stammen. Sie können einfach vom Mund des Sprechers her kommen, schlicht eine weitere Aufzeichnung, noch einmal eingeschaltet.
Das Wissen, das in dir lebt, vermögen Wörter nicht zu sagen. Sie mögen den Versuch anstellen ... Wörter können die Liebe und die Weisheit, die euch einnehmen, nicht einfangen. Manchmal nehmen euch Liebe und Weisheit (wahres Wissen) ganz überraschend ein, und ihr werdet hochgehoben. Wahres Wissen ist etwas, was ihr stets gewusst habt, indes vielleicht nicht erkannt. Sobald ihr eine Einsicht erlangt, seid ihr mit eurer eigenen Weisheit wiedervereint. Weisheit kann nicht von jemand anderem sein. Weisheit ist keine Annoncierung, die laut verlesen wird. Sie ist ein inneres Wiedererkennen. Wissen erkennt sich selbst. Dann wirst du der Wisser.
In einem gewissen Sinne kann man sagen, dass Wissen erinnert wird. Wenn dem so ist, dann wird es von tief in eurer DNA her erinnert. Auswendiglernen hat seinen Wert, aber es ist nicht das gleiche wie Wissen. Dein Geist kann nicht alles behalten, was du in ihn hineingestopft hast. Dein Herz, allerdings, enthält alles, von dem du angezogen wirst.
Einer, der nie ein Buch gelesen hat, mag mehr mit Liebe und Weisheit vertraut sein, als jemand, der Tausende gelesen hat. Ich sage es nochmals und nochmals: Wissen kommt nicht von außerhalb. Es kommt vom Inneren von euch. Das ist der einzige Ort, woher es kommen kann. Eine Eins bei all der Arbeit der Philosophen bekommen bedeutet nicht, dass du die Weisheit der Philosophen innehast. Du hast die Gedanken anderer Menschen erworben, flüchtige Blicke auf Erhabenheit geworfen, bist durch Worte angerührt, und hast mittels der Lektüre, glücklicherweise, einen Anspruch auf die Richtung erhoben, in die du gehen möchtest. Aber die Karte grafisch darstellen ist nicht das Gleiche wie dorthin gelangen. Ihr mögt sogar so rigoros der Karte folgen, dass ihr vergesst, wieso ihr den Kurs ausgearbeitet habt.
Ich spreche nicht davon, aufzuhören, große Werke zu lesen. Wisst einfach, dass es, auch dann wenn die Antworten da sind, nicht bedeutet, dass du sie mitbekommen hast. Es mag bedeuten, du hast allein die Wörter.
Zolle der großen Weisheit in den Büchern Respekt, doch erhebe nur auf die Weisheit Anspruch, die die deine ist. Merkst du an dir, wie du allzuviel darüber redest, was dieser und was jener gesagt hat, dann frage dich, wo du in der Gleichung auftauchst. Zitieren hat seine Vorteile. Aus dem eigenen Herzen sprechen hat mehr. Besser, du sprichst dein eigenes verdattertes Wissen aus, als dass du die Krone eines anderen trägst.
Hier und da, wenn du eine Menge liest, nicht immer, aber manchmal wird dein Geist überfrachtet, und du denkst, du weißt alles. Sicherlich hast du eine Menge gelesen. Du hast große Gedanken von allerhand großen Orten angehäuft. Mitunter wurde dein schöner Geist durch das Wissen Anderer überwachsen; es blieb kaum Platz übrig, dass dein eigenes wächst. Seid in diesem Sinne leeren Geistes. Beginnt von einem guten Ort des Nicht-Wissens.
Geliebte, zieht eure eigene Frucht des Wissens. Esst nicht so viel von den Tellern Anderer. Damit eine Entdeckung eine Entdeckung ist, musst du sie selbst machen.
Ausschau halten ist nicht das gleiche wie Innenschau. Sei dein eigener Lehrer. Nutze Mich. Ich bin in dir. Ich bin zugänglich. Finde die größte Liebe und Weisheit in deinem Herzen sicher verwahrt. Alles Außen ist ein Back-up. Das Original ist das deine. Unbesehen wie es dir scheint, du hast in dir großes Wissen. Kein einziger besitzt größeres Wissen als du.

