HEAVEN #1832 Ein bestimmtes Lied wird gesungen
EIN BESTIMMTES LIED WIRD GESUNGEN
Du bist die Wasserwellen, die scheinbar durch Menschen, die dein Leben betreten, herumgeweht werden. Du erhebst dich auf den Wellen und senkst dich ab, es bist indes du, der das Boot rudert und auf und nieder geht. Es bist du selbst, der es verursacht, dass du dich so und so fühlst.
Alle Menschen an den Küsten deines Lebens sind du. Was sie auch von dir heraus bringen, es bist du, was sie heraus bringen. Auf der Oberfläche des Lebens bist du unaufgezäumte Angst und Negativität, unterdessen du ebenfalls ein Kapitän der Liebe und alles, was schön ist, bist. Der Kapitän trägt eine weiße Uniform, die Flügel der Epauletten versinnbildlichen Liebe.
Da ist kein für übel nehmen, und da ist kein sich entschuldigen. Ein Orchester spielt. Die tiefen Noten haben ebenso ihren Platz wie die hohen. Jede ist kostbar. Jede verschmilzt mit der anderen.
Ein Künstler benützt die Farben seiner Palette. Keine Farbe ist eine Blamage. Sie ist die Farbe, die sie in dem Augenblick ist, in dem sie es ist. Eine Knospe eines Rosenbuschs knospt jetzt auf, eine andere später. Ein Zweig, auf den du trittst, gibt nach und bricht, und ein anderer springt hoch. Alles ist, wie es ist. In einem Augenblick wird es sich verwandeln, jetzt im Augenblick wird allerdings ein bestimmtes Lied gesungen. Bald wird es ein anderes geben. In diesem, was Zeit genannt wird, ist bereits ein anderes.
Die einzige Konstante ist Gott. Dasjenige, was zwischen Uns vonstatten geht, verherrlicht das Leben. Infolgedessen ist das, was zwischen Uns vonstatten geht, herrlich. Es verherrlicht die Liebe. Die Liebe hallt in einem Lied nach. Wir schauen einander in die Augen, und blitzartig wird die Welt zu ihrer ursprünglichen Liebe ausgeweitet. Sie weitet sich in den Ursprung der Liebe hinein aus.
Der Ursprung ist Seien, ist Promenaden Sein, und wir haben da das scheinbare du und das scheinbare Ich, währenddessen Wir schlicht Sein sind. Sein ist Seiend, und Wir sind Seiend. Wir sind ein Seinswesen in dieser Ewigkeit, auf der Wir sitzen. Wir sitzen auf Uns Selbst, denn Wir sind Ewigkeit. Wir sind Ewigkeit, die im Spiegelbild tanzt. Wir sind Ewigkeit, die sich selbst nachjagt. Wir schließen auf die Ewigkeit auf, die in den innersten Durchlässen Unserer Herzen still bleibt.
Wir betrachten das relative Leben auf dreifache Weise. Die eine ist, wir sagen, es ist, wie es sein sollte. Der Baum fiel zur rechten Zeit am rechten Ort um. Eine andere Art ist es, zu sagen, dass alles falsch ist. Der Baum hätte überhaupt nicht umfallen sollen. Eine weitere Art ist es, zu sagen, dass die Welt so ist, wie du sie siehst. Und du siehst sie auf vielfältige Weise.
Dein Bestreben ist es, dass die relative Welt vollkommen ist, und sobald sie deiner Vorliebe nicht nachkommt, bist du gestresst. Die Welt wird auf keine Fälle gleich bleiben, und deine Sicht auf sie wird sich ohnehin ändern.
Sieh deine Gedanken auf der Erde als machtvolle Magneten oder als Kameras, die die Dinge per Zoom heranholen. Die Magneten ziehen Schwingungen an, die deinen Gedanken gleich sind. Die Kameralinsen projizieren deine Gedanken in ein Bild, und du siehst deine Gedanken vor dir projiziert.
Und da ist das Weltdenken ebenfalls, obschon ihr über ihm steht. Geliebte, ihr müsst über ihm stehen. Eure Gedanken haben sich emporzuheben. Es ist euer Denken, was hochsteigt, das versteht ihr. Ihr erhebt euch mit euren Gedanken. Es sind eure Gedanken, die euch vorantreiben. Eure Gedanken sind diejenigen, die die Show stehlen.
Und doch haben Wir uns nicht derart über das relative Leben auszulassen und aufzulösen. Es ist letztlich bloß relatives Leben. Es ist nicht absolut. Es ist ein Trugbild, was vorbeifließt. Es ist erstaunlich, da ist ein Trugbild von einem Schiff, an dem ihr euch festhaltet, obschon ihr der Ozean Selbst seid. Ihr könnt euch nur in euch selbst hinein senken. Jedenfalls erhebt ihr euch aus den Tiefen des Ozeans.
Seid eingedenk, woher ihr kamt. Und besinnt euch, Wessen Herz inwendig in dem euren schlägt. Wie könnt ihr durstig sein, unterdessen ihr das Wasser selbst seid?

