HEAVEN #1674 Komm, betrete den Palast
KOMM, BETRETE DEN PALAST
Die Welt öffnet am Morgen ihre Augen. Die Sonne späht über den Horizont, sie fügt der Welt neues Licht zu, und jene erwacht. Die Welt beginnt ihren Tag. Da gibt es kein Gegenmittel. Du musst ebenfalls aufwachen. Wie auch dein Tag ist, du wachst zu ihm auf.
Die Kraft der Sonne treibt dich aufzustehen. Die Kraft Meiner Liebe treibt dich, zu Mir zu erwachen. Hast du gedacht, du hättest in der Sache eine Wahl? Hast du gedacht, es sei an dir, dir Erleuchtung auszuwählen? Ich wählte sie vor langer Zeit für dich, und du beginnst soeben einfach aufzuwachen. Erleuchtung tagt über dir. Sie dämmert jeden Tag über dir. Ich bin deine Erleuchtung. Deine Erleuchtung ist eine Frage deines Erwachens zu dir selbst.
Aufwachen ist natürlich. Die Sonne geht jeden Tag über dem Horizont auf, und du erhebst dich über dein Verständnis deiner selbst, nicht deiner selbst als der kleinen Kreatur auf der Erde, die auf und ab geht und eine Zigarette raucht, sondern als die Große Seele, aus der du gemacht bist, denn, bin Ich kein Bestandteil von dir?
Gleichwohl verbringst du viel von deinem Tag im Empfinden, von Mir fern zu sein, im Empfinden, in einem fremden Land angestrandet zu sein, ausgesetzt auf einer Insel, die du nicht hergestellt hast. Du bist hier, um dich selbst zu erkennen und um etwas aus dieser Insel, auf der du dich befindest, zu machen. Falls es bloß die Erde gäbe, falls es bloß Einzelne gäbe, die auf der Erde herum wandern, hättest du in der Tat Grund, dich beraubt zu fühlen. Aber du bist einer in einer Million, einer in zehn Millionen, du bist das Einssein des Universums. Individuelles Leben ist bloß ein Radebrechen von dir. Es ist dieses viele darüber Nachdenken nicht wert.
Da ist eine umfassendere Welt als die Erde, und da ist eine umfassendere Welt als das, in dem du befangen bist. Du bist kurzsichtig. Du schaust durch ein Mikroskop, unterdessen du Teleskop-Linsen brauchst. Du hast es nötig, größer zu sehen. Du hast es nötig, dein Gewahrsein über die Einzelheiten des Lebens hinaus auszuweiten. Die Einzelheiten reiben dich auf. Das große Bild belebt dich. Möchtest du nicht lieber belebt als aufgerieben sein?
Weite infolgedessen deine Sicht aus. In der Tat, es gibt eine Treppe zum Himmel, und du befindest dich auf ihr. Du weißt, du bist auf einer Stufe. Schau über die Stufe hinaus, auf der du stehst. Genug der Exklamationen über die Stufe, auf der du stehst. Schau, wo du gehst. Schau, wohin du gehst. Du kletterst hoch. Du steigst höher. Du beginnst, zur Quelle des Himmels hoch zu kommen. Lange habe Ich auf dich gewartet, dass du auf dich selbst aufschließt, dass du darüber hinaus siehst, wohin deine Füße gepflanzt sind, dass du den ganzen Weg zu Mir siehst, zum Zentrum Meines Herzens. Ich bin der Weinstock, den du hochkletterst. Ich bin die Spitze des Weihnachtsbaumes. Ich bin einen kleinen Sprung von der Sonne entfernt. Siehst du, wie nahe Ich dir bin?
Siehst du, wie du vermutest, du seist abhanden gekommen, unterdessen du an Meinem Tor stehst? Siehst du, wie du vermutest, du seist abgedriftet, unterdessen du dich an der Pforte befindest? Du bist die Pforte des Palasts. Öffne dich selbst. Geh durch dich selbst hindurch und du wirst herausfinden, dass du dich direkt in der Mitte des Palasts befindest. Du bist immerfort im Inneren der Pforte, niemals außerhalb. Die Pforte war inwendig in dir. Sie ist inwendig in dir, und zu jedem Zeitpunkt kannst du schlicht hindurchgehen. Sobald du das tust, verwandelt sich die gesamte Anordnung der Welt. Die Welt ändert sich, schlicht weil du durch das Tor deiner selbst gehst. Komm, betrete jetzt den Palast.

